Tag: Gaming-Industrie

  • Xbox soll eigenes Entlassungsziel von 3.200 Stellen wohl verfehlen

    Xbox soll eigenes Entlassungsziel von 3.200 Stellen wohl verfehlen

    Microsoft hatte im Juli angekündigt, im Rahmen des sogenannten Xbox-Reset rund 3.200 Stellen im Gaming-Bereich zu streichen, verteilt über das gesamte Geschäftsjahr 2027. Jetzt zeichnet sich ab: Diese Zahl wird offenbar gar nicht erreicht. Laut einem Bericht von Nintendo Life, der sich auf Windows-Central-Redakteur Jez Corden beruft, rechnen Insider damit, dass Xbox am Ende deutlich unter dem selbst gesteckten Ziel bleibt.

    Der Grund dafür klingt zunächst nach guten Nachrichten: Microsoft setzt offenbar verstärkt auf interne Versetzungen, Abteilungswechsel und Studio-Ausgliederungen statt auf klassische Kündigungen, um die Belegschaft zu verkleinern. Wer intern in eine andere Rolle wechselt oder dessen Studio an einen anderen Publisher übergeht, taucht am Ende nicht in der offiziellen Entlassungsstatistik auf, verliert aber trotzdem seinen bisherigen Platz im Xbox-Gefüge.

    Wie hängt das mit den jüngsten Studio-Verschiebungen zusammen?

    Erst am 22. September hatte Xbox-Content-Chef Matt Booty in einer offiziellen Mitteilung auf Xbox Wire weitere 268 Stellenstreichungen bestätigt und gleichzeitig eine große Studio-Rochade angekündigt: Halo Studios, Rare und World’s Edge wandern zu Activision, Obsidian wird direkt Bethesda unterstellt und arbeitet dort unter anderem am neuen Fallout-Projekt, Turn 10 geht in Playground Games auf. Diese direkteren Berichtslinien an die jeweiligen Publisher sollen die Strukturen bei Xbox Game Studios schlanker machen. Nach Einschätzung von Beobachtern ist die Restrukturierung damit bereits zu etwa drei Vierteln abgeschlossen, wobei gerade die großen Studio-Abgaben stark zur Zielerreichung beitragen, ohne dass dafür Leute tatsächlich entlassen werden mussten.

    Was bedeutet das für betroffene Xbox-Mitarbeiter?

    Für die Belegschaft ist das eine Mischung aus Erleichterung und Unsicherheit. Weniger tatsächliche Kündigungen sind grundsätzlich eine gute Nachricht, gerade nach Monaten voller Hiobsbotschaften. Gleichzeitig bedeutet ein Wechsel zu einem neuen Publisher wie Activision oder Bethesda für viele Angestellte neue Vorgesetzte, neue Prozesse und mitunter auch neue Standorte. Sicherheit im Sinne von Planbarkeit sieht anders aus, auch wenn der Job selbst erhalten bleibt.

    Aus unserer Sicht zeigt die Entwicklung vor allem eins: Der Xbox-Reset ist kein einmaliger Kahlschlag, sondern ein monatelanger Umbauprozess mit vielen kleinen Etappen. Wir haben in den vergangenen Wochen bereits mehrfach berichtet, etwa über die 268 bestätigten Entlassungen samt Activision-Übernahme von Halo und über die Sorgen der Sea-of-Thieves-Community um Rares Zukunft. Dass die Gesamtzahl der Entlassungen nun wohl unter dem ursprünglichen Ziel bleibt, ändert nichts daran, dass praktisch jedes Xbox-Studio in irgendeiner Form von der Reorganisation betroffen ist.

    Bleibt das Xbox-Reset-Ziel von 3.200 Stellen damit endgültig unerreicht?

    Offiziell hat Microsoft die neue, niedrigere Zahl bislang nicht bestätigt, die Berichte stützen sich auf Quellen von Windows Central. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 bleibt also noch Zeit, in der sich die genaue Endsumme weiter verschieben kann. Klar ist aber schon jetzt: Die Kombination aus Studio-Verlagerungen, internen Versetzungen und den bereits vollzogenen direkten Entlassungswellen sorgt dafür, dass die ursprünglich kommunizierte Zahl eher als grobe Obergrenze denn als fixes Ziel zu verstehen ist.

    Quelle: Nintendo Life

    Wir bleiben an der Xbox-Reset-Geschichte dran und melden uns, sobald Microsoft die finalen Zahlen bestätigt.

  • Xbox-Kahlschlag: 3.200 Stellen weg, vier Studios abgestoßen

    Xbox-Kahlschlag: 3.200 Stellen weg, vier Studios abgestoßen

    Bei Xbox rollen gerade richtig Köpfe. Die neue Xbox-Chefin Asha Sharma hat den nach eigenen Worten „bedeutendsten Umbau” in der Geschichte der Sparte angekündigt – und der Einschnitt ist heftig: Rund 3.200 Stellen fallen weg, das sind etwa 20 Prozent der gesamten Xbox-Belegschaft. Etwa 1.600 Jobs sind bereits jetzt betroffen, der Rest wird gestaffelt bis zum 30. Juni 2027 abgebaut.

    Als Begründung nennt Sharma die Wirtschaftlichkeit der eigenen Studios: Man arbeite dort mit Margen, die drei- bis zehnmal niedriger seien als bei vergleichbaren Plattform- und Publishing-Geschäften. Konkret heißt das für vier Studios das Ende als Teil von Xbox: Ninja Theory, Undead Labs, Compulsion Games und Double Fine Productions werden verkauft beziehungsweise ausgegliedert. Zusammen hängen an den vier Teams rund 350 Arbeitsplätze.

    Double Fine und Compulsion Games sollen komplett unabhängig weiterarbeiten und behalten ihre eigenen Marken. Ninja Theory und Undead Labs gehen dagegen an neue Eigentümer, die laut Ankündigung die Weiterfinanzierung von Projekten wie einer möglichen Fortsetzung von Senua und von State of Decay 3 sicherstellen sollen. Was das im Detail für die laufenden Projekte bedeutet, ist aktuell aber noch offen.

    Die Reaktionen aus der Branche fallen entsprechend kritisch aus. Berichten zufolge soll bei id Software die Belegschaft um bis zu die Hälfte schrumpfen, das Team hinter The Elder Scrolls Online um bis zu 50 Prozent gekürzt werden. Beim Activision-Blizzard-Bereich warten viele Mitarbeitende noch auf Klarheit über ihre Situation. Manche Beobachter spekulieren inzwischen sogar offen darüber, ob Xbox langfristig als eigenständige Einheit aus Microsoft herausgelöst werden könnte.

    Für die Spieler-Community bleibt vor allem die Unsicherheit: Welche Spiele und Studios am Ende wirklich profitieren – oder verlieren – werden, zeigt sich wohl erst in den kommenden Monaten.

    Quelle: Xbox Wire, GeekWire, PC Gamer

  • Xbox-Entlassungswelle: Heute soll der grosse Kahlschlag beginnen

    Xbox-Entlassungswelle: Heute soll der grosse Kahlschlag beginnen

    Xbox-Fans, haltet euch fest: Laut mehreren übereinstimmenden Insider-Berichten (u.a. Bloomberg, GeekWire, Windows Central) soll heute, am 6. Juli 2026, eine neue Entlassungswelle bei Microsoft starten – mitten im Gaming-Bereich. Betroffen sein sollen tausende Stellen in Vertrieb, Consulting und dem Xbox-Sektor.

    Der Hintergrund: Xbox-Chefin Asha Sharma hatte bereits Anfang Juni in einem intern verschickten Memo (“Next 100 Days: Xbox Reset“) knallhart Tacheles geredet: Trotz 20 Milliarden Dollar Investitionen in fünf Jahren ist der Umsatz um fast 500 Millionen Dollar eingebrochen. Die Ansage war klar – es muss sich was ändern.

    Und “sich ändern” heisst offenbar: Studio-Kahlschlag. Mehrere Xbox-eigene Teams stehen auf der Kippe, darunter Arkane Studios, Compulsion Games und Undead Labs. Ninja Theory hat es schon erwischt – die Schliessung wurde bereits vor Wochen verkündet, nur kurz nachdem das neue Projekt “Senua” auf der Xbox Games Showcase gezeigt wurde. Bitter.

    Wichtig: Microsoft selbst hat weder Zahlen noch den genauen Zeitpunkt offiziell bestätigt, es handelt sich also weiterhin um Insider-Infos, die aber von mehreren unabhängigen Quellen übereinstimmend gestützt werden. Wir bleiben dran und updaten, sobald es handfeste Bestätigungen gibt.

    Quelle: GeekWire, Windows Central