Über 25 Jahre und mehr als 1.200 Folgen hat sich Ash Ketchum um praktisch jedes seiner Pokémon gekümmert, egal wie kurz die gemeinsame Zeit war. Nur bei einem einzigen Weggefährten macht die Serie bis heute eine auffällige Ausnahme: Rasaff, das Ash schon ganz am Anfang seiner Reise zurückliess – und danach so gut wie nie wieder auftauchte.
Wie alles begann: Ein wildes Menki und ein Kampfturnier
Die Geschichte startet noch in der Kanto-Region, als Ash ein wildes Menki fängt. Nach einem harten Kampf entwickelt es sich zum aggressiven Rasaff. Kurz darauf trifft die Gruppe auf Anthony, einen Trainer, der sich auf Kampf-Pokémon spezialisiert hat und gerade für das renommierte P1-Turnier trainiert.
Warum Ash sein Pokémon zurückliess
Anthony bietet an, Rasaff intensiv weiterzutrainieren, damit es eine echte Chance auf den P1-Champion-Titel bekommt. Ash lässt sich überzeugen und übergibt sein Pokémon – obwohl diesem der Abschied sichtlich schwerfällt. Anders als bei Butterfree oder Pidgeot, wo die Serie den Abschied als bewussten emotionalen Moment inszeniert, wirkt Rasaffs Weggang deutlich beiläufiger.
Was seitdem geschah – und was eben nicht
Anders als andere abgegebene Pokémon von Ash bekam Rasaff nie ein echtes Wiedersehen spendiert. Der einzige bekannte Auftritt danach ist eine Sekunden lange Rückblende in einer viel späteren Folge, mehr nicht – keine Rückkehr, kein Kampf, kein Abschlussmoment. Für eine Serie, die sonst sehr genau Buch über Ashs frühere Weggefährten führt, ist das ungewöhnlich. Aus unserer Sicht zeigt gerade dieser Fall, wie unterschiedlich die Autoren über die Jahrzehnte mit Ashs Team umgegangen sind: Manche Pokémon wie Pikachu oder Charizard bekamen ganze Story-Bögen, andere verschwanden nach einem einzigen Kampf komplett aus dem Blick. Rasaff ist damit so etwas wie das vergessene Kapitel in Ashs sonst so sorgfältig erzählter Reise.

Quelle: GamePro
Erinnert ihr euch noch an Rasaff? Schreibt uns, welches Ash-Pokémon ihr am meisten vermisst habt!
