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  • GTA 6: Rockstar-Gewerkschaft könnte über 1.600 Mitarbeiter umfassen

    GTA 6: Rockstar-Gewerkschaft könnte über 1.600 Mitarbeiter umfassen

    Kurz vor dem Konsolen-Release von GTA 6 am 19. November wird die Debatte um eine Gewerkschaft bei Rockstar größer: Die Independent Workers of Great Britain (IWGB) beziffern jetzt, wie viele Beschäftigte sie vertreten könnten – und die Zahl ist ziemlich hoch.

    Wie groß wäre die Rockstar-Gewerkschaft?

    Laut Rock Paper Shotgun beruft sich die IWGB auf Informationen von Game File. Demnach würde die Verhandlungseinheit bei einem erfolgreichen Anerkennungsvotum aus mehr als 1.600 Beschäftigten bestehen. Das wären nach Gewerkschaftsangaben fast alle Mitarbeiter der britischen Rockstar-Studios unterhalb der Direktoren-Ebene. Die IWGB spricht von der „größten anerkannten Gewerkschaft im britischen Games-Sektor“.

    Zum Vergleich: Rockstar beschäftigt laut Bloomberg weltweit über 4.700 Menschen an zwölf Standorten. Mitarbeiter in den USA, Indien und anderen Ländern wären von der britischen Gewerkschaft nicht erfasst.

    Wann wird abgestimmt?

    Die Anerkennungsabstimmungen in Großbritannien laufen vom 12. November bis zum 26. November. Der Start liegt also eine Woche vor dem Konsolen-Launch von GTA 6. Erst nach dem Votum entscheidet sich, ob Rockstar die Gewerkschaft als Verhandlungspartner anerkennen muss. Wie die Abstimmung genau ausgeht, ist offen.

    Worum geht es den Beschäftigten?

    Gewerkschaftsvertreterin Shanti Easton-Steel nennt als Kernpunkt mehr Ehrlichkeit und Offenheit bei Entscheidungen, die Mitarbeiter betreffen. Sie führt konkret den Gender Pay Gap, uneinheitliche und wechselnde Regeln zur Überstundenvergütung sowie die Sorge um Jobsicherheit nach dem Release an.

    Parallel läuft ein Arbeitsgerichtsverfahren: Rockstar hatte im vergangenen Jahr 34 überwiegend britische Beschäftigte entlassen. Der Publisher wirft ihnen vor, auf einem von Gewerkschaftsorganisatoren eingerichteten Discord-Server vertrauliche Informationen gefährdet zu haben. Die IWGB sieht darin den Versuch, die Gewerkschaft zu zerschlagen. Das Verfahren soll ebenfalls rund um den GTA-6-Start entschieden werden.

    Was heißt das für GTA 6 und die Fans?

    Für den Release am 19. November ändert die Abstimmung nichts. Dennoch rückt die Frage nach Arbeitsbedingungen bei Rockstar damit in den Fokus – gerade nach den Berichten über lange Crunch-Phasen bei großen Spielen. Aus unserer Sicht ist der Zeitpunkt kein Zufall: Kurz vor dem Launch ist der Hebel der Belegschaft am größten. Mehr zum Hintergrund lest ihr in unserem Bericht zur Gewerkschaftsabstimmung mitten im Launch. Infos zum Spiel selbst gibt es bei Rockstar Games, Infos zur Gewerkschaft bei der IWGB.

    Quelle: Rock Paper Shotgun

    Wie seht ihr das: Ist eine Gewerkschaft bei Rockstar überfällig? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

  • Rockstar gegen IWGB: Tribunal zieht sich bis in den November

    Rockstar gegen IWGB: Tribunal zieht sich bis in den November

    Der Arbeitsgerichtsprozess zwischen Rockstar Games und der Gewerkschaft IWGB dauert länger als geplant. Eigentlich sollte das Verfahren am Freitag, 16. Oktober, enden. Jetzt zieht es sich bis in den November.

    Der Grund: Die Zeugenbefragung läuft länger als gedacht. Außerdem haben Rockstars Anwälte mehr Zeit für das Kreuzverhör einiger entlassener Mitarbeiter beantragt. Diese Zeit wurde gewährt.

    Warum verzögert sich der Rockstar-Prozess?

    Laut Eurogamer wurden zwei zusätzliche Verhandlungstage angesetzt: der 17. und der 18. November 2026. Dann sollen die Schlussplädoyers folgen. Danach soll das Urteil fallen.

    Diese Woche befragt die IWGB weiter Zeugen von Rockstar. Der Prozess ist laut Eurogamer langwierig und aufschlussreich. Der Termin im November liegt einen Tag vor dem Release von GTA 6 am 19. November 2026.

    Worum geht es im Streit zwischen Rockstar und der IWGB?

    Ende 2025 entließ Rockstar mehr als 30 Mitarbeiter wegen angeblich grober Verfehlung. Alle waren in einem Gewerkschafts-Discord-Kanal. Die IWGB spricht von Union-Busting, also dem gezielten Unterdrücken von Gewerkschaftsarbeit. Rockstar erklärt dagegen, es gehe um die unerlaubte Weitergabe von Informationen.

    Beide Seiten sehen sich im Recht. Was davon stimmt, muss das Gericht klären. Bis zum Urteil ist nichts davon bewiesen.

    Zuletzt sorgte eine Aussage aus der Zeugenbefragung für Aufmerksamkeit. Laut Eurogamer sagte einer der Chefs von Rockstar Lincoln am vergangenen Freitag, ihn interessierten Belege für Gewerkschaftsbemühungen nicht. Er habe auf andere Dinge geachtet, etwa die Einrichtung eines Union-Twitter-Accounts.

    Was bedeutet das Urteil für die Spielebranche?

    Der Fall gilt als wegweisend für die britische Spielebranche. Das Ergebnis könnte also weit über Rockstar hinaus Wirkung haben. Ein Urteil zugunsten einer Seite würde Maßstäbe setzen, wie Studios mit Gewerkschaftsaktivitäten umgehen dürfen und wie Beschäftigte sich organisieren können.

    Aus unserer Sicht ist der Zeitpunkt heikel für Rockstar. Während das Marketing für GTA 6 auf Hochtouren läuft (mehr dazu in GTA 6: Rockstars Miami-Marketing wächst), rückt der Prozess rund um den Release ins Licht der Öffentlichkeit. Ob das Interesse am Spiel die Debatte übertönt oder ob sie gerade deshalb mehr Beachtung findet, lässt sich heute nicht sagen. Klar ist: Wer sich für den Release interessiert, wird um dieses Thema kaum herumkommen.

    Fair bleibt: Ein längeres Verfahren ist kein Hinweis auf den Ausgang. Gründliche Befragungen sind bei einem so komplexen Streit normal. Entscheidend wird sein, was das Gericht aus den Aussagen macht. Weitere Informationen zu Rockstar findest du auf der offiziellen Rockstar-Games-Seite.

    Zwei maskierte Figuren in einem Supermarkt, Szene aus GTA 6
    Bildquelle: Eurogamer
    Lucia aus GTA 6 mit rotem Bandana und Pistole im Fond eines Autos
    Bildquelle: Eurogamer
    Logos von Rockstar Games und der Gewerkschaft IWGB vor einem unscharfen Protestfoto
    Bildquelle: Eurogamer

    Quelle: Eurogamer

    Wie siehst du den Fall: Reiner Arbeitskonflikt oder Präzedenzfall für die ganze Branche?

  • Rockstar vor Arbeitsgericht: Vorwürfe wegen Entlassung von 31 Mitarbeitern

    Rockstar vor Arbeitsgericht: Vorwürfe wegen Entlassung von 31 Mitarbeitern

    Während sich alle Welt auf GTA 6 freut, hat Rockstar Games ein handfestes Problem im eigenen Haus. Seit heute verhandelt das Employment Tribunal in Glasgow über einen Fall, der es in sich hat: Die Gewerkschaft IWGB (Independent Workers of Great Britain) wirft dem Studio vor, im Oktober letzten Jahres 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Edinburgh unrechtmäßig entlassen zu haben. Rockstar kündigte an, sich “vigorously”, also energisch, gegen die Vorwürfe zu wehren.

    Warum wirft die Gewerkschaft IWGB Rockstar unrechtmäßige Entlassungen vor?

    Laut IWGB seien die Kündigungen eine direkte Reaktion darauf gewesen, dass sich Beschäftigte im Studio gewerkschaftlich organisiert haben. Die Gewerkschaft spricht von einer gezielten Aktion gegen die Organisierung der Belegschaft und wertet die Entlassungen als Union-Busting, also als Versuch, gewerkschaftliches Engagement im Keim zu ersticken. Genau das bestreitet Rockstar.

    Wie reagiert Rockstar auf die Vorwürfe?

    Das Studio begründet die Trennung von den 31 Beschäftigten damit, dass diese vertrauliche Firmeninformationen in einem privaten Discord-Server der Gewerkschaft geteilt hätten. Aus Sicht von Rockstar handelt es sich also nicht um Union-Busting, sondern um eine normale personalrechtliche Konsequenz aus einem Vertrauensbruch. Die Anhörung vor dem Glasgow Tribunals Centre soll bis zum 16. Oktober laufen, ein Urteil dürfte also noch einige Wochen auf sich warten lassen.

    Wie ordnet sich der Fall in die jüngere Gewerkschaftsbewegung der Gaming-Branche ein?

    Der Streit reiht sich in eine ganze Serie von Arbeitskonflikten in der Spielebranche der letzten Jahre ein: Von QA-Testern bei Activision Blizzard bis zu Entwicklerteams bei ZeniMax haben sich zuletzt immer mehr Studio-Belegschaften gewerkschaftlich organisiert, oft begleitet von Vorwürfen gegen die Arbeitgeber, dagegen vorzugehen. Rockstar selbst steht schon seit Jahren wegen seiner Crunch-Kultur in der Kritik, spätestens seit den Berichten über exzessive Überstunden während der Entwicklung von Red Dead Redemption 2. Dass ausgerechnet jetzt, mitten in der heißen Phase vor dem GTA-6-Release, ein Arbeitsgerichtsverfahren gegen das Studio läuft, dürfte dem ohnehin schon unter Beobachtung stehenden Ruf von Rockstar kaum helfen. Für Spieler ändert der Rechtsstreit an sich erstmal nichts am Release-Fahrplan von GTA 6, er zeigt aber, dass hinter den Kulissen des größten Spiele-Launches des Jahres weiterhin erheblicher Druck auf der Belegschaft lastet.

    Logo der Gewerkschaft IWGB, die Rockstar Games wegen der Entlassung von 31 Mitarbeitern vor dem Arbeitsgericht verklagt
    Bildquelle: IGN (Logo der Gewerkschaft IWGB)

    Quelle: IGN

    Wie seht ihr den Streit zwischen Rockstar und der IWGB? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!