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    MindsEye-Entwickler: Build A Rocket Boy entlässt erneut Mitarbeiter

    Beim MindsEye-Entwickler Build A Rocket Boy reißt die Hiobsbotschaften-Serie nicht ab: Laut mehreren übereinstimmenden Berichten haben betroffene Mitarbeiter am 16. September 2026 auf LinkedIn eine weitere Entlassungswelle bestätigt. Es ist bereits die vierte Kürzungsrunde beim schottischen Studio seit dem Debüt seines einzigen bisherigen Spiels.

    Warum entlässt Build A Rocket Boy schon wieder Mitarbeiter?

    Laut Berichten von PC Gamer und weiteren Redaktionen soll ein HR-Vertreter des Studios den verbliebenen Angestellten mitgeteilt haben, man werde sie bis „zum sehr Ende“ begleiten und beim „Abwickeln der Dinge“ unterstützen. Diese Formulierung deuten mehrere Quellen unabhängig voneinander als deutliches Zeichen für eine vollständige Schließung des Studios, auch wenn Build A Rocket Boy selbst noch keine offizielle Bestätigung dafür veröffentlicht hat.

    Was ist bei MindsEye schiefgelaufen?

    Build A Rocket Boy wurde von Leslie Benzies gegründet, der zuvor als Produzent maßgeblich an mehreren Grand-Theft-Auto-Teilen bei Rockstar North beteiligt war. Mit rund 110 Millionen US-Dollar an Investorengeldern im Rücken erschien im Juni 2025 das Action-Adventure MindsEye für PS5, Xbox Series X und PC – und wurde zu einem der am schlechtesten bewerteten Spiele des Jahres 2025. Technische Probleme, Performance-Einbrüche und mauer Content sorgten für „Größtenteils negative“ Nutzerwertungen auf Steam. Schon im Juli 2025 folgten die ersten Massenentlassungen mit rund 300 betroffenen Stellen, im März und Mai 2026 kamen weitere Kürzungsrunden hinzu, die die Belegschaft laut Berichten auf zuletzt nur noch etwa 80 Personen schrumpfen ließen. Die aktuelle Welle dürfte diese Zahl noch einmal deutlich reduzieren.

    Aus unserer Sicht zeigt der Fall MindsEye exemplarisch, wie gefährlich ein überstürzter Launch mit prominentem Namen im Rücken sein kann: Selbst ein Studio mit Rockstar-Pedigree und dreistelligem Millionenbudget konnte ein technisch unausgereiftes Spiel nicht vor dem Absturz retten. Für die betroffenen Entwicklerinnen und Entwickler, die wiederholt von Kürzungsrunden getroffen werden, ist das vor allem bitter.

    Szene aus dem Actionspiel MindsEye von Entwickler Build A Rocket Boy
    Bildquelle: PC Gamer (https://www.pcgamer.com/gaming-industry/mindseye-developer-build-a-rocket-boy-lays-off-even-more-people/)

    Quelle: PC Gamer, VGC

    Was denkt ihr – kann sich Build A Rocket Boy noch retten? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.