Tag: Physische Medien

  • Marvel’s Wolverine: 35 Prozent der Verkäufe laufen über Disc – trotz Sonys Disc-Aus

    Marvel’s Wolverine: 35 Prozent der Verkäufe laufen über Disc – trotz Sonys Disc-Aus

    Sony will die Disc-Produktion für PlayStation bis 2028 auslaufen lassen – und ausgerechnet der aktuelle Hit zeigt, dass viele Spieler noch zur Hülle greifen. Laut Daten von Ampere Analysis (via The Game Business) waren 35 Prozent der Verkäufe von Marvel’s Wolverine physische Discs. IGN hat die Zahlen aufgegriffen.

    Artwork zu Marvel's Wolverine von Insomniac Games
    Bildquelle: IGN (https://www.ign.com/articles/35-percent-marvels-wolverine-sales-disc)

    Wie oft wurde Marvel’s Wolverine auf Disc gekauft?

    Die Zahlen im Detail:

    • Im September wurden laut Ampere rund 2,16 Millionen Einheiten verkauft (Release war am 15. September)
    • 35 Prozent davon waren physische Discs
    • In Europa lag der Disc-Anteil bei 51 Prozent
    • In Frankreich waren mehr als zwei Drittel der Verkäufe physisch, in Großbritannien dagegen zwei Drittel digital

    Wolverine war damit der zweitbeste Seller auf der PS5 im September – nur EA Sports FC 27 lag davor, mit knapp 5 Millionen Verkäufen auf PS5 und 1,65 Millionen auf Xbox.

    Warum ist die Disc-Debatte bei Sony so hitzig?

    Sonys Ankündigung, die Disc-Produktion bis 2028 einzustellen, löste einen Aufschrei in der Community aus. Die Video Game History Foundation fordert Lösungen, damit Archive und Museen digitale Spiele rechtlich sicher bewahren können. Ex-PlayStation-Chef Shawn Layden nannte den Schritt laut unserem Bericht zu seiner Kritik einen deutlichen Markenschaden. Sony hat im Juli von „starken Meinungen“ gesprochen, bleibt aber bei seiner Linie – ein Kurswechsel ist laut IGN nicht in Sicht.

    Was bedeutet das für Spieler?

    Wer Wert auf Sammlerstücke, Weiterverkauf oder Unabhängigkeit vom Store legt, sollte sich darauf einstellen, dass die Auswahl an Discs schrumpft. Selbst der GTA-6-Release hat laut IGN keine Disc-Version, die Sonderedition enthält nur einen Code in einer sonst leeren Box. Auf der PlayStation-Plattform wird digital also immer häufiger zum Standard.

    Aus unserer Sicht zeigen die Zahlen vor allem eines: Der Disc-Anteil ist von Land zu Land sehr verschieden. Ob die Rechnung für Sony trotzdem aufgeht, hängt davon ab, ob die Käufer in Europa tatsächlich auf digital umsteigen – die Wolverine-Daten sprechen bislang eher dagegen.

    Quelle: IGN

    Kauft ihr noch Discs oder seid ihr längst komplett digital unterwegs? Schreibt es in die Kommentare!

  • Sony hat “null Verständnis für Kundenwünsche”, sagt Gaming-Preservation-Organisation

    Sony hat “null Verständnis für Kundenwünsche”, sagt Gaming-Preservation-Organisation

    Sonys schrittweiser Abschied von der physischen Disc bei der PlayStation 5 sorgt weiter für Ärger. Eine auf Spielesicherung spezialisierte Preservation-Organisation hat Sony jetzt öffentlich vorgeworfen, kein Verständnis dafür zu haben, was Spielerinnen und Spieler eigentlich wollen. Der Kern der Kritik: Wenn Discs wegfallen, sollten Spiele eigentlich günstiger werden – stattdessen bleiben die Preise gleich oder steigen sogar.

    Worum es bei der Kritik konkret geht

    Physische Medien erfüllen für viele Spielerinnen und Spieler mehr als nur einen nostalgischen Zweck. Eine Disc lässt sich verleihen, weiterverkaufen und bleibt auch dann spielbar, wenn ein Publisher Server abschaltet oder ein Store irgendwann dichtmacht. Genau das ist der Kern der Sorge von Preservation-Organisationen: Digitale Lizenzen können jederzeit entzogen oder an Konten gebunden bleiben, während physische Kopien langfristig als Archiv dienen. Fällt die Disc komplett weg, fällt für viele Spiele auch die letzte verlässliche Möglichkeit weg, sie dauerhaft zu besitzen und später wieder zu spielen.

    Ein Muster, das sich durch die Branche zieht

    Sony ist damit kein Einzelfall. Erst vor wenigen Tagen sorgte die Ankündigung von GTA 6 als reinem Digital-Release zum happigen Preis von 80 Dollar für ähnliche Debatten – wie wir bereits berichtet haben, wehrte sich Take-Two-Chef Strauss Zelnick gegen genau diesen Vorwurf. Aus unserer Sicht zeigt sich hier ein größerer Branchentrend: Publisher sparen sich mit dem Wegfall physischer Medien Produktions- und Vertriebskosten, geben diese Ersparnis aber selten an die Kundschaft weiter. Für Sammler und Konservatoren ist das doppelt bitter, weil mit jeder rein digitalen Veröffentlichung ein Stück Spielegeschichte potenziell unwiederbringlich an eine Plattform gebunden wird.

    PS5-Konsole im Kontext der Debatte um das Ende der physischen Disc-Unterstützung
    Bildquelle: PC Gamer (pcgamer.com)

    Ob Sony auf den öffentlichen Druck reagiert, ist offen. Bislang gibt es von offizieller Seite keine Ankündigung, die Preispolitik im Zuge des Disc-Ausstiegs zu überdenken.

    Quelle: PC Gamer

    Vermisst ihr die Disc im Regal oder ist euch das mittlerweile egal? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!