Tag: Electronic Arts

  • EA schließt BioWare: Mass Effect gestrichen, DICE und Respawn sollen zusammenarbeiten

    EA schließt BioWare: Mass Effect gestrichen, DICE und Respawn sollen zusammenarbeiten

    Das war’s mit BioWare. Electronic Arts hat das legendäre RPG-Studio am 21. Oktober dichtgemacht, das nächste Mass Effect ist gestrichen. Gleichzeitig kündigt EA mehr Battlefield an und will DICE und Respawn zusammenspannen. Für uns Shooter-Fans ist das der spannendste Teil der Nachricht.

    Collage mit Figuren aus BioWare-Spielen: ein Sith-Krieger mit Lichtschwert, Commander Shepard in N7-Rüstung und Morrigan aus Dragon Age
    Bildquelle: PC Gamer (https://www.pcgamer.com/gaming-industry/rip-bioware-ea-has-shut-down-the-legendary-rpg-developer/)

    Was hat EA zur Schließung von BioWare gesagt?

    Die Nachricht kam per E-Mail an die Belegschaft, unterschrieben von Cam Weber (Chief Studios Officer) und COO David Tinson. Zu BioWare heißt es sinngemäß: Ein kleines Team habe an der frühen Entwicklung von Mass Effect gearbeitet. EA habe entschieden, das nicht weiterzuverfolgen. Damit werde das Studio samt Standort in Edmonton geschlossen. EA nennt BioWare dabei ein legendäres Studio, das das Rollenspiel-Genre mitgeprägt habe.

    Parallel dazu fallen laut Bloomberg rund 400 Stellen im ganzen Konzern weg. Laut Kotaku betraf das bei BioWare etwa 50 Leute, also rund 12,5 Prozent der Entlassungen. Als Begründung nennt EA, man wolle zu manchem “Nein” sagen, um die größten Chancen mit voller Kraft zu verfolgen.

    BioWare wurde 1995 gegründet und 2007 von EA gekauft. Die Mass-Effect-Trilogie und die ersten Dragon-Age-Spiele machten es zur RPG-Größe. Danach ging es bergab: Andromeda kam 2017 schlechter an, das Live-Service-Experiment Anthem floppte und die Server sind in diesem Jahr abgeschaltet worden. Dragon Age: The Veilguard (2024) “underperformed” laut EA.

    Was bedeutet der EA-Umbau für Battlefield?

    Hier wird es für uns interessant. In EAs Plan stehen bei den Shootern zwei Punkte: “More Battlefield, more Apex Legends” und die Ansage, Respawn und DICE für ein künftiges Projekt zusammenzubringen. Mehr Battlefield heißt: Die Marke gehört zu den Dingen, auf die EA setzen will. Wie das konkret aussieht, verrät das Schreiben nicht. Reaktionen von DICE oder den Battlefield Studios gibt es bisher nicht.

    Zum Gemeinschaftsprojekt nennt EA keinen Namen. Kotaku schreibt allerdings, es handle sich reportedly um ein neues Star Wars Battlefront 3. Das wäre ein Gerücht und keine Bestätigung. Wir hatten bereits über das Gerücht zu Star Wars Battlefront 3 mit DICE und Respawn berichtet. Neu ist, dass EA die Zusammenarbeit der beiden Studios jetzt offiziell bestätigt, wenn auch ohne Titel.

    Illustration einer Guillotine vor dem roten EA-Logo als Sinnbild für die Kürzungen bei Electronic Arts
    Bildquelle: Kotaku (https://kotaku.com/here-are-the-games-ea-says-it-will-still-make-amid-cancelations-and-400-layoffs-were-the-number-one-publisher-in-western-hd-gaming-2000748390)

    Welche Spiele macht EA künftig noch?

    • Shooter: mehr Battlefield und Apex Legends, dazu das gemeinsame Projekt von DICE und Respawn
    • Action-Adventure: Marvel’s Iron Man und das dritte Star Wars Jedi laufen weiter, darüber hinaus will EA sich auf weniger große Projekte gleichzeitig konzentrieren
    • Sport: EA Sports FC, der Football-Titel “Project Gridiron” und die Rückkehr von Fight Night
    • Sims: “Project Lotus” ist pausiert, Maxis arbeitet laut Kotaku stattdessen an “Project Evergreen”
    • Skate: Das Team bei Full Circle wird verkleinert

    Warum passiert das gerade jetzt?

    EA gehört seit August einem Konsortium aus dem saudischen Staatsfonds PIF sowie Silver Lake und Affinity Partners. Der Deal hatte ein Volumen von 55 Milliarden US-Dollar. PC Gamer verweist auf 20 Milliarden Dollar Schulden, die das Unternehmen dadurch schultern muss. Kotaku erinnert an die Berichte, EA habe Geldgebern jährlich 700 Millionen Dollar Einsparungen versprochen.

    Aus unserer Sicht ist die Botschaft für Battlefield-Fans zweischneidig. Die Marke ist offenbar sicher, und ein Studio-Zusammenspiel von DICE und Respawn klingt nach frischem Wind. Gleichzeitig zeigt der Fall BioWare, dass bei EA gerade alles auf dem Prüfstand steht. Auch Battlefield wird sich an Erwartungen messen lassen müssen. Wie es aktuell um den Shooter steht, siehst du in unserem Bericht zur Season 5 von Battlefield 6.

    Quelle: PC Gamer, PC Gamer, Kotaku

    Was erhoffst du dir vom gemeinsamen Projekt von DICE und Respawn? Schreib es in die Kommentare!

  • EA Sports FC 27: Companion-App startet heute – Release-Uhrzeit und alle Infos

    EA Sports FC 27: Companion-App startet heute – Release-Uhrzeit und alle Infos

    Noch bevor EA Sports FC 27 überhaupt spielbar ist, können Fans schon mit dem Aufbau ihres Ultimate Teams beginnen. Heute geht die Companion-App fürs Smartphone live, nachdem die browserbasierte Web-App bereits gestern gestartet ist.

    Wann startet die EA Sports FC 27 Companion-App genau?

    Die Companion-App wird heute um 17 Uhr UTC freigeschaltet, das entspricht 19 Uhr deutscher Zeit. Die Web-App lief bereits seit gestern, ebenfalls ab 17 Uhr UTC. Beide Anwendungen sind bewusst so getimt, dass sie kurz vor dem Start des Early Access von EA Sports FC 27 am 18. September online sind.

    Was kann man in der Companion- und Web-App überhaupt schon machen?

    • Auf dem Transfermarkt handeln: Spieler kaufen und verkaufen und so schon vor dem ersten Match ein Münzpolster aufbauen
    • Starter-Packs öffnen und Belohnungen für wiederkehrende Spieler abholen
    • Das eigene Ultimate Team von unterwegs verwalten, ganz ohne Konsole oder PC
    • Die Web-App läuft komplett im Browser, ein Download ist dafür nicht nötig

    Wer allerdings auf Squad Building Challenges hofft, muss sich noch gedulden: SBCs sind zum Start weder in der Web- noch in der Companion-App verfügbar und sollen erst im Laufe der ersten Season nachgereicht werden.

    Aus unserer Sicht ist dieser Vorlauf für die Community bares Geld wert: Wer die App-Zeit clever nutzt, kann sich schon einen ordentlichen Münzvorsprung erspielen, bevor am 18. September der eigentliche Early Access beginnt und der Rest der Spielerschaft erst einsteigt. Gerade im Ultimate-Team-Modus, wo ein guter Start auf dem Transfermarkt oft über die ersten Wochen entscheidet, ist das ein spürbarer Vorteil.

    Die EA Sports FC 27 Web- und Companion-App mit Transfermarkt-Ansicht auf Desktop, Tablet und Smartphone
    Bildquelle: EA Sports, offizielles Pressematerial

    Quelle: GamePro

    Schon in die App reingeschaut? Verrate uns in den Kommentaren, wen du dir zuerst auf den Transfermarkt geholt hast!

  • Battlefield REDSEC: Competitive Season 4 startet mit 150.000 Dollar Preisgeld

    Battlefield REDSEC: Competitive Season 4 startet mit 150.000 Dollar Preisgeld

    Battlefield REDSEC bekommt seine erste richtige Wettkampf-Saison. EA hat angekündigt, dass der kostenlose Battle-Royale-Ableger von Battlefield 6 ab dem 19. September in den Competitive-Modus startet. Den Auftakt machen sogenannte Cash Cups mit einem Gesamtpreisgeld von 150.000 US-Dollar – und das ist erst der Anfang einer längeren Saisonstruktur.

    Wann startet die Competitive Season von Battlefield REDSEC?

    Die Cash Cups laufen vom 19. September bis zum 10. Oktober 2026. In diesem Zeitraum treten Spieler und Teams in drei Regionen gegeneinander an, um sich Anteile am Preisgeld zu sichern. Danach geht es nahtlos in die nächste Phase der Saison über.

    • Drei parallele Cash-Cup-Reihen für die Regionen APAC, EMEA und Americas
    • Je Region liegt ein Preisgeld von 50.000 US-Dollar bereit – macht insgesamt 150.000 US-Dollar
    • Turnierzeitraum: 19. September bis 10. Oktober 2026
    • Im Anschluss folgen eine Elite Series für die stärksten Teams und eine offenere Open Series für den breiteren Unterbau
    • Zusätzlich kommt mit “Rapid Royale” ein neuer, schnellerer Spielmodus in die Rotation

    Was ist Battlefield REDSEC überhaupt?

    REDSEC ist der eigenständige, free-to-play Battle-Royale-Modus im Battlefield-6-Universum und läuft technisch getrennt vom Hauptspiel, teilt sich aber Waffen, Fahrzeuge und die Zerstörungs-Engine mit der Kernserie. Seit dem Start hat EA den Modus kontinuierlich mit neuen Karten, Inhalten und jetzt eben auch einem eigenen Esport-Unterbau erweitert.

    Was bedeutet das für Battlefield-Spieler?

    Wer mitspielen will, braucht keinen Kauf des Hauptspiels – REDSEC ist komplett kostenlos zugänglich. Anmeldedetails zu den Cash Cups sollen über die offiziellen REDSEC-Kanäle veröffentlicht werden. Für die breite Community heißt das vor allem: Wer bislang nur gelegentlich reingeschaut hat, bekommt ab jetzt einen echten Grund, sich mit dem kompetitiven Ranking auseinanderzusetzen, da die Ergebnisse der Cash Cups direkt über die Qualifikation für die spätere Elite Series entscheiden dürften.

    Aus unserer Sicht ist der Schritt clever getimt: Die Competitive Season fällt mitten in die laufende Season 4 “Tidal Strike” des Hauptspiels, in der EA ohnehin gerade neue Inhalte und Balancing-Anpassungen ausrollt (mehr dazu in unserem Bericht zum Season-4-Update “Tidal Strike”). So bleibt die Aufmerksamkeit für die gesamte Marke über mehrere Wochen hoch, statt sich auf einen einzigen Patch-Tag zu konzentrieren.

    Spieler bei einer Verfolgungsjagd im Manhunt-Modus auf der Karte Fort Lyndon in Battlefield REDSEC
    Bildquelle: Electronic Arts, offizielles Pressematerial
    Gefecht in der Zone Ring of Fire während eines Battle-Royale-Matches in Battlefield REDSEC
    Bildquelle: Electronic Arts, offizielles Pressematerial

    Quelle: EA / Battlefield REDSEC News

    Spielst du REDSEC competitive oder eher zum Chillen zwischendurch? Schreib’s uns in die Kommentare!

  • EA: 18 Milliarden Dollar Schulden nach Mega-Übernahme heizen Entlassungs-Ängste an

    EA: 18 Milliarden Dollar Schulden nach Mega-Übernahme heizen Entlassungs-Ängste an

    Electronic Arts ist offiziell privat – und offenbar ziemlich klamm. Nach dem am 4. August 2026 abgeschlossenen Leveraged-Buyout im Wert von 55 Milliarden US-Dollar durch den saudischen Staatsfonds PIF, den Investor Silver Lake und Affinity Partners sitzt der Battlefield- und FC-Publisher plötzlich auf rund 18 Milliarden Dollar Schulden. Die Zinslast dafür: etwa 1,8 Milliarden Dollar pro Jahr.

    Wie kam es zu der Milliarden-Übernahme von EA?

    Der Deal gilt als einer der größten Leveraged-Buyouts der Firmengeschichte überhaupt. PIF, Silver Lake und Jared Kushners Affinity Partners hatten sich zusammengetan, um EA von der Börse zu nehmen und den Konzern künftig ohne den Quartalsdruck der Aktionäre zu führen. Auf der offiziellen EA-Webseite ändert sich für Spielerinnen und Spieler bislang wenig, doch intern rumort es bereits – wegen der frisch aufgenommenen Schuldenlast, die jetzt beglichen werden muss.

    Drohen EA jetzt neue Massenentlassungen?

    Laut Eurogamer plant EA rund 700 Millionen Dollar an Kosteneinsparungen, davon allein 170 Millionen Dollar durch sogenannte "organisatorische Effizienzen". Branchenexperten lesen diese Formulierung als Ankündigung bevorstehender Stellenstreichungen – ein Begriff, der in Unternehmenskommunikation traditionell als Umschreibung für Entlassungswellen dient. Die Gewerkschaft United Videogame Workers-CWA kritisiert die Pläne scharf und wirft dem Konzern vor, die Zeche für den Buyout auf dem Rücken der Belegschaft abzuladen.

    Einordnung: Ganz neu ist dieses Muster nicht. Erst kürzlich musste CD Projekt Red erneut Stellen beim Witcher-Multiplayer-Spin-off Project Sirius streichen, und auch bei Supermassive Games gab es bereits die dritte Entlassungswelle seit 2024. Die Jahre 2024 bis 2026 waren für die Spielebranche geprägt von Sparrunden, Restrukturierungen und genau solchen "Effizienz"-Ankündigungen – bei EA kommt nun aber die zusätzliche Dimension eines fremdfinanzierten Milliarden-Deals hinzu. Für Fans großer EA-Marken wie Battlefield, EA Sports FC oder Apex Legends ist das durchaus relevant, auch wenn aktuell kein einzelnes Studio namentlich genannt wird: Sinkende Entwicklungsbudgets und Personalabbau innerhalb des Konzerns sind angesichts der jährlichen Zinslast von 1,8 Milliarden Dollar kein rein theoretisches Risiko mehr. Ob und wie stark sich das auf Kreativität und Studio-Kultur bei EA auswirkt, muss sich erst noch zeigen – Grund zur Sorge besteht aus unserer Sicht aber durchaus.

    Die neuen Eigentümer positionieren sich öffentlich als Investoren mit langfristigem Horizont, was angesichts der enormen Schuldenlast zumindest erklärungsbedürftig wirkt. Wie EA das Spannungsfeld zwischen Renditedruck der neuen Eigentümer und kreativer Freiheit der Studios auflösen will, ließ der Konzern bislang offen.

    Quelle: Eurogamer

    Wir bleiben an dem Thema dran und melden uns, sobald EA offiziell zu den Sparplänen und möglichen Entlassungen Stellung nimmt.

  • EA-CEO Andrew Wilson kassiert 38,7 Millionen Dollar Bonus – trotz Entlassungen bei Battlefield 6

    EA-CEO Andrew Wilson kassiert 38,7 Millionen Dollar Bonus – trotz Entlassungen bei Battlefield 6

    Es ist ein Kontrast, der für Aufsehen sorgt: Während Electronic Arts seine Bilanz mit dem Verkaufserfolg von Battlefield 6 feiert, kassiert CEO Andrew Wilson dafür einen Rekordbonus – und genau in den Studios, die das Spiel gebaut haben, flogen zuvor Mitarbeiter raus. Laut einem aktuellen SEC-Filing von EA erhielt Wilson für das Geschäftsjahr 2026 eine Gesamtvergütung von 38,7 Millionen Dollar, ein Plus von rund 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

    So setzt sich der Rekordbonus zusammen

    Die Zahlen im Detail: Wilsons Grundgehalt liegt bei 1,3 Millionen Dollar, dazu kommen Aktienpakete im Wert von 28,48 Millionen Dollar, ein Cash-Bonus von 6,5 Millionen Dollar sowie 2,37 Millionen Dollar an sonstigen Leistungen – darunter Personenschutz und die Nutzung eines Privatjets. Wilson ist damit nicht der einzige EA-Manager, der kräftig profitiert: Auch Finanzchef, Produktchefin, Rechtschefin und Präsidentin Laura Miele erhielten laut mehreren Berichten deutlich höhere Boni als im Vorjahr. Insgesamt sollen sich die Bonuszahlungen an das Führungsteam laut Medienberichten auf über 60 Millionen Dollar summieren. Als Begründung nennt EA unter anderem den Erfolg von Battlefield 6, das laut Unternehmensangaben das meistverkaufte Vollpreisspiel des Jahres 2025 in den USA war.

    Entlassungen bei genau den Studios, die Battlefield 6 gebaut haben

    Was die Kontroverse befeuert: Im Zuge dieser Vergütungsrunde kam es bei den an Battlefield 6 beteiligten Studios – darunter Criterion, DICE, Ripple Effect und Motive – zu Entlassungen. Genaue Zahlen zu den betroffenen Stellen nennt EA öffentlich nicht, mehrere Redaktionen wie Kotaku, PC Gamer und Massively Overpowered berichten aber übereinstimmend von Kürzungen in genau den Teams, die maßgeblich am Erfolg des Spiels beteiligt waren.

    Actionreicher Gameplay-Screenshot aus Battlefield 6 auf der Season-4-Karte Tsuru Reef
    Bildquelle: Electronic Arts, offizielles Pressematerial

    Kein Einzelfall: Warum das bei EA schon öfter für Unmut sorgte

    Vergütungsschere und Entlassungen im selben Atemzug sind bei großen Publishern kein neues Phänomen, wirken bei EA aber besonders zugespitzt: Erst kürzlich sorgten tagelange Serverprobleme bei Battlefield 6 für Frust in der Community, während EA sich zu den Ursachen kaum äußerte. Gleichzeitig bereitet das Studio laut dem jüngsten Discord-Q&A zu Season 5 bereits neue Inhalte vor – Ressourcen, die aus Sicht mancher Kritiker eigentlich in stabilere Server und mehr Personal fließen sollten. Aus unserer Sicht zeigt der Fall exemplarisch ein Grundproblem der AAA-Branche: Der wirtschaftliche Erfolg eines Spiels kommt selten bei den Entwicklerinnen und Entwicklern an, die es tatsächlich gebaut haben – sondern vor allem beim Management.

    Quelle: Massively Overpowered, PC Gamer

    Was haltet ihr von der Gehaltsschere bei EA? Diskutiert mit uns in den Kommentaren, ob Bonuszahlungen wie diese eure Kaufentscheidung beeinflussen.

  • EU winkt durch: 55-Milliarden-Dollar-Übernahme von Electronic Arts nimmt letzte Hürde

    EU winkt durch: 55-Milliarden-Dollar-Übernahme von Electronic Arts nimmt letzte Hürde

    Der größte Deal, den die Gaming-Branche je gesehen hat, ist einen entscheidenden Schritt weiter. Die EU-Kommission hat die geplante Übernahme von Electronic Arts durch ein Konsortium rund um Saudi-Arabiens Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) kartellrechtlich freigegeben. Begründung der Behörde: Der Deal wirft keine relevanten Wettbewerbsbedenken auf.

    Zur Erinnerung: EA hatte der Übernahme bereits im vergangenen September zugestimmt. Neben dem PIF sind auch die Investmentfirma Silver Lake und Affinity Partners, das Investmentvehikel von Jared Kushner, an dem Konsortium beteiligt. Nach Abschluss des Deals soll der PIF rund 93,4 Prozent an EA halten. Macht man den Deal an Zahlen fest, wird schnell klar, warum er branchenweit für so viel Aufsehen sorgt: Mit rund 55 Milliarden US-Dollar ist es der bislang größte fremdfinanzierte Firmenkauf (Leveraged Buyout) überhaupt, nicht nur in der Spielebranche.

    Ganz durch ist der Deal aber noch nicht. Neben der jetzt erteilten Kartellfreigabe läuft aktuell noch eine separate Prüfung nach der EU-Verordnung über drittstaatliche Subventionen, die klären soll, ob staatliche Gelder aus Nicht-EU-Ländern den fairen Wettbewerb verzerren könnten. Eine Entscheidung dazu wird bis zum 30. Juli erwartet. Erst wenn auch diese Hürde genommen ist, kann der Verkauf final abgeschlossen werden.

    Für Spielerinnen und Spieler dürfte vor allem die Frage interessant sein, was der neue saudische Mehrheitseigentümer für Marken wie EA Sports FC, Battlefield oder Apex Legends bedeutet. Offiziell betont EA, dass sich am operativen Geschäft und an der Studiostruktur zunächst nichts ändern soll. Kritiker sehen den Deal dennoch skeptisch: Saudi-Arabiens Investitionen in die Gaming-Branche stehen seit Jahren in der Kritik, weil dem Königreich Menschenrechtsverletzungen und sogenanntes „Sportswashing“ vorgeworfen werden, bei dem milliardenschwere Investments genutzt werden sollen, um das internationale Image des Landes aufzupolieren.

    Wir bleiben an der Sache dran und melden uns, sobald auch die Subventionsprüfung der EU abgeschlossen ist und der Deal endgültig über die Bühne geht.

    Quelle: GamesRadar+, Game Developer