Tag: Anti-Cheat

  • Modern Warfare 4: Server Culling soll Wallhacks den Garaus machen

    Modern Warfare 4: Server Culling soll Wallhacks den Garaus machen

    Wallhacks nerven Call-of-Duty-Spieler seit Jahren. Mit Call of Duty: Modern Warfare 4 will Activision dem Problem an der Wurzel begegnen. In einem neuen Video auf den offiziellen Social-Media-Kanälen stellen Activision und Infinity Ward das System „Server Culling” vor. Modern Warfare 4 erscheint am 23. Oktober 2026 für PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S und Nintendo Switch 2.

    Wie funktioniert Server Culling in Modern Warfare 4?

    Bisher teilen Server die Position aller Spieler mit den Clients, auch wenn ein Gegner hinter einer Wand steckt. Genau diese Information lesen Wallhacks aus und blenden sie ein. Beim Server Culling baut Infinity Ward sogenannte Occlusion-Layer in die Karten ein. Der Server schickt dann nur noch Daten über Gegner, die du auch sehen kannst.

    • Verdeckte Gegner werden dem Client gar nicht erst gemeldet.
    • Das System deckt alle Multiplayer-Karten zum Launch ab.
    • Auch DMZ, der Modus Combat Outpost und Warzone sollen profitieren.
    • Es arbeitet zusätzlich zu den bestehenden Anti-Cheat-Maßnahmen auf allen Plattformen.

    Activisions Kernaussage: „Cheat-Software kann keine Informationen enthüllen, die sie nie erhält.”

    Was bringt das gegen Cheater wirklich?

    Gegen reine Wallhacks ist der Ansatz stark, weil er die Daten schon auf dem Server zurückhält. Aimbots und andere Cheats bleiben davon unberührt. Activision erwartet, dass das System den „Cheat-Markt stören” wird, kündigt aber ebenfalls an, nicht die Hände in den Schoß zu legen. Heißt: Das Katz-und-Maus-Spiel geht weiter.

    Die Entwickler haben zuletzt bereits an anderer Stelle nachgelegt. Wie sich Modern Warfare 4 auf dem PC schlägt, haben wir in unserem Überblick zu den PC-Systemanforderungen zusammengefasst.

    Was heißt das für dich als Spieler?

    Du musst nichts einstellen, das System läuft serverseitig. Aus unserer Sicht ist das ein sinnvoller Schritt, solange die Occlusion-Layer keine Nachteile wie späte Gegner-Einblendungen an Ecken verursachen. Ob das in der Praxis sauber klappt, zeigt sich erst nach dem Launch.

    Quelle: IGN

    Glaubt ihr, dass Server Culling Cheater stoppt? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Activision beziffert Cheating-Markt rund um Call of Duty auf 8,5 Milliarden Dollar

    Activision beziffert Cheating-Markt rund um Call of Duty auf 8,5 Milliarden Dollar

    Cheaten ist längst kein Nischenproblem mehr, sondern ein knallhartes Business. Activision hat jetzt eigene Zahlen veröffentlicht, und die haben es in sich: Das gesamte Cheating-Ökosystem rund um die eigenen Spiele soll jährlich rund 6,3 Milliarden Pfund umsetzen, umgerechnet etwa 8,5 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Das ist mehr, als viele einzelne AAA-Publisher im Jahr mit ihren gesamten Spielen einnehmen.

    Die Zahl bezieht sich nicht nur auf Call of Duty und Warzone im engeren Sinne, sondern auf ein ganzes Netzwerk rund um mehr als 15 Activision-Titel. Betroffen sind demnach unter anderem klassische Cheat-Abonnements, aber auch Account-Verkäufe, Boosting-Dienste und sogenanntes Spoofing, also Tricks, mit denen Spieler Bans umgehen oder ihre Identität verschleiern.

    Wie viel Geld steckt konkret im Cheat-Business?

    Laut den von Activision veröffentlichten Zahlen entfallen allein auf Cheat-Abonnements, also die klassischen kostenpflichtigen Software-Pakete für Aimbots, Wallhacks und Co., etwa 3,5 Milliarden Dollar pro Jahr. Der Rest der 8,5 Milliarden Dollar verteilt sich auf den Handel mit gehackten oder hochgerankten Accounts, bezahlte Boosting-Dienste, die Spieler künstlich in höhere Ranglisten-Stufen hieven, sowie Spoofing-Tools, mit denen sich gebannte Spieler neue Identitäten zulegen. Diese Summen macht Activision explizit publik, um zu zeigen, wie groß und professionell organisiert die Schattenwirtschaft rund um Call of Duty mittlerweile ist.

    Was bedeutet das für normale Warzone- und Call-of-Duty-Spieler?

    Für die breite Spielerbasis sind das keine abstrakten Zahlen. Ein Milliardenmarkt bedeutet volle Kriegskassen für Cheat-Entwickler, die sich technisch immer wieder neue Wege einfallen lassen, um Erkennungssysteme wie Ricochet Anti-Cheat auszutricksen. Das wirkt sich direkt auf Matchmaking-Qualität, das Vertrauen in Warzone-Ranglisten und die generelle Fairness in Gefechten aus. Wer schon mal gegen einen Gegner mit unnatürlichem Aim gespielt hat, weiß, wie frustrierend das ist, und genau solche Erlebnisse häufen sich, wenn der Cheat-Markt so professionell aufgestellt ist wie hier beschrieben.

    Gameplay-Szene aus der Kampagne von Call of Duty: Modern Warfare 4
    Bildquelle: Activision / Call of Duty: Modern Warfare 4

    Was tut Activision bisher gegen Cheater?

    Activision setzt seit 2021 auf das eigene Ricochet-Anti-Cheat-System, das inzwischen kernelnahen Schutz auf PC bietet und in Wellen zehntausende Accounts pro Bann-Runde sperrt. Trotzdem zeigen die neuen Zahlen: Die reine Bann-Politik reicht offenbar nicht aus, um den wirtschaftlichen Anreiz hinter dem Cheating zu brechen. Das ist auch der eigentliche Kern der Mitteilung, Activision argumentiert, dass es nicht mehr nur um einzelne Cheater geht, sondern um organisierte, kommerzielle Strukturen, die eher wie ein Schwarzmarkt funktionieren als wie ein paar Regelbrecher im Matchmaking.

    Andere große Publisher kämpfen mit ähnlichen Problemen und reagieren ähnlich hart. Erst kürzlich hat Riot Games in einer großen Vanguard-Bannwelle fast 300.000 Valorant-Accounts gesperrt, was zeigt: Das Problem ist branchenweit, nicht nur ein Call-of-Duty-Phänomen. Der Unterschied bei Activision ist die schiere Dimension, die jetzt in Dollar-Zahlen sichtbar gemacht wurde.

    Aus unserer Sicht ist die Offenlegung dieser Summen auch ein taktischer Schachzug. Activision dürfte damit zusätzlichen Druck aufbauen, um technische Partnerschaften, rechtliche Schritte gegen Cheat-Anbieter oder schärfere Plattform-Regeln zu rechtfertigen. Ob die Zahlen den Cheating-Alltag im nächsten Ranked-Match spürbar verbessern, bleibt aber erstmal offen. Bis dahin hilft nur eins: melden, was auffällig aussieht, und hoffen, dass Ricochet mit den nächsten Updates nachzieht.

    Quelle: Eurogamer

    Was haltet ihr von den Zahlen? Schreibt uns in den Kommentaren, wie oft ihr in Warzone auf Cheater trefft.

  • Activision stellt Call-of-Duty-Cheat-Anbieter Unterlassungserklärung persönlich zu

    Activision stellt Call-of-Duty-Cheat-Anbieter Unterlassungserklärung persönlich zu

    Activision geht im Kampf gegen Cheat-Anbieter jetzt auch offline in die Offensive. Ein bekannter Verkäufer von Call-of-Duty-Cheats bekam während der laufenden Modern-Warfare-4-Beta persönlichen Besuch – samt Kamera.

    Wen hat Activision besucht und warum?

    Getroffen hat es den unter dem Namen “Elocarry” bekannten Cheat-Anbieter in Ohio, USA. Ein Vertreter von Activision fuhr direkt zu dessen Wohnadresse, klingelte und übergab persönlich eine Unterlassungserklärung – das ganze Video, das der offizielle Call of Duty-X-Account veröffentlichte, wirkt fast wie eine Mini-Dokumentation. Der Mann an der Tür, dessen Gesicht unkenntlich gemacht wurde, wird knapp darauf hingewiesen, dass die Anwälte von Activision die Papiere geschickt haben und er sich an die genannte Kanzlei wenden solle.

    Wie geht Activision generell gegen Cheat-Anbieter vor?

    Der Besuch bei Elocarry ist kein Einzelfall, sondern Teil einer größer angelegten Kampagne: Nach eigenen Angaben hat Activision inzwischen mehr als 80 Unterlassungserklärungen verschickt, über 375 Reseller-Strukturen gestört und mehr als 30 Anbieter komplett vom Netz genommen. Damit setzt der Publisher sein hauseigenes Anti-Cheat-System Ricochet nicht nur technisch, sondern zunehmend auch juristisch und – wie in diesem Fall – ziemlich handfest durch.

    Für Spieler dürfte vor allem eines interessant sein: Elocarry hat als Reaktion den Verkauf seiner Call-of-Duty- und Warzone-Cheats pausiert, bietet über dieselbe Seite aber weiterhin Cheats für andere Titel wie Battlefield 6, Rust oder Apex Legends an. Wer aktuell in der Modern-Warfare-4-Beta unterwegs ist, sollte zumindest kurzfristig mit saubereren Lobbys rechnen – ein Dauerzustand ist das erfahrungsgemäß aber selten, da neue Anbieter meist schnell nachrücken.

    Wie umkämpft das Thema Cheating rund um den CoD-Start gerade ist, zeigte sich zuletzt auch beim zweiten Beta-Wochenende mit dem neuen Warzone-Modus auf der Zodiac-Karte, das ebenfalls unter genauer Beobachtung der Community stand.

    Quelle: PC Gamer

    Findet ihr die persönliche Zustellung fair oder übertrieben? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!