Tag: Rechtsstreit

  • Kai Cenat: Firma nach Streamer-University-Casting mit 330.000-Dollar-Klage konfrontiert

    Kai Cenat: Firma nach Streamer-University-Casting mit 330.000-Dollar-Klage konfrontiert

    Der Twitch-Star Kai Cenat sieht sich über seine Firma mit einer handfesten Klage konfrontiert. Der unabhängige Musiker Caleb Gottfried, bekannt unter dem Künstlernamen SNVRK, hat vor dem US-Bundesgericht im Südbezirk von New York (SDNY) Klage gegen Kai Cenat LLC und die Talentagentur Night Media eingereicht. Gefordert werden mehr als 330.000 US-Dollar Schadensersatz.

    Das wirft der Kläger Kai Cenats Firma vor

    Laut Klageschrift nahm Gottfried am 12. Juni am Casting für die diesjährige Streamer University an der John Jay College of Criminal Justice in Manhattan teil. Dabei soll er zweimal einer Hitzschlag-nahen Situation ausgesetzt gewesen sein, weil die Teilnehmenden laut Klage in einem geschlossenen, schlecht belüfteten Bereich zusammengedrängt wurden. Zusätzlich wirft er der Produktion vor, sein Abbild ohne jede Einverständniserklärung oder Freigabe als unbezahltes Statisten-Material in offiziellem Promo-Content verwendet zu haben. Die Klage beruft sich dabei sowohl auf allgemeine Gefährdungshaftung als auch auf Verstöße gegen das New Yorker Bürgerrechtsgesetz (§§ 50–51), das die kommerzielle Nutzung des eigenen Abbilds ohne Zustimmung regelt. Gottfried fordert vor Gericht zusätzlich, dass Kai Cenats Firma sämtliches Rohmaterial vom Casting-Tag, auf dem er zu sehen ist, herausgibt und dauerhaft löscht.

    Streamer University wächst – und damit auch der Druck bei der Organisation

    Streamer University hat sich seit dem ersten Durchlauf zu einem der größten Content-Creator-Events der USA entwickelt, 2026 fand die zweite Ausgabe bereits mit einem deutlich gewachsenen Line-up an prominenten Streamerinnen und Streamern statt. Mit der wachsenden Größe solcher Formate wächst aber offenbar auch das Risiko organisatorischer Pannen: Erst kürzlich sorgte ein anderer Vorfall bei den Red Bull Streamer Games, bei dem ein Streamer während eines Bogenschieß-Wettbewerbs unerlaubt die Wettkampffläche betrat und dabei fast von einem Pfeil getroffen wurde, für Schlagzeilen. Beide Fälle sind rechtlich und inhaltlich unabhängig voneinander, zeigen aber denselben Trend: Je größer und kommerzieller Live-Events rund um Streamer werden, desto genauer schaut die Öffentlichkeit auf Sicherheitskonzepte und Persönlichkeitsrechte der Teilnehmenden. Für Kai Cenats Firma dürfte der Ausgang dieses Verfahrens auch mit Blick auf künftige Ausgaben von Streamer University relevant werden.

    Quelle: Yahoo Entertainment

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