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  • Bungie kündigt Kurswechsel an: Marathon wird spürbar Destiny-ähnlicher

    Bungie kündigt Kurswechsel an: Marathon wird spürbar Destiny-ähnlicher

    Bungie schlägt bei Marathon ein neues Kapitel auf. Unter dem Titel „The Future of Marathon” hat der Entwickler angekündigt, seinen Extraction-Shooter spürbar zugänglicher und damit näher an die eigene Paradedisziplin Destiny heranzuführen. Den Auftakt macht im Dezember das Update „Symbiosis” – der erste von mehreren Schritten, mit denen Bungie das seit dem Launch schwächelnde Spiel wieder auf Kurs bringen will.

    Was bringt das Symbiosis-Update für Marathon im Dezember?

    Symbiosis erscheint am 8. Dezember 2026 und bringt laut Bungie den bislang größten Umbau seit Release. Kernstück ist Marathons erster dauerhafter PvE-Modus, der Spielern erstmals eine Alternative zum reinen PvPvE-Loop bietet. Dazu kommt mit „Bishop” eine neue Shell – ein auf Tempo und Nahkampf ausgelegter Roboter-Samurai. Die Zone Perimeter wird optisch und inhaltlich überarbeitet, inklusive eines neuen Pilzökosystems, zusätzlicher Sehenswürdigkeiten und eines Bosskampfs gegen die sogenannte „Tick Queen”. Hinzu kommen ein neuer, CyAc-gesponserter Sozialraum mit Schießstand, ein experimenteller Team-Deathmatch-Modus sowie ein überarbeitetes Einsteiger-Tutorial. Bungie löst damit auch den bisherigen starren Saison-Rhythmus auf: Statt fixer Termine sollen künftige große Updates erst dann erscheinen, wenn sie wirklich fertig sind. Nach dem „Nightfall Refresh” im Oktober und Symbiosis im Dezember soll im März 2027 mit „Fusion” ein drittes großes Update PvE, PvP und PvEvP stärker verzahnen. Details liefert der offizielle Bungie-Beitrag „Marathon Development Update – Nightfall Refresh and Symbiosis”.

    Spielszene aus dem Symbiosis-Update von Marathon mit dem Bosskampf gegen die Tick Queen
    Der neue Bosskampf gegen die „Tick Queen” ist Teil der überarbeiteten Zone Perimeter im Symbiosis-Update. Bildquelle: Bungie (bungie.net)
    Der überarbeitete Sunken Reservoir im Perimeter-Gebiet von Marathon nach dem Symbiosis-Update
    Auch der „Sunken Reservoir” im Perimeter-Gebiet bekommt mit Symbiosis ein neues Pilzökosystem spendiert. Bildquelle: Bungie (bungie.net)

    Warum steuert Bungie bei Marathon jetzt Richtung Destiny?

    Der Kurswechsel kommt nicht überraschend. Marathon startete am 5. März 2026 mit einem Steam-Rekord von rund 88.337 gleichzeitigen Spielern, verlor seither aber massiv an Zuspruch: Bis zum 24. September 2026 war der 24-Stunden-Spitzenwert auf nur noch rund 3.000 Spieler gefallen, ein Rückgang von etwa 96,5 Prozent. Schon während der „Server Slam”-Beta im Februar hatten viele Fans das Spiel als zu hart und frustrierend empfunden – auf Reddit war früh von einem „strafenden” Spielgefühl die Rede, während Steam-Reviews zumindest das Gunplay lobten. Bungie selbst räumt die Probleme inzwischen offen ein: Man habe erkannt, dass das Spiel „ziemlich nischig” geraten sei und vor allem „sweaty” PvP-Spieler anspreche, wie es im offiziellen Ankündigungsvideo „The Future of Marathon” heißt. Für viele Neueinsteiger sei der eigene Tod oft der einzige Lernschritt gewesen, den das Spiel geboten habe. Verschärft wird die Lage durch den wirtschaftlichen Druck bei Bungie: Erst im Juli 2026 strich Sony rund 292 Stellen am Bungie-Standort Bellevue, betroffen waren vor allem das Destiny-Team, aber auch Teile des Marathon-Teams. Der Kurswechsel ist also auch ein Versuch, ein wirtschaftlich angeschlagenes Projekt langfristig überlebensfähig zu machen.

    Wer steht eigentlich hinter dem neuen Marathon-Kurs?

    Ein Detail lohnt sich klarzustellen: Die vieldiskutierte Aussage „We all thought we were bringing extraction to the masses, and we didn’t” stammt nicht von Joe Ziegler, sondern von Kevin Yanes, Senior Design Lead bei Marathon. Ziegler, der das Spiel jahrelang als Game Director geprägt hatte, verließ Bungie bereits im Juli 2026 – vier Monate nach dem Launch und im selben Zeitraum wie die Sony-Sparrunde. Die Leitung von Marathon liegt seither bei Del Chafe III, der zuvor als Assistant Game Director tätig war, unterstützt von Creative Director Julia Nardin. Beide erklären den jetzigen Umbau ausdrücklich zur Chefsache und stehen im aktuellen Vidoc persönlich vor der Kamera.

    Für Marathon-Spieler bedeutet das konkret: Wer bislang am hohen Einstiegsdruck und der reinen PvPvE-Ausrichtung verzweifelt ist, bekommt ab Dezember mit dem dauerhaften PvE-Modus, dem Team-Deathmatch und dem entschärften Tutorial erstmals echte Alternativen, ohne gleich ins volle Risiko eines Extraction-Runs gehen zu müssen. Ob das reicht, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, dürfte sich erst zeigen, wenn Symbiosis tatsächlich live ist. Bewegung gibt es derzeit ohnehin im ganzen Genre, etwa auch bei der Konkurrenz: Im Frozen-Trail-Update von Arc Raiders setzen die Entwickler zuletzt ebenfalls auf mehr Inhalte und Komfort für Einsteiger.

    Quelle: PC Gamer

    Habt ihr Marathon seit dem Release noch gespielt oder wartet ihr erst auf Symbiosis im Dezember? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Bungie holt alte Destiny-2-Inhalte zurück: Notfall-Entscheidung nach Marathon-Flop

    Bungie holt alte Destiny-2-Inhalte zurück: Notfall-Entscheidung nach Marathon-Flop

    Bungie zieht die Notbremse: Das Studio hinter Destiny 2 hat angekündigt, zahlreiche einst aus dem Spiel entfernte Kampagnen, Schauplätze und Raids zurückzuholen. Intern wird der Schritt als dringend notwendige, geradezu studio-rettende Entscheidung beschrieben – ausgelöst durch den deutlichen Flop des neuen Shooters Marathon, dessen geplante Updates allein offenbar nicht gereicht hätten, um Bungie wirtschaftlich zu stabilisieren.

    In einem gemeinsamen Statement auf der offiziellen Bungie-Website räumen Studio-Chef Poria Torkan und Produktchef Josh Deane offen ein, in den vergangenen Jahren das Vertrauen der Spielerschaft verspielt zu haben. Die Formulierung “We intend to earn back your trust” macht deutlich, wie ernst man die Kritik der Community inzwischen nimmt.

    Welche Destiny-2-Inhalte holt Bungie aus dem Vault zurück?

    Konkret sollen die Kampagnen Red War, Curse of Osiris, Warmind und Forsaken sowie die Schauplätze Io, Titan, Merkur und Mars wieder spielbar werden. Bei den Raids stehen Leviathan, Eater of Worlds, Spire of Stars, Scourge of the Past und Crown of Sorrow auf der Liste. Ein festes Datum nennt Bungie bislang nicht – jeder Inhalt müsse erst technisch und spielerisch auf den aktuellen Stand von Destiny 2 gebracht werden, etwa bei Beleuchtung, Gegnerverhalten und Encounter-Design.

    Warum war der Marathon-Flop der Auslöser für die Rettungsaktion?

    Marathon war im März 2026 mit ordentlicher Kritik gestartet, verlor seine Spielerbasis aber rasant: Bis August sollen die gleichzeitig aktiven Nutzerzahlen um rund 96 Prozent eingebrochen sein, teils lag die Zahl gleichzeitiger Spieler unter 1.000. Sony soll deswegen eine Abschreibung in dreistelliger Millionenhöhe verbucht haben, zuvor hatte Bungie bereits rund 290 Stellen gestrichen. Parallel lag die Destiny-2-Entwicklung nach dem letzten großen Update “Monument of Triumph” im Juni faktisch auf Eis. Mit den geplanten Marathon-Updates allein, so die interne Einschätzung, wäre das Studio nicht zu retten gewesen – weshalb man sich nun wieder voll auf das verlässliche Zugpferd Destiny besinnt.

    Für die Einordnung lohnt ein Blick zurück: Die sogenannte Destiny Content Vault wurde mit der Erweiterung Beyond Light im November 2020 eingeführt, um Speicherplatz auf älterer Hardware freizuschaufeln und Updates technisch handhabbar zu halten. Für viele Fans fühlte sich das damals wie ein Verlust bezahlter Inhalte an und sorgte für anhaltenden Unmut. Dass Bungie diesen Schritt nun nach knapp sechs Jahren zurücknimmt, ist im Live-Service-Geschäft ungewöhnlich und zeigt, wie sehr der Marathon-Rückschlag die Prioritäten im Haus verschoben hat. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das mittelfristig mehr Umfang und nostalgische Rückkehrer, für Bungie selbst aber auch das Eingeständnis, dass die Zukunft des Studios wieder stärker an Destiny hängt als geplant, während Marathon als reines Extraction-Konzept offenbar überarbeitet und zu einer tieferen Survival-Erfahrung ausgebaut werden soll.

    Quelle: PC Gamer, VGC, Eurogamer

    Welche vaultete Karte oder welchen Raid wünscht ihr euch als Erstes zurück? Schreibt es uns in die Kommentare!