DMZ ist in Call of Duty: Modern Warfare 4 erst seit einem Tag spielbar, und schon sorgt ein Operator-Trait für Diskussionen: „Possum“. Die Community nennt ihn überpowert. Wir erklären, was er kann und wie du dich gegen ihn wappnest.

Wie funktioniert der Possum-Trait in DMZ?
Possum gehört zum Warfighter-Skilltree. Er greift erst nach dem vollständigen Tod: Du liegst als ganz normale, lootbare Leiche am Boden und stehst später wieder auf. Das ist etwas anderes als das Selbstrevive im DBNO-Zustand (down but not out), das jeder Spieler schon ab Level 1 nutzen kann.
Lange freischalten musst du ihn nicht. Wer im Skilltree direkt darauf zusteuert, hat ihn laut PC Gamer in einer Handvoll Matches beisammen. Ein paar Dinge bremsen den Trait aber:
- Das Selbstrevive läuft nicht schnell ab.
- Danach brauchst du noch ein Tourniquet, um aus dem DBNO-Zustand wieder hochzukommen.
- In beiden Phasen bist du angreifbar, wenn jemand aufpasst.
Gedacht ist der Trait wohl als Versicherung: Du stellst dich tot, wartest, bis deine Leiche gefleddert ist und die Gegner weg sind, und kommst mit deinem Operator davon. Du verlierst dabei Ausrüstung, rettest aber den Operator, der sich nur teuer ersetzen lässt. Call-of-Duty-YouTuber JGOD hat genau das gezeigt: etwa drei Minuten warten, bis die Gegner abgezogen sind, dann Loot einsammeln und extracten. Mehr zu Traits, MIA und Prestige findest du in unserem DMZ-Operator-Guide.
Warum nennt die Community Possum kaputt?
Auslöser ist ein Clip des Spielers xFleXy_ auf X vom 20. Oktober. Er tötet einen Gegner, dreht sich zu weiteren Feinden um, und der vermeintlich Tote steht auf und schießt ihm in den Rücken. Der Spieler fragt dazu direkt bei Infinity Ward und Call of Duty nach.
Genau so war der Trait vermutlich nicht gedacht: nicht als Comeback mitten im Kampf, sondern als stilles Abwarten. Eine Reaktion von Infinity Ward gibt es bislang nicht.
Wie konterst du Possum in DMZ?
Aus dem Gesagten ergeben sich ein paar Grundregeln:
- Dreh einer frisch erledigten Leiche nicht blind den Rücken zu, solange andere Feinde in der Nähe sind.
- Achte auf deine Umgebung. Das Selbstrevive dauert, und danach braucht der Gegner noch ein Tourniquet. In dieser Zeit kannst du ihn erneut ausschalten.
- Bleib in der Nähe, wenn du den Verdacht hast, dass der Gegner den Trait nutzt, und beobachte die Leiche.
Wer selbst Possum spielt, sollte es wie JGOD machen: erst warten, bis die Gegner wirklich weg sind, dann aufstehen.
Was schlägt PC Gamer zur Entschärfung vor?
Autor Morgan Park hält Possum grundsätzlich für eine gute Idee in DMZ, weil der Modus weniger strafend sein soll als andere Extraction Shooter. Das Problem sei die Umsetzung. Seine Vorschläge: mehr Geräusch beim Aufstehen, eine lange Wartezeit von fünf bis zehn Minuten oder die Möglichkeit, Leichen zu verbrennen. Letzteres kennt man aus Hunt: Showdown, wo der Necromancer-Trait ähnlich funktioniert und Gegner den Körper anzünden können. Das ist die Meinung des Autors, keine Ankündigung.
Aus unserer Sicht wäre ein Konter wie in Hunt: Showdown der fairste Weg. Der Killer bekommt ein Werkzeug in die Hand, und der Trait bleibt als Risiko-Absicherung erhalten. Ob Infinity Ward etwas ändert, bleibt abzuwarten. Bis dahin gilt: Augen auf bei jeder Leiche. Wie du in DMZ überhaupt einsteigst, erfährst du in unserem Überblick, was DMZ kostet und wer Zugang hat. Der Launch von Modern Warfare 4 folgt am 23. Oktober 2026, DMZ lässt sich bereits spielen.
Quelle: PC Gamer
Hast du Possum schon ausprobiert oder wurdest du von einer Leiche erwischt? Schreib es in die Kommentare!















