Tag: Interview

  • Diablo 5: Blizzard bestätigt vollen Multiplayer – Shared-World-Frage bleibt offen

    Diablo 5: Blizzard bestätigt vollen Multiplayer – Shared-World-Frage bleibt offen

    Blizzard hat sich bislang bedeckt gehalten, wie der Mehrspieler-Modus von Diablo 5 tatsächlich aussehen wird. Jetzt gibt es erstmals eine klare Ansage: Im Rahmen eines Gruppeninterviews bestätigte Senior Game Director Joe Shely gegenüber PC Gamer, dass Diablo 5 vollen Multiplayer unterstützen wird. Offen bleibt allerdings, wie nah sich das Ganze am Shared-World-Ansatz von Diablo 4 orientiert.

    Was hat Blizzard zu Diablo 5 und Multiplayer gesagt?

    Shely wurde direkt gefragt, ob Diablo 5 sowohl solo als auch im Mehrspieler funktioniert. Seine Antwort war eindeutig: “Like Diablo 4, it is a game that you can play solo or multiplayer, however you please, and you should be able to play all of the content with your friends.” Übersetzt heißt das: Genau wie in Diablo 4 sollt ihr Diablo 5 komplett solo oder mit Freunden durchspielen können, ohne dass euch dabei Inhalte verwehrt bleiben, egal für welche Spielweise ihr euch entscheidet.

    Was Blizzard bislang nicht verraten hat: ob Diablo 5 wie Diablo 4 eine dauerhaft geteilte offene Welt bekommt, in der euch ständig fremde Spieler über den Weg laufen, etwa bei Helltides, Weltbossen oder Legion-Events. Auf Nachfrage ließ das Studio diese Detailfrage bewusst offen und verwies darauf, dass es dazu erst näher am für Frühjahr 2029 angepeilten Release mehr Informationen geben wird. Auch auf der offiziellen Diablo-Seite von Blizzard findet sich dazu bislang nichts Konkretes.

    Stimmungsvolles Titelbild des PC-Gamer-Artikels über das Interview zum Diablo-5-Multiplayer
    Bildquelle: PC Gamer

    Wie hat sich der Multiplayer in der Diablo-Reihe entwickelt?

    Ein Blick zurück zeigt, warum diese Aussage für viele Fans überhaupt eine große Sache ist. Diablo 2 setzte 2000 auf simplen Multiplayer über Battle.net, jede Gruppe spielte aber in ihrer eigenen abgeschotteten Instanz. Diablo 3 machte das mit offenen Public Games etwas zugänglicher, blieb im Kern jedoch ebenfalls instanziert. Erst Diablo 4 wagte 2023 den großen Schritt zur echten Shared World: In der offenen Welt laufen euch ständig andere Spieler über den Weg, ihr seht sie bei Weltevents, in Städten und einfach beim Erkunden. Für viele fühlte sich das lebendig und MMO-artig an, andere empfanden es als immersionsbrechend, wenn sich plötzlich ein Dutzend fremder Charaktere um denselben Weltboss drängelt. Genau diese Debatte dürfte jetzt auch bei Diablo 5 wieder aufflammen, sobald mehr Details bekannt werden.

    Was bedeutet das für Solo-Spieler?

    Wer Diablo lieber allein durchspielt, kann laut Shelys Aussage erst mal aufatmen: Blizzard verspricht ausdrücklich, dass sich sämtliche Inhalte auch solo abschließen lassen sollen. Ob ihr dabei trotzdem ständig fremde Spieler in der offenen Welt seht wie in Diablo 4, oder ob es Optionen gibt, das zu reduzieren, ist aber noch völlig offen. Für alle, die sich hingegen mehr auf ein MMO-artiges Miteinander freuen, bleibt ebenfalls nur Warten auf weitere Infos von Blizzard, etwa über Blizzards offizielles News-Portal.

    Alle bislang bekannten Infos zu Setting, Release-Fenster und der neuen Plague-Knight-Klasse haben wir in unserem großen Diablo-5-Überblick zusammengefasst. Wie es überhaupt zur Ankündigung kam, lest ihr in unserem Artikel zur offiziellen Diablo-V-Enthüllung.

    Quelle: GameStar, PC Gamer

    Was meint ihr: Sollte Diablo 5 den Shared-World-Ansatz aus Diablo 4 übernehmen, oder wünscht ihr euch lieber wieder eine ruhigere, instanzierte Welt wie in Diablo 2 und 3? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Assassin’s-Creed-Miterfinder Patrice Desilets: “Kein Comeback zur Marke”

    Assassin’s-Creed-Miterfinder Patrice Desilets: “Kein Comeback zur Marke”

    Patrice Désilets gilt als einer der Väter von Assassin’s Creed — und hat der Marke, mit der sein Name für immer verbunden bleibt, längst den Rücken gekehrt. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP, das die kanadische CP24 auf der Gamescom veröffentlicht hat, spricht Désilets über sein neues Projekt: das Action-Adventure “1666: Amsterdam” seines unabhängigen Studios Panache Digital Games.

    Worum geht es in 1666: Amsterdam?

    “1666: Amsterdam” schickt Spielerinnen und Spieler in der Rolle einer Hexen-Protagonistin durch drei verschiedene Zeitebenen — das titelgebende Jahr 1666, das Jahr 1999 und die Gegenwart. Rund 70 Personen arbeiten bei Panache Digital Games an dem Projekt, das insgesamt auf etwa ein Dutzend Kapitel angelegt ist. Die ersten beiden Kapitel sind bereits im Early Access erschienen, der Rest soll folgen.

    Warum spricht Desilets von einem “sehr persönlichen Kampf”?

    Der Release markiert für Désilets nach eigenen Worten das Ende eines “sehr persönlichen” Kampfes. Historisch betrachtet ist das keine Übertreibung: Désilets verließ Ubisoft Montreal nach Streit um die Assassin’s-Creed-Reihe, die er mitentwickelt hatte, und gründete anschließend ein eigenes Studio, um ein Projekt namens “1666” umzusetzen. Nach der Übernahme dieses ersten Studios durch THQ und dessen Insolvenz 2013 ging das ursprüngliche Projekt für Jahre verloren, bevor Désilets mit Panache Digital Games und neuer Finanzierung einen zweiten Anlauf startete. Dass “1666: Amsterdam” nun tatsächlich im Handel beziehungsweise Early Access steht, ist damit auch die späte Fortsetzung einer Geschichte, die vor über einem Jahrzehnt beinahe endgültig zu Ende gegangen wäre.

    Auf die Frage nach Ubisofts kommendem Spiel “Assassin’s Creed Hexe”, das ein ähnliches historisches Setting mit einer weiblichen Hexen-Figur aufgreift, reagierte Désilets im Interview knapp: Eine Rückkehr zur Marke, die er mitgegründet hat, schließt er klar aus.

    Quelle: CP24 (AFP)

    Was haltet ihr von Desilets’ neuem Projekt — schreibt es uns in die Kommentare!