Tag: Microsoft

  • Xbox-Chefin Sharma: „Wir werden nicht überleben, wenn wir nur die Vergangenheit aufwärmen“

    Xbox-Chefin Sharma: „Wir werden nicht überleben, wenn wir nur die Vergangenheit aufwärmen“

    Xbox-CEO Asha Sharma will nicht als diejenige in Erinnerung bleiben, die nur Altbekanntes verwaltet. Laut einem Bericht von Windows Central, über den VGC berichtet, sagte sie in einem internen Town Hall in dieser Woche: Original-IP bleibt wichtig für die Zukunft der Marke Xbox.

    Was hat Asha Sharma genau gesagt?

    Sharma erklärte, dass Xbox seine stärksten Franchises unterstützt und aus großen Spielen „globale Milliarden-Franchises“ machen will. Gleichzeitig wolle sie, dass das Unternehmen weiterhin „enduring new IP“ erschafft. Das Zitat, das die Runde macht: „Wir werden nicht überleben, wenn wir nur die Vergangenheit wiederbeleben. Wir brauchen neue Wege und Mut zur Erfindung bei neuen Marken, die neue Zielgruppen erreichen.“ (sinngemäß aus dem englischen Original übersetzt).

    Warum sorgt die Aussage für Skepsis?

    Seit Sharmas Amtsantritt hat Xbox seine Inhalte-Strategie umgekrempelt. Laut VGC wurden tausende Stellen gestrichen und mehrere First-Party-Studios geschlossen oder abgegeben. Halo liegt nun unter der Obhut von Activision, dem Call-of-Duty-Publisher. Obsidian arbeitet an einem neuen Fallout unter Bethesda. Double Fine (Kiln), Ninja Theory (Hellblade) und Compulsion (South of Midnight) wurden abgegeben – ausgerechnet Studios, die für frische Marken standen.

    Szene aus South of Midnight, einem Spiel des abgegebenen Studios Compulsion Games
    Bildquelle: VideoGamesChronicle (https://www.videogameschronicle.com/news/xbox-insists-its-not-giving-up-on-original-ip-we-wont-survive-if-we-only-relive-the-past/)

    Steht Xbox zum Verkauf?

    Auch dazu äußerte sich Sharma. Im Sommer hatte The Information berichtet, Microsoft erwäge, die Gaming-Sparte auszugliedern oder als Tochterfirma umzustrukturieren, was einen Verkauf theoretisch erleichtern würde. In einem Interview mit der New York Times widersprach Sharma: „Xbox is not for sale.“ Man werde alles tun, um das Unternehmen erfolgreich aufzustellen, und dabei die richtigen Partnerschaften sowie das passende Betriebsmodell prüfen.

    Was bedeutet das für Spieler?

    Aus unserer Sicht sind das zunächst Worte, keine Taten. Konkrete neue Marken hat Sharma laut Bericht nicht genannt, und die abgegebenen Studios sprechen eine deutliche Sprache. Für Spieler heißt das: Kurzfristig dürften vor allem bekannte Reihen wie Call of Duty, Halo und Fallout im Mittelpunkt stehen. Ob und wann Xbox tatsächlich neue Original-Spiele ankündigt, bleibt offen. Wir behalten es im Blick.

    Quelle: VGC

    Glaubt ihr Sharma, dass Xbox wieder mehr auf neue Marken setzt? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

  • Windows 11: Update KB5124010 lässt Spiele und Programme abstürzen

    Windows 11: Update KB5124010 lässt Spiele und Programme abstürzen

    Ein neues optionales Windows-Update bringt Spiele und Programme zum Absturz. Betroffen sind Windows 11 in den Versionen 24H2, 25H2 und 26H2. Microsoft bestätigt das Problem in einem offiziellen Support-Dokument.

    Welches Windows-Update verursacht die Abstürze?

    Es geht um das optionale Update KB5124010, das seit dem 22. September 2026 verteilt wird. Zuerst darüber berichtet hatte laut GameStar PC Games Hardware. Der Auslöser ist ein Fehler im Windows-eigenen AC-3-Decoder (Dolby Digital). Betroffene Anwendungen starten entweder gar nicht oder beenden sich ohne Vorwarnung, sobald Musik oder Soundeffekte geladen werden.

    Welche Spiele und Programme sind betroffen?

    Laut Microsoft trifft es vor allem ältere Spiele, Mediaplayer und bestimmte Produktivitäts-Tools. Moderne Titel bringen meist eigene Audio-Decoder mit und umgehen die fehlerhafte Windows-Komponente. Welche Programme konkret abstürzen, nennt Microsoft nicht. Dass auch 24H2 und 25H2 betroffen sind, liegt am gemeinsamen technischen Unterbau mit dem neuen Jahres-Update 26H2.

    Was kann ich gegen die Abstürze tun?

    Microsoft arbeitet an einer Lösung für ein kommendes Update, nennt aber keinen Zeitplan. Bis dahin hast du zwei Möglichkeiten:

    • In der betroffenen Anwendung die Tonausgabe vorübergehend abschalten
    • Das Update KB5124010 unter Einstellungen > Windows Update > Updateverlauf > „Updates deinstallieren“ entfernen

    Da es sich um ein optionales Vorschau-Update handelt, entstehen durch die Deinstallation keine Sicherheitslücken.

    Warum ist das für Spieler besonders ärgerlich?

    Das Update sollte eigentlich den Schlusspunkt eines ohnehin chaotischen Patch-Monats setzen. Das September-Update KB5124008 hatte Probleme mit Remote Desktop und virtuellen Maschinen verursacht. Das Notfall-Update KB5129195 vom 14. September legte dann den Dateiversionsverlauf lahm. KB5124010 sollte genau das reparieren, löste es laut Windows Latest aber nur teilweise und brachte nebenbei den AC-3-Bug mit. Dazu kommt ein separates Audio-Problem: Externe USB-Audiogeräte der Klasse 1.0 melden den Gerätemanager-Fehler „Code 10“.

    Aus unserer Sicht gilt: Wer sein System für Retro-Spiele oder ältere Tools nutzt, sollte optionale Vorschau-Updates derzeit lieber noch nicht installieren.

    Quelle: GameStar

    Hat dich das Update auch erwischt? Erzähl uns in den Kommentaren, welche Spiele bei dir abstürzen!

  • Weniger FPS ab Oktober – dieses Windows-Update kostet Leistung in euren Spielen

    Weniger FPS ab Oktober – dieses Windows-Update kostet Leistung in euren Spielen

    Ab dem 13. Oktober 2026 schaltet Microsoft in Windows 11 ein Sicherheitsfeature automatisch scharf, das bislang viele von euch manuell aktivieren mussten: die Arbeitsspeicherintegrität, im Fachjargon auch Hypervisor-Protected Code Integrity (HVCI) genannt. Das Feature soll den Windows-Kernel besser vor Rootkits und Exploits schützen, kostet dafür aber auf manchen Systemen spürbar Leistung. Wie GameStar berichtet, kann der Leistungsverlust auf älteren oder stark ausgelasteten PCs bis zu rund 15 Prozent FPS ausmachen.

    Was ist Arbeitsspeicherintegrität und warum aktiviert Microsoft sie jetzt automatisch?

    Arbeitsspeicherintegrität ist Teil der sogenannten Kernisolierung und nutzt virtualisierungsbasierte Sicherheit (VBS), um kritische Prozesse in einer Art abgeschotteter Sandbox laufen zu lassen. Dadurch wird es für Schadsoftware deutlich schwerer, sich tief im System einzunisten. Details dazu findet ihr in der offiziellen Microsoft-Dokumentation zur Kernisolierung. Auf frischen Windows-11-Installationen ist das Feature auf kompatibler Hardware ohnehin schon Standard, wie Microsoft in seinen Angaben zur Aktivierung von Memory Integrity erläutert. Neu ist, dass der Konzern die Schutzfunktion nun stufenweise auch auf bestehenden, bereits laufenden Systemen per Update erzwingt.

    Wie stark sinkt meine FPS-Zahl durch das Update wirklich?

    Auf aktueller Hardware mit modernen CPUs merkt ihr von der zusätzlichen Kernel-Absicherung in der Regel kaum etwas, da die Virtualisierungsschicht effizient mit dem Prozessor zusammenarbeitet. Anders sieht es bei älteren oder ausgelasteten Systemen aus: Hier kann die zusätzliche Rechenlast laut GameStar bis zu 15 Prozent der Framerate kosten, vor allem in CPU-limitierten Szenen. Das ist kein Einzelfall, mit dem Windows-Nutzer erst jetzt zu kämpfen haben: Windows-Updates greifen immer wieder unangenehm in die Gaming-Performance ein, wie zuletzt auch unser Bericht über das Windows-Update, das zuletzt Battlefield 6 zum Absturz brachte gezeigt hat.

    Wie deaktiviere ich Arbeitsspeicherintegrität in Windows 11 manuell?

    Falls ihr nach dem Update-Rollout merkt, dass eure Spiele ruckeln oder die FPS-Anzeige spürbar nach unten geht, könnt ihr das Feature testweise wieder ausschalten. So geht’s:

    • Windows-Sicherheit öffnen (Suche in der Taskleiste oder über die Einstellungen)
    • Zum Menüpunkt Gerätesicherheit wechseln
    • Unter Kernisolierung auf Kernisolierungsdetails klicken
    • Den Schalter bei Arbeitsspeicherintegrität auf Aus stellen
    • PC neu starten, damit die Änderung wirksam wird

    Danach lohnt sich ein direkter Vergleich: Startet euer Lieblingsspiel einmal mit und einmal ohne aktivierte Arbeitsspeicherintegrität und schaut euch die FPS-Anzeige eures Overlays an, um den tatsächlichen Unterschied auf eurem System einzuschätzen.

    Lohnt sich der Leistungsverzicht für mehr Sicherheit?

    Ganz neu ist die Debatte um Sicherheit gegen Performance bei Windows nicht: Schon beim Umstieg auf Windows 11 22H2 sorgten virtualisierungsbasierte Schutzfunktionen wie Core Isolation und VBS für Diskussionen, weil sie auf älterer Hardware ebenfalls Leistung kosteten. Für die meisten Spielerinnen und Spieler mit aktuellen PCs dürfte sich an der Empfehlung wenig ändern: Lasst das Feature zunächst aktiv, es schützt euch vor realen Bedrohungen auf Kernel-Ebene. Nur wer auf älterer oder ohnehin knapp kalkulierter Hardware spielt und einen klaren FPS-Einbruch feststellt, sollte im Einzelfall abwägen, ob die paar zusätzlichen Bilder pro Sekunde das etwas geringere Schutzniveau wert sind – und die Funktion notfalls gezielt wieder deaktivieren.

    Quelle: GameStar

    Habt ihr das Update schon bekommen und einen FPS-Unterschied bemerkt? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Microsoft-CEO nennt Xbox-Umbau nach Entlassungen „great to see“

    Microsoft-CEO nennt Xbox-Umbau nach Entlassungen „great to see“

    Xbox baut weiter um – und Microsoft-Chef Satya Nadella findet das richtig gut. In einem Podcast-Interview nennt er den laufenden „Streamlining“-Prozess bei der Spielesparte „great to see“, kurz nachdem erneut 268 Mitarbeiter ihren Job verloren haben.

    Microsoft-CEO Satya Nadella spricht auf einer Bühne und gestikuliert mit beiden Händen
    Bildquelle: PC Gamer (https://www.pcgamer.com/gaming-industry/microsoft-ceo-says-xboxs-streamlining-process-is-great-to-see-following-its-most-recent-round-of-layoffs/)

    Was hat Microsoft-CEO Satya Nadella zum Xbox-Umbau gesagt?

    Im „Sources Podcast“ mit Alex Heath sprach Nadella offen über die andauernden Kürzungen bei Xbox. Wörtlich sagte er: „There’s some amount of streamlining the team is doing, and Asha is doing, which is great to see.“ Damit spielt er auf Xbox-Chefin Asha Sharma an, die seit ihrem Amtsantritt einen radikalen Umbau der Sparte vorantreibt. Nadella betonte zudem, er fühle sich „fantastisch“ wegen des verbliebenen IP-Portfolios von Xbox und sehe für das kommende Geschäftsjahr wieder Wachstum.

    Microsoft-CEO Satya Nadella sitzt im Interview vor grünem Vorhang und äußert sich zum Xbox-Umbau
    Bildquelle: VGC (https://www.videogameschronicle.com/news/microsoft-ceo-says-streamlining-of-xbox-business-is-great-to-see/)

    Welche Studios trifft der Xbox-Umbau konkret?

    Erst vor Kurzem strich Microsoft weitere 268 Stellen im Xbox-Bereich – zusätzlich zu den rund 1.600 Jobs, die im Rahmen der laufenden Reorganisation bereits wegfielen. Im Zuge des Umbaus wandert die Halo-Marke zu Activision, während Obsidian Entertainment künftig zu Bethesda gehört. Mehrere Studios hat Microsoft komplett abgegeben oder geschlossen. Zusammengefasst sieht der Umbau aktuell so aus:

    • 268 zusätzliche Entlassungen im Xbox-Bereich in der jüngsten Runde
    • Halo-Marke wechselt zu Activision
    • Obsidian Entertainment wird Bethesda zugeordnet
    • Double Fine, Compulsion Games und Undead Labs verlassen Microsoft komplett
    • Ninja Theory steht nach gescheiterten Verkaufsversuchen offenbar vor dem Aus

    Wie fügt sich Nadellas Aussage in den bisherigen Xbox-Umbau ein?

    Aus unserer Sicht wirkt Nadellas Wortwahl bemerkenswert offen: Wo andere Konzernchefs Entlassungen meist mit vorsichtigen Formulierungen umschreiben, spricht er unverblümt von etwas „Großartigem“. Wir haben bereits berichtet, wie unsicher die Zukunft für einzelne Studios aussieht, etwa in unserem Artikel zum aktuellen Stand des nächsten Halo-Spiels, das laut Insiderberichten noch Jahre von der Fertigstellung entfernt war, bevor die Marke nun zu Activision wanderte. Wie emotional das Thema in der Community diskutiert wird, zeigt unser Bericht zu den Reaktionen der Fans auf das drohende Ninja-Theory-Aus. Für Spieler bedeutet der Umbau vor allem eines: Bei laufenden und angekündigten Xbox-Projekten aus den betroffenen Studios bleibt bis auf Weiteres unklar, ob und wie es mit ihnen weitergeht.

    Quelle: PC Gamer, VGC

    Was haltet ihr von Nadellas Wortwahl – ehrliche Ansage oder ziemlich kaltschnäuzig? Schreibt’s uns in die Kommentare!

  • Ninja Theory vor dem Aus: So reagiert die Community auf den Xbox-Umbau

    Ninja Theory vor dem Aus: So reagiert die Community auf den Xbox-Umbau

    Die große Xbox-Restrukturierungswelle hat in dieser Woche einen neuen, besonders bitteren Tiefpunkt erreicht: Laut offiziellen Angaben von Xbox sind zwei separate Verkaufsversuche für das britische Studio Ninja Theory gescheitert. Xbox-Content-Chef Matt Booty erklärte gegenüber der Belegschaft, man beginne nun eine formelle Konsultation über eine mögliche Schließung, wolle aber parallel weiter nach Alternativen suchen. Eurogamer hat die Reaktionen aus der Community auf diese Nachricht eingeordnet – und die Stimmung ist alles andere als versöhnlich.

    Wird Ninja Theory jetzt wirklich geschlossen?

    Ganz sicher ist das noch nicht, auch wenn es danach aussieht. Nach britischem Arbeitsrecht muss vor Massenentlassungen dieser Größenordnung eine Konsultationsphase mit den Angestellten eingeleitet werden – genau die hat Xbox jetzt gestartet. Betroffen wären rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hellblade-Studios Ninja Theory. Bereits im Juni 2026 hatte Microsoft angekündigt, sich von Ninja Theory sowie den Studios Double Fine, Compulsion Games und Undead Labs zu trennen. Während Double Fine und Compulsion als unabhängige Studios samt eigener IP weitergeführt wurden, sollte Ninja Theory an neue Eigentümer verkauft werden, inklusive Budget für den bereits angekündigten dritten Hellblade-Teil. Genau diese Verkaufsgespräche sind laut Xbox nun zweimal gescheitert, weshalb die Schließung ernsthaft im Raum steht. Die Konsultationsphase läuft üblicherweise mehrere Wochen, ein letztes Rettungsszenario ist also theoretisch noch möglich, aber das Zeitfenster wird kleiner.

    Der Fall wiegt auch deshalb so schwer, weil Ninja Theory eigentlich zu den Erfolgsgeschichten unter Xbox’ First-Party-Studios zählte: Hellblade: Senua’s Sacrifice (2017) gilt bis heute als Paradebeispiel für ein kleines, kreativ mutiges Budget-Projekt mit preisgekrönter Darstellung psychischer Erkrankung. Die Fortsetzung Senua’s Saga: Hellblade II erschien 2024 kritisch gefeiert, blieb kommerziell aber wohl hinter den Erwartungen zurück – ein Umstand, den viele Fans auf den gleichzeitigen Day-One-Start im Xbox Game Pass zurückführen. Noch vor rund zwei Jahren hatte Xbox-Marketingchef Aaron Greenberg öffentlich versichert, es gebe “keinerlei Pläne”, das Studio zu schließen. Dass genau das jetzt doch droht, verschärft den Vertrauensverlust zusätzlich.

    Wie reagiert die Community auf den Xbox-Umbau?

    Entsprechend düster ist die Stimmung in Foren und sozialen Netzwerken. Viele Kommentare werfen Xbox vor, zuletzt präsentierte Ankündigungen und Projekte seien eher Verkaufsargumente für potenzielle Käufer gewesen als echte Zukunftspläne – und wenn sich kein Käufer finde, werde eben geschlossen. Die Parallele zu Tango Gameworks, das trotz des gefeierten Hi-Fi Rush 2024 dichtgemacht wurde, wird immer wieder gezogen: kommerzieller Erfolg allein scheint bei Xbox keine Jobgarantie mehr zu sein. Unser Artikel zu Xbox’ eigentlich schon abgeschlossenem 3.200-Stellen-Abbau zeigt, dass die aktuelle Runde von 268 zusätzlichen Kündigungen keineswegs das Ende der Fahnenstange ist.

    Auch abseits von Ninja Theory bleibt der Umbau turbulent: Rare wandert organisatorisch unter das Dach von Activision, Obsidian wird Bethesda zugeordnet, Playground Games und Turn 10 werden zusammengelegt. Laut Booty sei man damit “grob drei Viertel” durch die Restrukturierung – was bei Fans die Sorge weckt, dass es noch nicht vorbei ist. Wie groß diese Angst bei anderen Traditionsstudios inzwischen ist, zeigt unser Bericht darüber, wie Sea-of-Thieves-Fans um Rares Zukunft bangen.

    Sollte Ninja Theory tatsächlich schließen, wäre es der bislang schwerste Einzelverlust dieser Umbauwelle: ein Studio mit kreativem Renommee, mitten in der Produktion einer laufenden Fortsetzung. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das im schlimmsten Fall das Aus für die Hellblade-Reihe – und ein weiteres Warnsignal, wie wenig Sicherheit selbst gefeierte Studios bei Xbox derzeit genießen.

    Quelle: Eurogamer

    Was denkt ihr: Sollte Microsoft Ninja Theory retten, oder ist die Schließung angesichts der Verkaufsprobleme nachvollziehbar? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Altersverifikation in Australien: Microsoft bietet mehr Wege als Valve

    Altersverifikation in Australien: Microsoft bietet mehr Wege als Valve

    Seit dem 9. März 2026 gelten in Australien die sogenannten Age-Restricted Material Codes der Medienaufsicht eSafety Commissioner. Wer dort R18+-Spiele kaufen oder spielen will, muss seither sein Alter nachweisen. Wie genau Plattformen das umsetzen, bleibt ihnen überlassen – und genau hier klaffen die Ansätze von Microsoft und Valve inzwischen deutlich auseinander. PC Gamer nimmt das in einem Meinungsstück zum Anlass, Valves Steam-Lösung erneut scharf zu kritisieren.

    Was schreibt Australiens neue Altersverifikationspflicht konkret vor?

    Die Codes verlangen von Anbietern „angemessene” Altersnachweise, sobald Nutzer auf Inhalte zugreifen wollen, die von der Australian Classification Board mit R18+ eingestuft wurden. Für alle anderen Spiele ändert sich nichts. Der Gesetzgeber schreibt dabei bewusst keine einzelne Technologie vor: Firmen dürfen zwischen Verifikation, Altersschätzung oder Alters-Inferenz wählen, solange die Methode dem Risiko angemessen ist und australisches Datenschutzrecht einhält. Wer sich nicht daran hält, riskiert Strafen von bis zu 49,5 Millionen australischen Dollar. Mehr Details zu den Codes liefert die zuständige Behörde auf ihrer offiziellen Seite zu den Age-Restricted Material Codes.

    Microsoft hat seine Umsetzung Ende August 2026 für Xbox Store und Microsoft Store auf PC ausgerollt. Bereits gekaufte Spiele sind davon nicht betroffen, offene Vorbestellungen für R18+-Titel verfallen ohne Verifikation allerdings ersatzlos. Laut offiziellem Microsoft-Support können Nutzer dabei zwischen mehreren Wegen wählen: einer automatischen Einschätzung anhand der bisherigen Kontohistorie, einer Altersschätzung per Selfie, einer Kreditkarte, einem regional verfügbaren digitalen Ausweisdienst oder dem Hochladen eines Dokuments wie Führerschein oder Reisepass. Die eigentliche Prüfung übernehmen die externen Dienstleister Yoti und VerifyMy, die laut Microsofts eigener Ankündigung nur eine Bestätigung zurückmelden und die eingereichten Dokumente selbst nicht an Microsoft weiterleiten.

    Wie unterscheidet sich Microsofts Ansatz von Valves Steam-Lösung?

    Valve hat sein Altersverifikationssystem für Steam in Australien nur wenige Wochen zuvor eingeführt – und dabei radikal auf eine einzige Methode reduziert: eine gültige australische Kreditkarte, die dauerhaft mit dem Konto verknüpft bleiben muss. Debitkarten, Ausweis-Uploads oder Selfie-Schätzungen akzeptiert Valve nicht. Nach übereinstimmenden Berichten unter anderem von Tom’s Hardware und PC Gamer besitzen aber nur rund 43 Prozent der Australier überhaupt eine Kreditkarte. Ein erheblicher Teil der eigentlich volljährigen Nutzer könnte damit faktisch ausgesperrt bleiben. In Teilen der Community, etwa auf Reddit, wurde Valves Vorgehen deshalb bereits als „malicious compliance” bezeichnet – als bewusst unbequeme Pflichterfüllung statt echter Lösung.

    Genau diesen Kontrast greift PC Gamer auf: Weil Microsoft zeigt, dass eine datensparsame, aber trotzdem mehrgleisige Verifikation technisch machbar ist, wertet das Magazin Valves Ein-Optionen-Lösung als weiteren Beleg dafür, dass es dem Unternehmen nicht in erster Linie um Datenschutz gehe, sondern eher um minimalen Umsetzungsaufwand auf Kosten der Nutzerfreundlichkeit. Aus unserer Sicht ist diese Zuspitzung nachvollziehbar, sie bleibt aber eine redaktionelle Bewertung von PC Gamer und keine offizielle Feststellung der Regulierungsbehörde.

    Was bedeutet das für Spielerinnen und Spieler in Australien?

    Für Xbox- und PC-Nutzer mit Microsoft-Konto heißt das in der Praxis: Wer bereits ein länger aktives, glaubwürdig erwachsenes Konto besitzt, wird häufig automatisch als verifiziert eingestuft und muss gar nichts weiter unternehmen. Alle anderen wählen zwischen mehreren, unterschiedlich aufwendigen Optionen. Steam-Nutzer ohne Kreditkarte verlieren dagegen vorerst den Zugriff auf R18+-Inhalte, selbst wenn sie unzweifelhaft volljährig sind – es sei denn, sie beschaffen sich eigens eine Kreditkarte oder Valve ergänzt sein Verfahren um weitere Optionen.

    Quelle: PC Gamer

    Wie seht ihr die Kreditkarten-Pflicht bei Steam – nachvollziehbarer Datenschutz oder unnötige Hürde? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Xbox soll eigenes Entlassungsziel von 3.200 Stellen wohl verfehlen

    Xbox soll eigenes Entlassungsziel von 3.200 Stellen wohl verfehlen

    Microsoft hatte im Juli angekündigt, im Rahmen des sogenannten Xbox-Reset rund 3.200 Stellen im Gaming-Bereich zu streichen, verteilt über das gesamte Geschäftsjahr 2027. Jetzt zeichnet sich ab: Diese Zahl wird offenbar gar nicht erreicht. Laut einem Bericht von Nintendo Life, der sich auf Windows-Central-Redakteur Jez Corden beruft, rechnen Insider damit, dass Xbox am Ende deutlich unter dem selbst gesteckten Ziel bleibt.

    Der Grund dafür klingt zunächst nach guten Nachrichten: Microsoft setzt offenbar verstärkt auf interne Versetzungen, Abteilungswechsel und Studio-Ausgliederungen statt auf klassische Kündigungen, um die Belegschaft zu verkleinern. Wer intern in eine andere Rolle wechselt oder dessen Studio an einen anderen Publisher übergeht, taucht am Ende nicht in der offiziellen Entlassungsstatistik auf, verliert aber trotzdem seinen bisherigen Platz im Xbox-Gefüge.

    Wie hängt das mit den jüngsten Studio-Verschiebungen zusammen?

    Erst am 22. September hatte Xbox-Content-Chef Matt Booty in einer offiziellen Mitteilung auf Xbox Wire weitere 268 Stellenstreichungen bestätigt und gleichzeitig eine große Studio-Rochade angekündigt: Halo Studios, Rare und World’s Edge wandern zu Activision, Obsidian wird direkt Bethesda unterstellt und arbeitet dort unter anderem am neuen Fallout-Projekt, Turn 10 geht in Playground Games auf. Diese direkteren Berichtslinien an die jeweiligen Publisher sollen die Strukturen bei Xbox Game Studios schlanker machen. Nach Einschätzung von Beobachtern ist die Restrukturierung damit bereits zu etwa drei Vierteln abgeschlossen, wobei gerade die großen Studio-Abgaben stark zur Zielerreichung beitragen, ohne dass dafür Leute tatsächlich entlassen werden mussten.

    Was bedeutet das für betroffene Xbox-Mitarbeiter?

    Für die Belegschaft ist das eine Mischung aus Erleichterung und Unsicherheit. Weniger tatsächliche Kündigungen sind grundsätzlich eine gute Nachricht, gerade nach Monaten voller Hiobsbotschaften. Gleichzeitig bedeutet ein Wechsel zu einem neuen Publisher wie Activision oder Bethesda für viele Angestellte neue Vorgesetzte, neue Prozesse und mitunter auch neue Standorte. Sicherheit im Sinne von Planbarkeit sieht anders aus, auch wenn der Job selbst erhalten bleibt.

    Aus unserer Sicht zeigt die Entwicklung vor allem eins: Der Xbox-Reset ist kein einmaliger Kahlschlag, sondern ein monatelanger Umbauprozess mit vielen kleinen Etappen. Wir haben in den vergangenen Wochen bereits mehrfach berichtet, etwa über die 268 bestätigten Entlassungen samt Activision-Übernahme von Halo und über die Sorgen der Sea-of-Thieves-Community um Rares Zukunft. Dass die Gesamtzahl der Entlassungen nun wohl unter dem ursprünglichen Ziel bleibt, ändert nichts daran, dass praktisch jedes Xbox-Studio in irgendeiner Form von der Reorganisation betroffen ist.

    Bleibt das Xbox-Reset-Ziel von 3.200 Stellen damit endgültig unerreicht?

    Offiziell hat Microsoft die neue, niedrigere Zahl bislang nicht bestätigt, die Berichte stützen sich auf Quellen von Windows Central. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 bleibt also noch Zeit, in der sich die genaue Endsumme weiter verschieben kann. Klar ist aber schon jetzt: Die Kombination aus Studio-Verlagerungen, internen Versetzungen und den bereits vollzogenen direkten Entlassungswellen sorgt dafür, dass die ursprünglich kommunizierte Zahl eher als grobe Obergrenze denn als fixes Ziel zu verstehen ist.

    Quelle: Nintendo Life

    Wir bleiben an der Xbox-Reset-Geschichte dran und melden uns, sobald Microsoft die finalen Zahlen bestätigt.

  • Sea-of-Thieves-Fans fürchten um Rares Zukunft nach dem großen Xbox-Reset

    Sea-of-Thieves-Fans fürchten um Rares Zukunft nach dem großen Xbox-Reset

    Kaum hat sich der Staub des jüngsten Xbox-Umbaus gelegt, sorgt ein Detail für neue Unruhe: Laut einem Bericht von IGN wurde Rare, das britische Studio hinter Sea of Thieves, im Rahmen der großen Restrukturierung organisatorisch Activision unterstellt. Was auf dem Papier nach einer reinen Verwaltungsentscheidung klingt, hat bei vielen Fans sofort die Alarmglocken schrillen lassen.

    Den größeren Rahmen dazu liefert unser Bericht zur großen Xbox-Restrukturierung mit 268 Entlassungen: Microsoft baut seine Studiolandschaft massiv um, Activision übernimmt unter anderem auch die Verantwortung für Halo, während Ninja Theory komplett geschlossen wird. Rare reiht sich nun als weiteres bekanntes Xbox-Studio in die Liste der Teams ein, deren Berichtsstruktur künftig über Activision statt über die zentrale Xbox-Game-Studios-Führung läuft.

    Was bedeutet die neue Zuordnung zu Activision konkret für Rare?

    Ganz konkret heißt das: Rare bleibt als Studio bestehen und arbeitet nach aktuellem Stand weiter an Sea of Thieves, berichtet aber ab sofort nicht mehr direkt an die Xbox-Game-Studios-Spitze, sondern in die Activision-Organisation hinein. Ein offizielles, ausführliches Statement von Microsoft oder Rare selbst dazu, was das für künftige Projekte oder die Studiokultur bedeutet, gibt es bislang nicht – lediglich die interne Umstrukturierungs-Mitteilung, die den reinen Wechsel der Führungsebene bestätigt. Genau diese Leerstelle ist es, die der Community derzeit am meisten zu schaffen macht, denn niemand hat bislang erklärt, was langfristig mit Rare passieren soll.

    Warum macht sich die Sea-of-Thieves-Community jetzt solche Sorgen?

    Der Grund für die Nervosität liegt im Ruf, den sich Activision in den letzten Jahren erarbeitet hat. In Fan-Diskussionen kursiert bereits die Befürchtung, Rare könnte zu einer Art Zulieferer für Call of Duty verkommen: Ein Nutzer brachte es sinngemäß auf den Punkt, man müsse wohl damit rechnen, dass Rare künftig als „CoD-Support-Team in den CoD-Minen” endet – so wie es anderen von Activision übernommenen Studios zuvor ergangen sei. Andere Stimmen befürchten schlicht „Massenentlassungen, KI und wilde Mikrotransaktionen”, sollte sich der Activision-Stil auch bei Sea of Thieves durchsetzen. Es gibt aber auch vorsichtig optimistische Töne: Manche Fans hoffen, Rare bekomme durch die neue Konstellation sogar mehr Freiraum für die Art von Plattformer-Projekten, für die das Studio historisch bekannt wurde.

    Diese Sorge kommt nicht aus dem Nichts. Rare gehört seit 2002 zu Microsoft und hat mit Titeln wie Banjo-Kazooie und Perfect Dark Videospielgeschichte geschrieben, bevor sich das Studio mit Sea of Thieves ab 2018 zu einem der erfolgreichsten Live-Service-Titel im gesamten Xbox-Portfolio entwickelte. Das Spiel wird bis heute mit regelmäßigen Season-Updates gepflegt und gilt intern wie extern als Prestigeprojekt. Genau dieser Status macht die Unsicherheit für viele Spieler so greifbar: Es geht nicht um ein kleines Nischenspiel, sondern um eines der langlebigsten Aushängeschilder der Marke Xbox.

    Was heißt das für laufende Sea-of-Thieves-Updates?

    Für den Spielbetrieb selbst ändert sich nach aktuellem Kenntnisstand erst einmal nichts: Sea of Thieves läuft weiter, geplante Inhalte und Updates werden nicht offiziell in Frage gestellt, und es wurde auch kein Projekt im Zuge dieser Ankündigung eingestellt. Die eigentliche Frage betrifft die mittelfristige Zukunft – also ob Activisions bekannte Monetarisierungs- und Produktionslogik künftig auch bei Rare Einzug hält. Bis Microsoft oder Rare dazu konkreter werden, bleibt der Community nur, die Entwicklung genau zu beobachten.

    Redaktionelle Einschätzung: Eine reine Umbenennung in der Konzernhierarchie muss nicht zwangsläufig das Ende von Rares kreativer Eigenständigkeit bedeuten – aber angesichts von Activisions Historie bei übernommenen Studios ist die Skepsis der Fans nachvollziehbar. Ob Sea of Thieves seinen Charakter behält, wird sich erst an den nächsten großen Updates und daran zeigen, ob Microsoft die Sorgen der Community mit einem klaren Statement adressiert.

    Quelle: IGN

    Was denkt ihr: Kann Rare unter Activision seinen Charakter behalten, oder droht Sea of Thieves eine Zukunft wie andere Activision-Studios? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Gerücht: Xbox plant angeblich neue große Entlassungswelle mit Studio-Konsolidierung

    Gerücht: Xbox plant angeblich neue große Entlassungswelle mit Studio-Konsolidierung

    Wichtiger Hinweis: Es handelt sich hierbei um ein Gerücht, das bislang NICHT offiziell von Microsoft/Xbox bestätigt wurde.

    Kaum hat sich die Branche von der letzten Kündigungsrunde erholt, macht schon das nächste beunruhigende Gerücht die Runde: Berichten zufolge soll Microsoft bei Xbox noch in dieser Woche eine weitere große Entlassungswelle einläuten. Das berichtet das britische Fachportal VGC (Video Games Chronicle) unter Berufung auf Insider-Informationen des Wirtschaftsmediums The Information. Offiziell bestätigt ist bislang nichts – weder konkrete Zahlen noch die Namen betroffener Studios wurden bisher von Microsoft genannt.

    Was ist über die angebliche neue Xbox-Entlassungswelle bekannt?

    Laut dem Bericht sollen im Zuge der Maßnahme mehrere interne Studios konsolidiert werden, also organisatorisch zusammengelegt oder in bestehende Strukturen eingegliedert werden. Konkrete Namen betroffener Studios oder eine genaue Zahl der Stellen nennt der Bericht bislang nicht – The Information beruft sich Berichten zufolge auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, die namentlich nicht genannt werden möchten. Auch der genaue Zeitpunkt ist noch nicht restlos geklärt, VGC schreibt jedoch, dass die Entlassungen angeblich noch in dieser Woche verkündet werden sollen. Bis zu einer offiziellen Stellungnahme von Xbox oder Microsoft bleibt vieles Spekulation, und es ist gut möglich, dass sich Details bis zur tatsächlichen Bekanntgabe noch ändern.

    Wie reihen sich die Gerüchte in frühere Xbox-Entlassungswellen ein?

    Sollte sich das Gerücht bewahrheiten, wäre es beileibe nicht die erste große Kürzungsrunde bei Xbox. Bereits im Januar 2024 strich Microsoft rund 1.900 Stellen im Gaming-Bereich, kurz nachdem die milliardenschwere Übernahme von Activision Blizzard abgeschlossen worden war. Im Mai 2025 folgte eine weitere, besonders schmerzhafte Welle: Damals wurden unter anderem die Studios Tango Gameworks (bekannt für „Hi-Fi Rush“) und Arkane Austin komplett geschlossen, mehrere angekündigte Projekte gestrichen. Eine erneute Konsolidierung würde also in ein Muster passen, das Xbox in den vergangenen Jahren wiederholt gezeigt hat: schnelles Wachstum durch milliardenschwere Zukäufe, gefolgt von harten Einschnitten bei der Belegschaft.

    Was würde eine erneute Entlassungswelle für Studios und Spieler bedeuten?

    Für betroffene Entwicklerinnen und Entwickler bedeuten solche Wellen in der Regel massive Unsicherheit – oft werden laufende Projekte eingestellt oder auf Eis gelegt, bevor überhaupt öffentlich kommuniziert wird, welche Teams konkret betroffen sind. Für Spielerinnen und Spieler kann eine Studio-Konsolidierung bedeuten, dass angekündigte oder in Entwicklung befindliche Titel verzögert, umstrukturiert oder im schlimmsten Fall ganz eingestellt werden. Die aktuellen Gerüchte passen zudem ins Bild eines Konzerns, der seine Geschäftsstrategie im Gaming-Bereich derzeit an mehreren Fronten gleichzeitig verändert: Während offenbar an einer Stelle Kosten eingespart werden sollen, arbeitet Microsoft an anderer Stelle an neuen Einnahmequellen – erst kürzlich sorgte etwa ein Patent für In-Game-Werbung in Xbox- und PC-Spielen für Diskussionen in der Community.

    Solange Microsoft sich nicht offiziell äußert, bleibt es bei Spekulation. Wir behalten die Entwicklung im Auge und aktualisieren diesen Artikel, sobald es belastbare Informationen von Xbox Wire oder dem Microsoft News Center gibt.

    Quelle: VGC

    Was denkt ihr: Trifft es diesmal, und wenn ja, welche Xbox-Studios könnten betroffen sein? Schreibt uns eure Einschätzung in die Kommentare!

  • Microsoft patentiert In-Game-Werbung für Xbox- und PC-Spiele

    Microsoft patentiert In-Game-Werbung für Xbox- und PC-Spiele

    Microsoft hat ein Patent für ein Werbesystem in PC- und Xbox-Spielen angemeldet, wie zuerst Eurogamer berichtete. Die Anmeldung mit dem Titel “Contextually Aware Management of Interactive Software Application Access” wurde als US 2026/0260258 A1 veröffentlicht und beschreibt, wie Werbung eingeblendet werden soll, ohne das eigentliche Gameplay zu unterbrechen.

    Wie funktionieren die “Trigger Events” laut Patent?

    Kern des Systems sind sogenannte Trigger Events: feste Momente, in denen ein Spiel ohnehin kurz pausiert oder eine natürliche Lücke entsteht. Das Patent nennt als Beispiele das Ende eines Bosskampfs, den Abschluss einer Quest, das Ende einer Cutscene oder Ladebildschirme. In diesen Momenten würde das Spiel angehalten und eine Werbeanzeige eingeblendet – ähnlich wie es viele kostenlose Mobile-Games heute schon machen. Wer nicht dauerhaft Werbung sehen will, bekommt laut Patentschrift zunächst ein werbefreies Zeitkontingent, etwa 30 Minuten oder eine abgeschlossene Spielstufe. Wer sich zusätzliche Werbung anschaut, verdient sich damit weitere werbefreie Spielzeit.

    Patentzeichnung von Microsoft mit Spielumgebung, Spieler-Avatar und Nutzeroberfläche zur Darstellung eines Trigger Events
    Bildquelle: TechSpot, Illustration aus der Patentschrift US 2026/0260258 A1

    Für welche Geräte ist das Patent gedacht?

    Die Anmeldung beschränkt sich nicht auf eine Plattform. Microsoft nennt Desktop-PCs, Laptops, Spielkonsolen, Smartphones, Tablets, Smart-TVs und Headsets als mögliche Zielgeräte, außerdem Cloud-Gaming-Szenarien. Damit könnte das System theoretisch sowohl klassische Xbox– und PC-Titel betreffen als auch Free-to-Play- und Streaming-Angebote. Ein konkretes Spiel, ein Xbox-Dienst oder ein Produktplan wird in der Patentschrift nicht genannt – Microsoft hält sich wie bei den meisten Patentanmeldungen bewusst vage.

    Ganz aus der Luft gegriffen ist das Thema nicht: Bereits seit Juli 2026 können Xbox-Insider ausgewählte Free-to-Play-Titel per Cloud-Gaming kostenlos mit Werbung streamen. Microsoft betonte damals ausdrücklich, den Spielfluss nicht unterbrechen zu wollen und Werbung klar erkennbar zu kennzeichnen – Formulierungen, die sich fast wörtlich in der jetzigen Patentschrift wiederfinden. Das Patent liest sich damit eher wie die technische Grundlage für eine Strategie, die Microsoft ohnehin schon verfolgt, als wie eine komplett neue Idee.

    Kommt Werbung jetzt auch in Vollpreis-Spiele?

    Nicht zwangsläufig – und das ist der entscheidende Unterschied zur aktuellen Kontroverse. Ein Patent ist erstmal nur eine rechtliche Absicherung, keine Ankündigung. Trotzdem sorgt allein die Idee für Diskussionen, weil sie technisch eben nicht auf kostenlose Cloud-Angebote beschränkt ist, sondern laut Anmeldung genauso in gekauften Konsolen- und PC-Spielen greifen könnte. Für Spieler würde das im besten Fall bedeuten: kurze, angekündigte Werbepausen an ohnehin vorhandenen Wartepunkten statt Unterbrechungen mitten im Kampf. Im schlechtesten Fall droht ein Präzedenzfall, der Werbung schrittweise auch dort etabliert, wo Spieler bereits für das Spiel bezahlt haben.

    Aus unserer Sicht ist genau das der wunde Punkt der Monetarisierungs-Debatte: Werbung gegen einen echten Vorteil wie kostenlosen Zugang zu tauschen, ist nachvollziehbar. Würde dasselbe System aber später in Vollpreistitel wandern, dürfte der Aufschrei in der Community groß ausfallen – die Grenze zwischen “cleverer Kompromiss” und “zusätzliche Zumutung” hängt am Ende davon ab, wo genau Microsoft die Trigger Events künftig einsetzt.

    Quelle: Eurogamer, Tom’s Hardware, TechSpot

    Was haltet ihr von Werbepausen nach dem Trigger-Events-Prinzip: fairer Deal für günstigeres Spielen oder erster Schritt zu mehr Werbung überall? Schreibt’s uns in die Kommentare.