Tag: Comeback

  • The Simpsons: Hit & Run – Kommt das Kult-Spiel wirklich zurück?

    The Simpsons: Hit & Run – Kommt das Kult-Spiel wirklich zurück?

    Auf einem D23-Panel in Anaheim ist Simpsons-Schöpfer Matt Groening offenbar etwas herausgerutscht, das eigentlich noch nicht öffentlich sein sollte: Auf die Frage, ob The Simpsons: Hit & Run jemals zurückkehren könnte, antwortete er mit „Ich glaube, das Originalspiel kommt in irgendeiner Form zurück.“ Simpsons-Showrunner Matt Selman schaltete sich sofort ein und ergänzte trocken: „Oder auch nicht.“

    Szene aus dem Kult-Spiel The Simpsons: Hit and Run mit Homer Simpson im Auto
    Bildquelle: Nintendo Life

    Was genau hat Matt Groening bei D23 gesagt?

    Die Aussage fiel spontan während einer offenen Fragerunde und wirkte laut mehreren anwesenden Medien wie ein ungeplanter Insider-Verplapperer, kein geplantes Announcement. Groenings Formulierung „in irgendeiner Form“ lässt bewusst offen, ob es sich um ein originalgetreues Remaster, ein komplettes Remake oder ein völlig neues Spiel im Hit-&-Run-Stil handeln würde. Selmans sofortiges „Oder auch nicht“ sorgte dafür, dass am Ende mehr Verwirrung als Klarheit herrschte.

    Warum wird gerade jetzt wieder über ein Comeback spekuliert?

    Ganz aus dem Nichts kommt die Spekulation nicht: Bereits im März dieses Jahres hatte Selman in einem anderen Interview zu weiteren Hit-&-Run-Inhalten gesagt, man solle „niemals nie sagen“. The Simpsons: Hit & Run erschien ursprünglich 2003 für PS2, Xbox, GameCube und PC und gilt bis heute als eines der beliebtesten Lizenzspiele überhaupt – ein GTA-artiges Open-World-Spiel in Springfield, das von Fans seit Jahren per Petition und Fan-Remakes am Leben gehalten wird, obwohl es offiziell nie eine Fortsetzung oder ein Remaster bekam. Genau diese Fan-Treue dürfte mit ein Grund sein, warum selbst eine derart vage Andeutung sofort für Schlagzeilen sorgt.

    Aus unserer Sicht ist bei solchen D23-Aussagen ohnehin Vorsicht geboten: Kreativköpfe wie Groening sprechen auf solchen Panels oft aus dem Bauch heraus, offizielle Ankündigungen laufen bei Disney und den Simpsons-Machern normalerweise über separate, sorgfältig geplante Pressemitteilungen. Bis es eine solche gibt, bleibt es bei einer Hoffnung – wenn auch einer sehr begründeten.

    Quelle: Nintendo Life, IGN

    Würdet ihr euch über ein Remake von Hit & Run freuen, oder soll das Original einfach unangetastet bleiben? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren!

  • Vom virtuellen Schlachtfeld ins Gaming-Rampenlicht: Der Weg der Wrecking Crew zu Scene Gamers

    Vom virtuellen Schlachtfeld ins Gaming-Rampenlicht: Der Weg der Wrecking Crew zu Scene Gamers

    Die deutsche Gaming- und E-Sports-Szene der frühen 2000er Jahre war ein Biotop aus enthusiastischen Spielern, dicht vernetzten Foren und leidenschaftlichen Clans. In dieser Blütezeit der Multiplayer-Shooter, insbesondere auf den riesigen Servern von Battlefield 2, nahm eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte ihren Anfang: Die Evolution des Clans Wrecking Crew hin zum professionellen Spielemagazin Scene Gamers – eine Reise, die maßgeblich durch starken Community-Zusammenhalt, exzellente Branchenkontakte und schließlich durch die Übernahme von Nitrado geprägt wurde.

    Der Entstehungsprozess: Wie aus Taktik-Besprechungen ein Magazin wurde

    Die Wrecking Crew war in der Battlefield 2-Ära weit mehr als nur ein gewöhnlicher Clan, der sich auf den virtuellen Schlachtfeldern maß. Schon früh zeigte sich innerhalb der Truppe eine ausgeprägte Affinität für Struktur, Organisation und Content-Kreation. Die claninterne Website, ursprünglich für Match-Reports, Taktik-Guides und Foren-Diskussionen gedacht, zog zunehmend auch Spieler außerhalb der eigenen Reihen an.

    Als Battlefield 2 in die Jahre kam, stand das Team vor einer wegweisenden Entscheidung. Anstatt den Clan langsam auflösen zu lassen, nutzte man die bereits vorhandene redaktionelle Infrastruktur für einen kompletten Neustart. Aus den Administratoren, News-Schreibern und Foren-Moderatoren des Clans bildete sich eine waschechte Redaktion. Die Marke Wrecking Crew trat in den Hintergrund, und Scene Gamers war geboren.

    Dieser Übergang funktionierte vor allem deshalb so nahtlos, weil die Macher exakt wussten, was die Basis lesen wollte. Die starke Verankerung in der Battlefield-Szene erwies sich als größter Trumpf: Viele ambitionierte Menschen aus der Community unterstützten das ambitionierte Projekt und seinen Gründer und CEO Sascha Siska in dieser kritischen Anfangsphase massiv. Von Gastbeiträgen über Foren-Moderation bis hin zu Server-Administrationen packte das Umfeld tatkräftig mit an, um Scene Gamers auf die Beine zu helfen.

    Die EA-Connection und die Rolle von Andreas Koch

    Ein Meilenstein in der Geschichte von Scene Gamers war der extrem enge und vertrauensvolle Kontakt zu Electronic Arts (EA), dem Publisher der Battlefield-Serie. Während viele unabhängige Portale Mühe hatten, an Entwickler oder Publisher heranzukommen, profitierte Scene Gamers von den tiefen Wurzeln, die man über die Jahre in der Szene geschlagen hatte.

    Eine absolute Schlüsselfigur in dieser Phase war Andreas Koch (in der Szene auch unter seinen Pseudonymen “gamm4” oder “Gamma” bekannt). Koch war über viele Jahre hinweg als deutscher Battlefield Community Manager für EA tätig. Er fungierte als direktes Bindeglied zwischen dem Publisher und den leidenschaftlichen Fans.

    Durch diesen direkten Draht zu Andreas Koch und EA konnten Projekte und Kooperationen auf die Beine gestellt werden, die für ein Magazin dieser Größe außergewöhnlich waren. Ein herausragendes Beispiel hierfür waren die von EA veranstalteten “Battlefield Nights“. In diesen großen Livestream-Events, die sich voll und ganz der Community widmeten, trat Sascha Siska als CEO von Scene Gamers auf, um über Events, die Battlefield-Community und Verlosungen zu sprechen. Solche hochkarätigen Auftritte verliehen dem Magazin enorme Glaubwürdigkeit und wertvolle Reichweite.

    Wachstum, Professionalisierung und die Nitrado-Ära

    Mit der starken Rückendeckung der Community und exzellenten Beziehungen zur Spieleindustrie wuchs Scene Gamers im Laufe der 2010er Jahre rasant. Das Portfolio erweiterte sich: Neben News und Reviews zu großen Blockbustern traten aufwendige Hardware-Tests, Messe-Berichterstattungen (etwa von der Gamescom) und ein eigener YouTube-Kanal, der zehntausende Aufrufe generierte.

    Parallel zu diesem redaktionellen Aufstieg festigte sich eine weitere essenzielle Partnerschaft: Die Zusammenarbeit mit Nitrado, einem der weltweit führenden Anbieter für Gameserver. Nitrado fungierte zunächst als verlässlicher Sponsor, der Scene Gamers mit der nötigen Server-Infrastruktur (insbesondere für Battlefield 3 und Battlefield 4) ausstattete und im Gegenzug als fester Partner auf der Website und in den Videos des Magazins präsentiert wurde.

    Wie eng die Netzwerke in dieser Zeit verwoben waren, zeigt eine spannende Personalie: Andreas Koch, der Scene Gamers als EA Community Manager jahrelang begleitet hatte, wechselte 2015 als Lead Community Manager zu Nitrado.

    Der logische Schlusspunkt: Die Fusion

    Die Symbiose aus Server-Hosting und Community-Reichweite erwies sich als so fruchtbar, dass die Geschichte schließlich in einer strategischen Fusion mündete. Nitrado, zu diesem Zeitpunkt stark auf Expansionskurs, suchte nach Wegen, nicht nur Infrastruktur bereitzustellen, sondern den direkten Kontakt zur Gamer-Basis durch eigene redaktionelle Plattformen zu stärken.

    Für Scene Gamers bedeutete dies finanzielle Sicherheit, hochprofessionelle technische Ressourcen und die Möglichkeit, redaktionell den nächsten Schritt zu gehen. Für Nitrado war es der Gewinn eines etablierten Sprachrohrs direkt in die Herzen der Spielerschaft.

    Fazit

    Der Weg der Wrecking Crew zu Scene Gamers ist ein beeindruckendes Zeugnis dafür, was durch pure Leidenschaft und echten Community-Zusammenhalt erreicht werden kann. Ohne die tatkräftige Unterstützung der treuen Battlefield-Spieler und die offene, auf Augenhöhe stattfindende Zusammenarbeit mit Branchengrößen wie EA und Andreas Koch wäre diese Transformation wohl nie gelungen. Am Ende stand ein Magazin, das seinen Ursprung auf den staubigen Maps von Battlefield 2 hatte und zu einem so wertvollen Asset heranwuchs, dass es schließlich Teil eines global agierenden Server-Giganten wurde.