Tag: 2XKO

  • Riot-Games-Chef Marc Merrill äußert sich zu geheimnisvollem MMO nach dem Aus von 2XKO

    Riot-Games-Chef Marc Merrill äußert sich zu geheimnisvollem MMO nach dem Aus von 2XKO

    Nach dem überraschenden Aus des Fighting-Games 2XKO richten sich bei Riot Games viele Blicke auf das nächste große Projekt im League-of-Legends-Universum: ein noch unangekündigtes MMO, das intern offenbar den Codenamen “The Grail” trägt. Mitgründer und Chief Product Officer Marc Merrill hat sich laut einem Bericht von Eurogamer auf einem PAX-Panel dazu geäußert – mit ungewöhnlich offenen Worten für ein Projekt, das noch mitten in der Entwicklung steckt.

    Warum wurde 2XKO eingestellt?

    Riot hatte die Einstellung von 2XKO offiziell mit wirtschaftlichen Gründen begründet: Das Free-to-Play-Fighting-Game habe trotz solider Kritiken nicht die nötige Spielerbindung und Monetarisierung erreicht, um den weiteren Live-Service-Betrieb zu rechtfertigen. Für viele Fans war das dennoch ein herber Rückschlag, schließlich hatte Riot jahrelang an dem Titel gearbeitet und ihn als eines seiner wichtigsten neuen Standbeine neben League of Legends und Valorant positioniert.

    Was macht die Entwicklung eines MMO bei Riot so riskant?

    Merrills Wortwahl – er sprach laut Eurogamer sinngemäß davon, dass so mancher tapfere Ritter auf dem Weg zum “Grail” noch sterben werde – lässt tief blicken. MMOs gelten als eines der teuersten und riskantesten Genres der Branche: Amazon Games etwa hat mit New World und dem eingestellten Projekt “Blue” bereits mehrstellige Millionenbeträge versenkt, ohne einen echten Durchbruch zu landen. Dass ausgerechnet Riot nach dem 2XKO-Aus öffentlich einräumt, dass auch beim MMO nicht alles glattlaufen wird, zeigt vor allem eines: Der Konzern will offenbar von vornherein Erwartungen dämpfen, statt wie bei 2XKO erneut ein Live-Service-Versprechen zu geben, das er am Ende nicht halten kann.

    Einen Release-Zeitraum oder nähere Details zum Gameplay des MMO nannte Merrill nicht. Klar ist bislang nur, dass es im bestehenden League-of-Legends-Universum Runeterra angesiedelt sein soll.

    Quelle: Eurogamer

    Glaubt ihr, dass Riot mit einem MMO im League-of-Legends-Universum reüssieren kann, oder wiederholt sich das 2XKO-Schicksal? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

  • Riot beendet aktive Entwicklung von 2XKO

    Riot beendet aktive Entwicklung von 2XKO

    Riot Games beendet die aktive Entwicklung des Fighting Games 2XKO im Dezember 2026 – sechs Monate nach großen Entlassungen im Team. Server und Online-Play bleiben trotzdem bestehen.

    Es ist ein Satz, den man von einem der größten Publisher der Branche selten liest: Riot Games hat in einem eigenen Blogpost bestätigt, die aktive Weiterentwicklung von 2XKO im Dezember 2026 einzustellen. Das kostenlose 2v2-Fighting-Game mit League-of-Legends-Champions ist erst vor wenigen Monaten aus der Early-Access-Phase gekommen – und wird nun schon wieder zurückgefahren. Der Schritt kommt sechs Monate, nachdem Riot größere Entlassungen im 2XKO-Team vorgenommen hatte. Rückblickend liest sich das wie die ersten Anzeichen dafür, wie es jetzt endet.

    Was bedeutet das Ende der aktiven Entwicklung für 2XKO konkret?

    Riot begründet den Schritt in seinem Blogpost damit, dass der Betrieb von 2XKO deutlich mehr kostet, als das Spiel einbringt – und dass das Engagement der Spielerbasis trotz größerer Updates weitgehend flach geblieben ist. Ganz eingestellt wird 2XKO aber nicht sofort: Bis Ende 2026 will Riot noch Inhalte und Verbesserungen nachliefern, darunter zwei neue Champions, Lux und Samira. Der finale Patch mit Bugfixes soll im Dezember 2026 erscheinen. Danach ist Schluss mit neuen Inhalten – Server und Online-Modi bleiben aber online, das Spiel bleibt auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S spielbar.

    Bekommen Spieler ihr Geld für gekaufte Inhalte zurück?

    Ja. Riot erstattet alle Käufe, die bis einschließlich 20. August 2026 getätigt wurden. Auf dem PC läuft die Rückerstattung über die ursprüngliche Zahlungsmethode, die meisten Erstattungen sollen laut Riot innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein, spätestens bis November 2026 soll der Prozess komplett durch sein. Wer auf PlayStation oder Xbox gekauft hat, bekommt die Rückerstattung über den jeweiligen Plattform-Store abgewickelt – hier kann es sein, dass Riot Spieler direkt kontaktiert, um Zahlungsdetails zu bestätigen.

    Nahaufnahme einer Kämpferin aus 2XKO mit magischem Energieeffekt
    Bildquelle: PC Gamer / Riot Games

    Was bedeutet das Aus für die Fighting-Game-Szene?

    Für die Fighting-Game-Community ist das ein herber Dämpfer. 2XKO galt als eines der ambitioniertesten neuen Projekte im Genre der letzten Jahre – ein Free-to-Play-Titel mit dem finanziellen Rückhalt eines Riot-Games-Budgets, der frischen Wind in eine Szene bringen sollte, die traditionell von wenigen großen Marken wie Street Fighter oder Tekken dominiert wird. Live-Service-Spiele, die trotz solider Qualität und namhaftem Publisher eingestellt oder stark zurückgefahren werden, sind in den letzten Jahren keine Seltenheit mehr – die Messlatte für dauerhaften kommerziellen Erfolg liegt in einem übersättigten Markt inzwischen extrem hoch. Aus unserer Sicht zeigt der Fall 2XKO vor allem eines: Selbst ein Publisher mit den Ressourcen von Riot Games ist nicht bereit, ein Spiel über Jahre querzufinanzieren, wenn die Engagement-Zahlen nicht mitziehen. Für die verbleibende Community bedeutet das: Der Support läuft aus, aber wer 2XKO mag, kann zumindest weiterspielen, solange die Server online bleiben.

    Quelle: Riot Games, PC Gamer, IGN

    Was denkt ihr über das Aus für 2XKO? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!