Tag: Entlassungen

  • Star Wars Zero Company: Bit Reactor schickt angeblich 80 Prozent der Belegschaft in Kurzarbeit

    Star Wars Zero Company: Bit Reactor schickt angeblich 80 Prozent der Belegschaft in Kurzarbeit

    Eigentlich müsste bei Star Wars Zero Company gerade Champagnerlaune herrschen: Das Taktik-Rollenspiel von Bit Reactor ist seit dem Release Ende August ein waschechter Steam-Bestseller und wird von Kritik und Community überraschend gut aufgenommen. Trotzdem berichten PC Gamer, Kotaku und das Branchenmedium Game File übereinstimmend, dass Bit Reactor rund 80 Prozent seiner Belegschaft in Kurzarbeit geschickt hat. Die Meldung stammt ursprünglich von Game File und wurde seither von mehreren unabhängigen Quellen bestätigt.

    Laut Game File wurde ein Großteil der Festangestellten bereits Wochen vor dem eigentlichen Launch beurlaubt, Verträge freier Mitarbeiter:innen wurden zusätzlich beendet. Übrig bleibt offenbar nur eine kleine Kernmannschaft, die sich um Bugfixes und den laufenden Betrieb kümmert. Bekannt wurde die Kurzarbeit unter anderem durch Gerichtsunterlagen aus einem Rechtsstreit zwischen Bit-Reactor-Mitgründerin Alison Kelly und Studiochef Greg Foertsch über Eigentumsanteile am Unternehmen — ein Streit, der mit dem Thema Kurzarbeit selbst nichts zu tun hat, aber die internen Finanzprobleme des Studios ans Licht brachte.

    Warum entlässt Bit Reactor trotz Verkaufserfolg Personal?

    Den Berichten zufolge liegt es nicht am Erfolg des Spiels selbst, sondern an der Kassenlage des Studios davor: Bit Reactor soll bereits vor dem Release einen Großteil seiner finanziellen Reserven aufgebraucht haben. Die Kurzarbeit sei laut Studio eine eigene unternehmerische Entscheidung gewesen — nicht etwa eine Vorgabe von Publisher Electronic Arts oder Lizenzgeber Disney/Lucasfilm. Bit Reactor selbst äußerte die Hoffnung, Mitarbeitende je nach Verkaufsentwicklung von Star Wars Zero Company zurückholen zu können. Wie viele der Betroffenen tatsächlich zurückkehren werden und wann, ist bislang offen.

    Was bedeutet das für die Zukunft von Star Wars Zero Company?

    Für Spielerinnen und Spieler ist das kein gutes Zeichen: Mit einer stark ausgedünnten Belegschaft dürften geplante Patches, Balancing-Anpassungen oder gar zusätzliche Inhalte langsamer kommen als üblich — falls sie überhaupt noch in vollem Umfang umgesetzt werden. Wer aktuell spielt, sollte ohnehin einen Blick in unseren Guide zu wichtigen Menü-Einstellungen im Spiel werfen, um technische Frustmomente zu vermeiden, während der Support-Umfang ungewiss bleibt.

    Ganz neu ist dieses Muster leider nicht: Entlassungen oder Kurzarbeit trotz kommerziellem Erfolg sind in der Spielebranche der Jahre 2024 bis 2026 immer wieder aufgetaucht — man denke an Studios, die kurz nach gefeierten Launches trotzdem Personal abbauen mussten, weil Entwicklungskosten, Vorschüsse und Publisher-Deals längst vor dem eigentlichen Verkaufserfolg verplant waren. Ein gutes Spiel schützt ein Studio also nicht automatisch vor wirtschaftlichem Druck, wenn die Finanzierung der Entwicklungsjahre davor schon eng kalkuliert war. Für die Betroffenen bei Bit Reactor ist das nur ein schwacher Trost.

    Quelle: PC Gamer, Game File

    Wir bleiben an der Geschichte dran und aktualisieren den Artikel, sobald es weitere offizielle Stellungnahmen von Bit Reactor gibt.

  • EA: 18 Milliarden Dollar Schulden nach Mega-Übernahme heizen Entlassungs-Ängste an

    EA: 18 Milliarden Dollar Schulden nach Mega-Übernahme heizen Entlassungs-Ängste an

    Electronic Arts ist offiziell privat – und offenbar ziemlich klamm. Nach dem am 4. August 2026 abgeschlossenen Leveraged-Buyout im Wert von 55 Milliarden US-Dollar durch den saudischen Staatsfonds PIF, den Investor Silver Lake und Affinity Partners sitzt der Battlefield- und FC-Publisher plötzlich auf rund 18 Milliarden Dollar Schulden. Die Zinslast dafür: etwa 1,8 Milliarden Dollar pro Jahr.

    Wie kam es zu der Milliarden-Übernahme von EA?

    Der Deal gilt als einer der größten Leveraged-Buyouts der Firmengeschichte überhaupt. PIF, Silver Lake und Jared Kushners Affinity Partners hatten sich zusammengetan, um EA von der Börse zu nehmen und den Konzern künftig ohne den Quartalsdruck der Aktionäre zu führen. Auf der offiziellen EA-Webseite ändert sich für Spielerinnen und Spieler bislang wenig, doch intern rumort es bereits – wegen der frisch aufgenommenen Schuldenlast, die jetzt beglichen werden muss.

    Drohen EA jetzt neue Massenentlassungen?

    Laut Eurogamer plant EA rund 700 Millionen Dollar an Kosteneinsparungen, davon allein 170 Millionen Dollar durch sogenannte "organisatorische Effizienzen". Branchenexperten lesen diese Formulierung als Ankündigung bevorstehender Stellenstreichungen – ein Begriff, der in Unternehmenskommunikation traditionell als Umschreibung für Entlassungswellen dient. Die Gewerkschaft United Videogame Workers-CWA kritisiert die Pläne scharf und wirft dem Konzern vor, die Zeche für den Buyout auf dem Rücken der Belegschaft abzuladen.

    Einordnung: Ganz neu ist dieses Muster nicht. Erst kürzlich musste CD Projekt Red erneut Stellen beim Witcher-Multiplayer-Spin-off Project Sirius streichen, und auch bei Supermassive Games gab es bereits die dritte Entlassungswelle seit 2024. Die Jahre 2024 bis 2026 waren für die Spielebranche geprägt von Sparrunden, Restrukturierungen und genau solchen "Effizienz"-Ankündigungen – bei EA kommt nun aber die zusätzliche Dimension eines fremdfinanzierten Milliarden-Deals hinzu. Für Fans großer EA-Marken wie Battlefield, EA Sports FC oder Apex Legends ist das durchaus relevant, auch wenn aktuell kein einzelnes Studio namentlich genannt wird: Sinkende Entwicklungsbudgets und Personalabbau innerhalb des Konzerns sind angesichts der jährlichen Zinslast von 1,8 Milliarden Dollar kein rein theoretisches Risiko mehr. Ob und wie stark sich das auf Kreativität und Studio-Kultur bei EA auswirkt, muss sich erst noch zeigen – Grund zur Sorge besteht aus unserer Sicht aber durchaus.

    Die neuen Eigentümer positionieren sich öffentlich als Investoren mit langfristigem Horizont, was angesichts der enormen Schuldenlast zumindest erklärungsbedürftig wirkt. Wie EA das Spannungsfeld zwischen Renditedruck der neuen Eigentümer und kreativer Freiheit der Studios auflösen will, ließ der Konzern bislang offen.

    Quelle: Eurogamer

    Wir bleiben an dem Thema dran und melden uns, sobald EA offiziell zu den Sparplänen und möglichen Entlassungen Stellung nimmt.

  • CD Projekt Red streicht erneut Stellen beim Witcher-Multiplayer-Spin-off Project Sirius

    CD Projekt Red streicht erneut Stellen beim Witcher-Multiplayer-Spin-off Project Sirius

    CD Projekt Red steckt bei seinem ambitionierten Multiplayer-Projekt weiter in Schwierigkeiten. Berichten zufolge hat das Studio erneut Personal bei Project Sirius abgebaut, dem Multiplayer-Spin-off im Universum von The Witcher. Neun Personen sollen das Studio verlassen, weitere neun intern in andere Teams versetzt worden sein.

    Schon die zweite Entlassungsrunde bei Sirius

    Project Sirius steht damit erneut im Zentrum von Umstrukturierungen. Das Spin-off wird gemeinsam mit dem externen Studio Molasses Flood entwickelt und soll ein eigenständiges Multiplayer-Erlebnis im Witcher-Kosmos werden – losgelöst von der Hauptreihe um Geralt von Riva. Genau darin liegt für CD Projekt Red aber auch das Risiko: Anders als bei den Solo-Rollenspielen der Witcher-Reihe betritt das Studio mit einem Multiplayer-Titel technisches und konzeptionelles Neuland, das sich offenbar schwerer kalkulieren lässt als gedacht.

    Was der Umbau für die Strategie bedeutet

    CD Projekt Red begründet die Maßnahme laut den Berichten mit einer “breiteren Verschiebung der Entwicklungsstrategie”. Konkret heißt das vermutlich: Das Studio verschiebt Ressourcen dorthin, wo sie aktuell am dringendsten gebraucht werden – etwa in die Weiterentwicklung von Cyberpunk 2077 und der Arbeit an The Witcher 4. Aus unserer Sicht passt das ins Bild eines Studios, das nach dem holprigen Cyberpunk-2077-Launch 2020 spürbar vorsichtiger geworden ist und lieber an weniger Projekten gleichzeitig arbeitet, dafür aber mit mehr Nachdruck. Für die Belegschaft von Project Sirius ist das dennoch die zweite Entlassungswelle, die das Team in vergleichsweise kurzer Zeit trifft – ein Warnsignal dafür, wie unsicher der Status des Projekts insgesamt ist.

    Geralt aus der Witcher-Reihe, stellvertretend für das CD-Projekt-Red-Universum, in dem auch das Multiplayer-Spin-off Project Sirius angesiedelt ist
    Bildquelle: Eurogamer (eurogamer.net)

    Einen offiziellen Kommentar von CD Projekt Red zu den genauen Hintergründen der Entlassungen gibt es bislang nicht. Ob und wann Project Sirius überhaupt erscheint, ist damit weiterhin offen.

    Quelle: Eurogamer

    Was denkt ihr: Sollte CD Projekt Red Project Sirius lieber ganz einstampfen und sich auf The Witcher 4 konzentrieren? Diskutiert mit uns!

  • Supermassive Games streicht bis zu 75 Stellen – dritte Entlassungswelle seit 2024

    Supermassive Games streicht bis zu 75 Stellen – dritte Entlassungswelle seit 2024

    Schon wieder schlechte Nachrichten aus Guildford: Supermassive Games, das Studio hinter Until Dawn, The Quarry und Directive 8020, streicht bis zu 75 Stellen. Das gab das Studio in einer internen Mitteilung bekannt, die kurz darauf öffentlich wurde. Als Begründung nennt Supermassive die Sicherung der langfristigen Nachhaltigkeit des Unternehmens – eine Formulierung, die man in der Branche inzwischen zur Genüge kennt.

    Symbolbild zur Entlassungswelle bei Supermassive Games, dem Studio hinter Until Dawn und Directive 8020
    Bildquelle: Game Informer

    Die dritte Entlassungswelle in nur zwei Jahren

    Für Supermassive Games ist es bereits die dritte Kürzungsrunde seit 2024. Schon damals und im Jahr darauf hatte das Studio jeweils zweistellige bis knapp dreistellige Mitarbeiterzahlen abgebaut. Die Serie an Einschnitten fällt zusammen mit weiteren Umbrüchen an der Spitze: Erst im Juni war Ex-CEO Robert Henrysson zurückgetreten. Wer die Fälle der letzten Jahre verfolgt hat, erkennt ein Muster, das aktuell durch die gesamte Branche zieht – auch bei anderen großen Studios wird kräftig gespart, wie zuletzt unser Bericht zu den Entlassungen bei Halo Studios zeigte.

    Was das für Until Dawn 2 und die Zukunft des Studios bedeutet

    Besonders bitter: Die angekündigte Fortsetzung Until Dawn 2 entsteht gar nicht bei Supermassive selbst, sondern bei Sonys hauseigenem Studio Firesprite. Supermassive bleibt damit trotz der eigenen Horror-Erfolge außen vor, während das Studio gleichzeitig Personal abbaut. Für Fans der bisherigen Spiele ändert sich an bestehenden Titeln erst einmal nichts – Until Dawn, The Quarry und Directive 8020 bleiben spielbar. Ob und wie sich der Stellenabbau auf zukünftige Supermassive-Projekte auswirkt, die noch nicht offiziell angekündigt sind, ist aktuell offen.

    Aus unserer Sicht zeigt der Fall vor allem eines: Auch ein Studio mit erfolgreichen, bekannten Marken wie Until Dawn ist vor der aktuellen Kostenspirale der Branche nicht sicher. Dass ausgerechnet die Fortsetzung des eigenen Aushängeschilds bei einem anderen Studio landet, dürfte die Stimmung intern zusätzlich belasten.

    Quelle: Game Informer

    Was denkt ihr: Trifft es aktuell zu viele Studios mit eigentlich erfolgreichen Marken? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.

  • EA-CEO Andrew Wilson kassiert 38,7 Millionen Dollar Bonus – trotz Entlassungen bei Battlefield 6

    EA-CEO Andrew Wilson kassiert 38,7 Millionen Dollar Bonus – trotz Entlassungen bei Battlefield 6

    Es ist ein Kontrast, der für Aufsehen sorgt: Während Electronic Arts seine Bilanz mit dem Verkaufserfolg von Battlefield 6 feiert, kassiert CEO Andrew Wilson dafür einen Rekordbonus – und genau in den Studios, die das Spiel gebaut haben, flogen zuvor Mitarbeiter raus. Laut einem aktuellen SEC-Filing von EA erhielt Wilson für das Geschäftsjahr 2026 eine Gesamtvergütung von 38,7 Millionen Dollar, ein Plus von rund 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

    So setzt sich der Rekordbonus zusammen

    Die Zahlen im Detail: Wilsons Grundgehalt liegt bei 1,3 Millionen Dollar, dazu kommen Aktienpakete im Wert von 28,48 Millionen Dollar, ein Cash-Bonus von 6,5 Millionen Dollar sowie 2,37 Millionen Dollar an sonstigen Leistungen – darunter Personenschutz und die Nutzung eines Privatjets. Wilson ist damit nicht der einzige EA-Manager, der kräftig profitiert: Auch Finanzchef, Produktchefin, Rechtschefin und Präsidentin Laura Miele erhielten laut mehreren Berichten deutlich höhere Boni als im Vorjahr. Insgesamt sollen sich die Bonuszahlungen an das Führungsteam laut Medienberichten auf über 60 Millionen Dollar summieren. Als Begründung nennt EA unter anderem den Erfolg von Battlefield 6, das laut Unternehmensangaben das meistverkaufte Vollpreisspiel des Jahres 2025 in den USA war.

    Entlassungen bei genau den Studios, die Battlefield 6 gebaut haben

    Was die Kontroverse befeuert: Im Zuge dieser Vergütungsrunde kam es bei den an Battlefield 6 beteiligten Studios – darunter Criterion, DICE, Ripple Effect und Motive – zu Entlassungen. Genaue Zahlen zu den betroffenen Stellen nennt EA öffentlich nicht, mehrere Redaktionen wie Kotaku, PC Gamer und Massively Overpowered berichten aber übereinstimmend von Kürzungen in genau den Teams, die maßgeblich am Erfolg des Spiels beteiligt waren.

    Actionreicher Gameplay-Screenshot aus Battlefield 6 auf der Season-4-Karte Tsuru Reef
    Bildquelle: Electronic Arts, offizielles Pressematerial

    Kein Einzelfall: Warum das bei EA schon öfter für Unmut sorgte

    Vergütungsschere und Entlassungen im selben Atemzug sind bei großen Publishern kein neues Phänomen, wirken bei EA aber besonders zugespitzt: Erst kürzlich sorgten tagelange Serverprobleme bei Battlefield 6 für Frust in der Community, während EA sich zu den Ursachen kaum äußerte. Gleichzeitig bereitet das Studio laut dem jüngsten Discord-Q&A zu Season 5 bereits neue Inhalte vor – Ressourcen, die aus Sicht mancher Kritiker eigentlich in stabilere Server und mehr Personal fließen sollten. Aus unserer Sicht zeigt der Fall exemplarisch ein Grundproblem der AAA-Branche: Der wirtschaftliche Erfolg eines Spiels kommt selten bei den Entwicklerinnen und Entwicklern an, die es tatsächlich gebaut haben – sondern vor allem beim Management.

    Quelle: Massively Overpowered, PC Gamer

    Was haltet ihr von der Gehaltsschere bei EA? Diskutiert mit uns in den Kommentaren, ob Bonuszahlungen wie diese eure Kaufentscheidung beeinflussen.

  • Xbox-Entlassungswelle: Heute soll der grosse Kahlschlag beginnen

    Xbox-Entlassungswelle: Heute soll der grosse Kahlschlag beginnen

    Xbox-Fans, haltet euch fest: Laut mehreren übereinstimmenden Insider-Berichten (u.a. Bloomberg, GeekWire, Windows Central) soll heute, am 6. Juli 2026, eine neue Entlassungswelle bei Microsoft starten – mitten im Gaming-Bereich. Betroffen sein sollen tausende Stellen in Vertrieb, Consulting und dem Xbox-Sektor.

    Der Hintergrund: Xbox-Chefin Asha Sharma hatte bereits Anfang Juni in einem intern verschickten Memo (“Next 100 Days: Xbox Reset“) knallhart Tacheles geredet: Trotz 20 Milliarden Dollar Investitionen in fünf Jahren ist der Umsatz um fast 500 Millionen Dollar eingebrochen. Die Ansage war klar – es muss sich was ändern.

    Und “sich ändern” heisst offenbar: Studio-Kahlschlag. Mehrere Xbox-eigene Teams stehen auf der Kippe, darunter Arkane Studios, Compulsion Games und Undead Labs. Ninja Theory hat es schon erwischt – die Schliessung wurde bereits vor Wochen verkündet, nur kurz nachdem das neue Projekt “Senua” auf der Xbox Games Showcase gezeigt wurde. Bitter.

    Wichtig: Microsoft selbst hat weder Zahlen noch den genauen Zeitpunkt offiziell bestätigt, es handelt sich also weiterhin um Insider-Infos, die aber von mehreren unabhängigen Quellen übereinstimmend gestützt werden. Wir bleiben dran und updaten, sobald es handfeste Bestätigungen gibt.

    Quelle: GeekWire, Windows Central