Tag: PC-Hardware

  • Gigabyte Control Center: Sicherheitslücke gewährt Angreifern Kernel-Zugriff

    Gigabyte Control Center: Sicherheitslücke gewährt Angreifern Kernel-Zugriff

    Wer ein Gigabyte-Mainboard hat und die dazugehörige Control-Center-Software nutzt, sollte jetzt kurz aufhorchen: Gigabyte hat eine Sicherheitslücke bestätigt, über die sich Angreifer bis auf Kernel-Ebene in euer System vorarbeiten können. Das berichtet PC Gamer unter Berufung auf ein offizielles Advisory des Herstellers.

    Konkret steckt der Fehler im MBStorage-Modul der Gigabyte Control Center Software, das eigentlich nur für die RAM-Beleuchtung zuständig ist. Das Modul bringt einen Kernel-Treiber namens MyPortIO_x64.sys mit, und genau der lässt sich missbrauchen. Ein Angreifer mit lokalem Zugriff auf euren Rechner kann darüber beliebigen physischen Speicher lesen und schreiben — und sich so Rechte auf Kernel-Ebene (Ring 0) erschleichen. Ist das erstmal geschafft, hat er quasi die volle Kontrolle über das System, inklusive der Möglichkeit, Sicherheitssoftware zu umgehen.

    Bin ich als Gigabyte-Nutzer betroffen?

    Die Schwachstelle trägt die Kennung CVE-2026-9492 und ist nach dem CVSS-3.1-Standard mit 7,8 von 10 Punkten bewertet — also “hoch”. Betroffen sind alle Versionen des MBStorage-Moduls vor 26.06.03.01, die als Teil der Gigabyte Control Center Software auf vielen aktuellen Gigabyte-Mainboards mit RGB-RAM-Unterstützung installiert sind. Wichtig: Ein Angreifer braucht dafür bereits lokalen, authentifizierten Zugriff auf euren PC, ein Angriff übers Internet aus der Ferne ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht möglich. Trotzdem ist das kein Grund zur Entwarnung, denn Schadsoftware, die bereits auf eurem System gelandet ist, könnte die Lücke genau für diesen letzten Schritt zur vollen Kontrolle nutzen. Die Details listet Gigabyte im offiziellen Security-Advisory auf.

    • CVE-2026-9492 (CWE-782: Exposed IOCTL mit unzureichender Zugriffskontrolle)
    • Betroffen: MBStorage-Modul (RAM-Beleuchtungssteuerung) der Gigabyte Control Center Software, konkret der Kernel-Treiber MyPortIO_x64.sys
    • Betroffene Versionen: alle MBStorage-Versionen vor 26.06.03.01
    • CVSS-3.1-Score: 7,8 (Hoch)
    • Voraussetzung für den Angriff: lokaler, authentifizierter Zugriff auf das System

    Wie schütze ich mich vor der Sicherheitslücke?

    Die gute Nachricht: Gigabyte hat den Fehler bereits gefixt, ihr müsst nur aktiv werden. So geht’s:

    • Öffnet die Gigabyte Control Center App auf eurem PC
    • Sucht dort im Update-Bereich nach einer neuen MBStorage-Version (26.06.03.01 oder neuer) und installiert sie
    • Alternativ: Ladet das komplette, aktuelle Gigabyte Control Center Paket direkt von der offiziellen Produktseite herunter
    • Schaut im Gigabyte Download Center ohnehin regelmäßig vorbei, ob für euer Mainboard neue Software- oder BIOS-Updates bereitstehen
    • Startet den PC nach der Installation neu

    Diese Lücke reiht sich in eine ganze Serie an Sicherheitsproblemen bei Gigabyte-Software in diesem Jahr ein. Erst im Sommer 2026 hatte PC Gamer über eine noch kritischere Schwachstelle in der Control-Center-Software berichtet, über die sich bei aktivierter Pairing-Funktion sogar unauthentifiziert Dateien aufs System schreiben ließen. Auch bei Gigabyte-Mainboard-BIOS-Versionen für ältere Intel-Prozessoren gab es 2026 bereits eine Warnung. Wer RGB-Software, Overclocking-Tools und ähnliche Zusatzprogramme von Mainboard-Herstellern nutzt, öffnet sich damit potenziell zusätzliche Angriffsflächen — das betrifft längst nicht nur Gigabyte, sondern die ganze Branche. Unser Rat: Haltet solche Kernel-nahe Software immer aktuell und deinstalliert Tools, die ihr eigentlich gar nicht braucht.

    Quelle: PC Gamer, Gigabyte Security Advisory

    Prüft am besten gleich jetzt eure Gigabyte Control Center Version und installiert das Update — schreibt uns in den Kommentaren, ob ihr betroffen wart!

  • Steam Deck 2: Valve sieht sich trotz Speicherchip-Krise nicht ausgebremst

    Steam Deck 2: Valve sieht sich trotz Speicherchip-Krise nicht ausgebremst

    Die aktuelle globale Krise bei Arbeitsspeicher-Bauteilen sorgt in der gesamten Tech-Branche für Lieferengpässe und steigende Preise. Für alle, die auf ein Steam-Deck-Nachfolgemodell hoffen, gibt es nun aber Entwarnung: Laut Valve-Entwickler Pierre-Loup Griffais beeinflusst die Speicherknappheit die Pläne für das Steam Deck 2 bislang nicht.

    Wie stark trifft die Speicherchip-Krise die Gaming-Branche gerade?

    Seit Monaten kämpfen Hersteller von PCs, Konsolen und Handhelds mit stark gestiegenen Preisen für RAM- und Speicherbausteine, ausgelöst durch weltweite Lieferengpässe. Mehrere Hardware-Hersteller mussten deshalb bereits Preise anpassen oder Produktionspläne verschieben. Genau vor diesem Hintergrund ist Valves Aussage bemerkenswert: Während andere Firmen öffentlich über Anpassungen sprechen, hält das Unternehmen an seinem ursprünglichen Fahrplan fest.

    Worauf legt Valve beim Nachfolger des Steam Deck den Fokus?

    Griffais betont, dass es dem Team nicht um möglichst viele neue Funktionen gehe, sondern um eine klar definierte, spürbare Verbesserung der Leistung gegenüber dem aktuellen Steam Deck. Valve verfolgt damit einen bewusst zurückhaltenden Ansatz: lieber eine handfeste Verbesserung liefern, die im Alltag wirklich zu spüren ist, als mit einer langen Feature-Liste zu werben, die am Ende an der Bauteil-Realität scheitert.

    Einordnung: Der zeitliche Zusammenhang ist kein Zufall. Erst vor Kurzem hatten wir über Preis, Reservierung und erste Testberichte zum neuen Steam-Frame-VR-Headset berichtet, das ebenfalls von den gestiegenen Bauteilpreisen betroffen ist und dadurch teurer und später kommt als ursprünglich erwartet. Dass Valve nun ausgerechnet beim Steam Deck 2 gegensteuert und Stabilität verspricht, dürfte kein Zufall sein – schließlich ist das Handheld für Valve das mit Abstand relevantere Massenprodukt und damit besonders preissensibel für die Zielgruppe.

    Illustration zu Valves Aussagen über die RAM-Knappheit und das Steam Deck 2
    Bildquelle: aroged.com

    Quelle: Aroged, PC Gamer

    Was wünscht ihr euch am meisten vom Steam Deck 2? Diskutiert mit in den Kommentaren!

  • Wooting 80HE+: Unsere Lieblings-Tastatur bekommt einen dicken Dreh-Regler und bessere Switches

    Wooting 80HE+: Unsere Lieblings-Tastatur bekommt einen dicken Dreh-Regler und bessere Switches

    Wenn ihr euch für Hall-Effect-Tastaturen interessiert, kennt ihr die Wooting 80HE wahrscheinlich schon: Sie gilt bei vielen Hardware-Redaktionen als eine der besten Gaming-Tastaturen überhaupt. Jetzt legt Wooting nach und stellt mit der 80HE+ eine überarbeitete Version vor, die an mehreren Stellen spürbar nachschärft.

    Die wichtigste optische Neuerung fällt sofort auf: ein großer, drehbarer Knob namens Lekker Knob Large. Aber auch unter der Haube hat sich einiges getan.

    Was bringt das Update der Wooting 80HE+ konkret?

    • Der neue Lekker Knob Large lässt sich frei belegen: Lautstärke, Medien-Steuerung oder eigene Tastatur-Funktionen, ganz nach Wahl
    • Bei den vormontierten Zinc-Modellen ist der Knob direkt dabei, für ABS-Versionen gibt es ihn separat zum Nachrüsten
    • Neue Lekker-Switches der aktuellen Generation sollen stabiler laufen und dank geschlossenem Boden von Haus aus gedämpfter klingen
    • Eine neue FR4-Platine sorgt für einen festeren, gleichmäßigeren Anschlag ohne das metallische Nachklingen einer Stahlplatte
    • Zusätzliche Dämmschaum-Elemente im Gehäuseboden machen den Gesamtklang tiefer und satter
    • Ein optionales Split-Spacebar-Modul ersetzt die einzelne Leertaste durch drei einzelne Tasten, sodass der linke Daumen eine zusätzliche, frei belegbare Taste erreicht, ohne die WASD-Position zu verlassen

    Dazu gibt es kleinere Detailpflege: Die ABS-Dark-Version bekommt ein dunkel-transparentes Oberteil, bei der Zinc-Dark-Variante wurde die Beschichtung widerstandsfähiger gegen Abnutzung gemacht.

    Wann könnt ihr die Wooting 80HE+ kaufen und was kostet sie?

    Die Vorbestellung für die 80HE+ startet laut Wooting am 17. September. Bei den vormontierten Versionen soll der Preis nach aktuellem Stand etwa auf dem Niveau des ursprünglichen 80HE-Modells liegen, das seinerzeit um die 200 US-Dollar kostete.

    Aus unserer Sicht ist das Update ein gutes Beispiel dafür, wie Wooting seine Nische bespielt: Statt jedes Jahr ein komplett neues Modell aus dem Boden zu stampfen, wird ein bereits sehr gut bewertetes Grundgerüst gezielt an den Stellen nachgebessert, die die Community am häufigsten kritisiert hat, etwa Sound und Haptik. Für Vielspieler, die eh schon auf Hall-Effect-Switches mit Analog-Input setzen, dürfte besonders das Split-Spacebar-Modul interessant sein, weil es eine zusätzliche Taste erschließt, ohne die Handposition zu verändern. Wer eine günstigere Alternative im Peripherie-Bereich sucht, findet in unserem Test der Razer Naga V3 Pro übrigens auch spannenden Lesestoff zum Thema Gaming-Peripherie.

    Mehr Details und die technischen Daten aller Wooting-Modelle findet ihr direkt bei Wooting.

    Zwei Wooting-Gaming-Tastaturen mit sichtbarem neuen Dreh-Regler nebeneinander fotografiert
    Bildquelle: PC Gamer (https://www.pcgamer.com)

    Quelle: PC Gamer

    Reicht euch der neue Knob und die besseren Switches für ein Upgrade, oder bleibt ihr bei eurer aktuellen Tastatur? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

  • DLSS 5 startet – der große KI-Grafiksprung kommt mit heftigem Performance-Preis

    DLSS 5 startet – der große KI-Grafiksprung kommt mit heftigem Performance-Preis

    Nvidia bringt mit DLSS 5 die nächste Generation seiner KI-gestützten Bildverbesserung an den Start – und die ersten Reaktionen aus der Fachpresse schwanken zwischen Begeisterung und Ernüchterung. Einige Redaktionen sprechen vom größten Grafiksprung seit Einführung von Pathtracing, andere warnen vor einem happigen Preis in Sachen Bildrate.

    Wann startet DLSS 5 und in welchem Spiel zuerst?

    Los geht es am 3. September 2026, praktisch zeitgleich mit dem Release von NBA 2K27 am 4. September, das als erstes Spiel offiziell DLSS 5 unterstützt. Die neue Technik setzt auf sogenanntes „3D-Guided Neural Rendering“ und ist zunächst exklusiv für RTX-50-Grafikkarten verfügbar – auf Desktop, Laptop und über den Streaming-Dienst GeForce NOW. Nvidia hat aber bereits angedeutet, DLSS 5 perspektivisch auch auf ältere Grafikkarten-Generationen bringen zu wollen.

    Wie stark bremst DLSS 5 tatsächlich die Framerate aus?

    • Laut Nvidias eigenen Angaben kostet eine offizielle Implementierung von DLSS 5 in einem Spiel rund 50 bis 60 Prozent Rohleistung.
    • Seit März 2026 hat Nvidia die Performance der Technologie nach eigenen Angaben bereits um mehr als das Fünffache verbessert – der Leistungshunger dürfte also mit der Zeit weiter sinken.
    • Erste Hands-on-Eindrücke aus NBA 2K27 beschreiben den optischen Sprung trotzdem als beeindruckend „pixelgenau“ und deutlich realistischer als bisherige DLSS-Generationen.
    • DLSS 5 soll künftig über alle RTX-50-Geräte hinweg funktionieren, inklusive mobiler Varianten.

    Aus unserer Sicht ist das ein klassisches Henne-Ei-Problem: Wer nicht zufällig eine der stärksten aktuellen RTX-50-Karten besitzt, wird von den 50 bis 60 Prozent Leistungseinbußen erst einmal mehr merken als vom hübscheren Bild. Für alle anderen lohnt es sich, die Technik erst einmal in Ruhe in weiteren Titeln zu beobachten, bevor man sie standardmäßig aktiviert – gerade auf Karten der unteren und mittleren RTX-50-Preisklasse dürfte der Leistungsverlust spürbar ins Gewicht fallen.

    Performance-Diagramm zu DLSS 5 in NBA 2K27 bei 2560x1440 Pixeln
    Bildquelle: GameStar (gamestar.de)
    Bildvergleich mit aktiviertem DLSS 5 in NBA 2K27
    Bildquelle: GameStar (gamestar.de)

    Quelle: PC Gamer, GameStar

    Werdet ihr DLSS 5 direkt zum Start ausprobieren, oder wartet ihr erst die Optimierungen ab? Verratet es uns in den Kommentaren.

  • DLSS 5 ist frühzeitig durchgesickert – Modder testen es schon jetzt in Cyberpunk 2077 und The Last of Us Part 2

    DLSS 5 ist frühzeitig durchgesickert – Modder testen es schon jetzt in Cyberpunk 2077 und The Last of Us Part 2

    Eigentlich sollte die nächste Generation von Nvidias DLSS noch unter Verschluss sein – jetzt kursieren erste Dateien schon frei im Netz. Entdeckt wurde der Leak in den Daten der NBA-2K27-Beta: Dort fand sich eine Datei namens “nvngx_dlssnr.dll”, die auf ein neues, KI-gestütztes Neural-Rendering-Modul hindeutet. Innerhalb weniger Stunden hatten Modder die Datei extrahiert und in komplett andere Spiele eingebaut.

    Zu den ersten Testkandidaten zählten unter anderem Cyberpunk 2077, Final Fantasy 7 Rebirth und The Last of Us Part 2. Die Ergebnisse fallen extrem unterschiedlich aus.

    Was bewirkt DLSS 5 konkret in den getesteten Spielen?

    • Herkunft des Leaks: Datei “nvngx_dlssnr.dll” in den Daten der NBA-2K27-Beta entdeckt
    • Getestet u.a. in Cyberpunk 2077, Final Fantasy 7 Rebirth, The Last of Us Part 2 und Control
    • Teils detailliertere Haut-, Kleidungs- und Lichtdarstellung sichtbar
    • Teils deutlich veränderte Gesichter bekannter Charaktere wie Cloud und Ellie
    • In Control sackt die Framerate mit einer RTX 5070 Ti in 4K von 71 auf 37 Bilder pro Sekunde ab

    Ist das schon die finale Version von DLSS 5?

    Nein, und genau das ist wichtig zu wissen: Die Modder-Version läuft komplett ohne die Feineinstellungen, mit denen Nvidia das Feature normalerweise an ein Spiel anpassen würde. Alle Regler lassen sich derzeit frei von Fans verstellen – manche drehen dabei bewusst alles auf Anschlag, um für möglichst kuriose, viral gehende Vergleichsbilder zu sorgen. Der massive Framerate-Einbruch in Control dürfte also eher an fehlender Optimierung liegen als am fertigen Feature selbst.

    Aus unserer Sicht zeigt der Leak trotzdem, wohin die Reise geht: Nvidia arbeitet offenbar an einem echten Neural-Rendering-Ansatz, der über klassisches Upscaling hinausgeht und direkt in die Charakterdarstellung eingreift – siehe die veränderten Gesichter von Cloud und Ellie. Das erklärt auch, warum die Community teils so gespalten reagiert: Wer schärfere Texturen will, ist begeistert, wer an vertrauten Charakterdesigns hängt, reagiert eher skeptisch. Bis zur offiziellen Vorstellung dürfte Nvidia hier also noch deutlich nachjustieren.

    Quelle: PC Gamer, Tom’s Hardware

    Habt ihr die geleakte DLSS-5-Version selbst schon getestet? Teilt eure Eindrücke mit uns in den Kommentaren!