Tag: PlayStation 5

  • PS5-Boykott wird unbefristet: Protest-Community will jetzt auch GTA 6 und Marvel’s Wolverine boykottieren

    PS5-Boykott wird unbefristet: Protest-Community will jetzt auch GTA 6 und Marvel’s Wolverine boykottieren

    Was als einwöchige Protestaktion begann, wird jetzt zum Dauerzustand: Die Preservation-Community rund um die Initiative “Does It Play” hat ihren Boykott gegen Sony auf unbestimmte Zeit verlängert. Ausgangspunkt des Ärgers ist Sonys angekündigte Abkehr von physischen PS5-Discs ab 2028 – ein Schritt, den viele Sammler und Spielebewahrer als direkten Angriff auf ihr Hobby verstehen.

    Konkret bedeutet das: Teilnehmer der Aktion lassen ihre PS5 demonstrativ ausgeschaltet und wollen dadurch ein Zeichen setzen. Besonders pikant dabei ist die Symbolik der Wahl: Zwei der größten kommenden PS5-Titel, GTA 6 und Marvel’s Wolverine, sollen laut den Organisatoren explizit von dem Boykott betroffen sein – also ausgerechnet die Spiele, mit denen Sony rechnet, besonders viele neue Konsolen zu verkaufen.

    Wie reagiert Sony auf den PS5-Boykott?

    Trotz der lauten Proteste zeigt sich Sony bislang unbeeindruckt. In einem Investoren-Briefing erklärte das Unternehmen, der Boykott habe bisher keine messbaren Auswirkungen auf das Geschäft gezeigt. Das deckt sich mit einem Muster, das man aus der Games-Branche kennt: Online-Boykott-Bewegungen erzeugen zwar viel Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken und auf Reddit, schlagen sich aber selten in echten Verkaufszahlen nieder, solange die betroffenen Spiele selbst gut ankommen.

    Was steckt hinter dem Streit um physische PS5-Spiele?

    Der Kern des Konflikts ist nicht neu: Seit Jahren verschieben Konsolenhersteller ihr Geschäft zunehmend Richtung digitaler Downloads, was aus Sicht von Sammlern und Archivaren ein echtes Problem darstellt. Ohne physischen Datenträger verschwinden Spiele im schlimmsten Fall komplett, sobald ein Server abgeschaltet wird oder ein Store-Eintrag entfernt wird – eine Sorge, die durch unseren Bericht zum offiziellen Releasefenster 2028 von The Witcher 4 zusätzlich befeuert wird, da auch dort offen ist, ob eine Disc-Version überhaupt noch kommt. Für uns als Redaktion ist bemerkenswert, wie hartnäckig sich diese verhältnismäßig kleine, aber sehr laute Community hält – auch wenn ein spürbarer wirtschaftlicher Effekt bislang ausbleibt.

    Symbolbild zum PS5-Blackout-Protest: Spielerinnen und Spieler stecken ihre PS5 aus Protest gegen Sony aus
    Bildquelle: Push Square (pushsquare.com)

    Quelle: Push Square, TheGamer

    Haltet ihr den PS5-Boykott für berechtigt, oder übertreibt die Community da maßlos? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

  • Asobi: Remote Play bringt PS5-Cloud-Streaming jetzt aufs Steam Deck

    Asobi: Remote Play bringt PS5-Cloud-Streaming jetzt aufs Steam Deck

    Bislang brauchte man für Cloud-Streaming von PlayStation-Spielen entweder eine eigene PS5 oder Sonys PlayStation Portal. Mit der neuen Drittanbieter-App Asobi: Remote Play geht das jetzt auch auf dem Steam Deck und anderen SteamOS- beziehungsweise Linux-Geräten – und zwar völlig ohne eigene Konsole im Haushalt.

    Wie funktioniert PS5-Streaming ohne eigene Konsole über Asobi?

    Voraussetzung ist ein aktives PS-Plus-Premium-Abo: Darüber lassen sich ausgewählte PS4- und PS5-Spiele direkt aus der Cloud auf das Steam Deck streamen, ganz ohne lokale Konsole. Die kostenlose Basisversion liefert Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde und automatischer Bitraten-Anpassung. Wer auf die Premium-Stufe der App upgradet, bekommt zusätzlich 1080p mit 60 fps, HDR, manuelle Bitraten-Kontrolle, einen Low-Latency-Modus, Controller-Vibration und eine Hochskalierung bis auf 4K.

    Ist Asobi ein offizielles Sony-Produkt?

    Nein – und das ist der wichtigste Punkt für alle, die die App ausprobieren wollen. Asobi: Remote Play ist eine unabhängig entwickelte Drittanbieter-Anwendung und weder von Sony Interactive Entertainment lizenziert noch offiziell unterstützt. Aktuell läuft sie als Steam-Playtest, ist also noch nicht der finale Release-Build. Wer sie nutzt, verlässt sich auf ein Projekt, das jederzeit durch eine Änderung an Sonys Servern oder Nutzungsbedingungen eingeschränkt werden könnte – ein Risiko, das bei inoffiziellen Zugriffen auf geschlossene Cloud-Dienste grundsätzlich immer mitschwingt.

    Warum ist das für PS-Plus-Premium-Abonnenten interessant?

    Sonys eigene Antwort auf mobiles PS5-Streaming, das PlayStation Portal, kostet als dediziertes Zusatzgerät rund 200 US-Dollar und funktioniert nur mit Sonys eigener Hard- und Software. Wer ohnehin schon ein Steam Deck oder ein anderes SteamOS-Gerät besitzt, spart sich mit Asobi diese zusätzliche Anschaffung komplett und braucht nur das laufende PS-Plus-Premium-Abo. Für alle, die es ausprobieren wollen: Es braucht neben dem PS-Plus-Premium-Abo lediglich einen gültigen PSN-Account und die Installation der App über die Steam-Playtest-Funktion – zusätzliche Hardware wie eine PS5 oder das PlayStation Portal ist nicht mehr nötig, um in der Cloud gespeicherte oder digital gekaufte PS5-Titel unterwegs weiterzuspielen.

    Quelle: Eurogamer.de, Tom’s Hardware

    Habt ihr Asobi: Remote Play schon getestet? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!