Tag: Soulslike

  • Mortal Shell II ist da: Das Soulslike ohne Ausdauerleiste startet heute durch

    Mortal Shell II ist da: Das Soulslike ohne Ausdauerleiste startet heute durch

    Kurz nach dem Mittag ist es so weit: Entwickler Cold Symmetry und Publisher Playstack haben Mortal Shell II heute, am 20. August 2026, offiziell veröffentlicht – für PC über Steam, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Wer die Devout Edition vorbestellt hatte, konnte bereits bis zu 72 Stunden früher über den Advanced-Access-Zeitraum einsteigen.

    Was macht Mortal Shell II anders als klassische Soulslikes?

    Der größte Bruch mit der Formel: Die Ausdauerleiste ist komplett gestrichen. Spieler können ohne Einschränkung sprinten, ausweichen und zuschlagen, was dem Kampfsystem ein deutlich schnelleres, aggressiveres Tempo verleiht als im ersten Teil von 2020. Kern des Spiels bleibt das Shell-System: Anstelle klassischer Klassen schlüpfen Spielerinnen und Spieler in unterschiedliche „Shells“ – gefallene Krieger mit eigenen Fähigkeiten, Rüstungswerten und Spezialangriffen, die an jedem Rastplatz frei getauscht werden können. Dazu kommt ein deutlich größeres, stärker vernetztes Weltdesign mit mehr Freiraum zum Erkunden als im vergleichsweise linearen Vorgänger, sowie ein erweitertes Waffensystem mit umfangreicheren Upgrade-Pfaden.

    Wie kommt das neue Kampfsystem bei der Fachpresse an?

    Die ersten Testberichte, die pünktlich zum Launch erschienen sind, fallen ungewöhnlich einhellig positiv aus: Mehrere internationale Outlets bezeichnen Mortal Shell II als eine der größten Verbesserungen, die ein Soulslike-Sequel je gegenüber seinem Vorgänger hingelegt hat, und loben besonders, wie konsequent Cold Symmetry mit dem Verzicht auf die Ausdauerleiste an der Grundformel des Genres rüttelt, ohne dabei die charakteristische Härte zu verlieren.

    Zur Einordnung: Das erste Mortal Shell erschien 2020 noch als vergleichsweise kleines Nischenprojekt eines kaum bekannten Studios und wurde seinerzeit vor allem für sein straffes, kompaktes Tempo gelobt – aber auch für seine geringe Spielzeit kritisiert. Dass der Nachfolger nun als eigenständiger Vollpreistitel mit spürbar mehr Umfang, komplett neuer Engine-Basis (Unreal Engine 5) und deutlich höherem Marketingbudget an den Start geht, zeigt, wie sehr sich das Soulslike-Genre seit dem Erfolg von Titeln wie Elden Ring kommerziell verändert hat. Aus unserer Sicht ist genau das der spannendste Aspekt: Ein früherer Geheimtipp tritt jetzt bewusst gegen die ganz Großen des Genres an.

    Mortal-Shell-II-Spielfigur blickt auf eine zerstörte Burg im Mondlicht
    Bildquelle: Playstack / Cold Symmetry, offizielles Pressematerial
    Gepanzerter Charakter aus Mortal Shell II steht mit Schwert in einem düsteren Sumpf
    Bildquelle: Playstack / Cold Symmetry, offizielles Pressematerial

    Den offiziellen Launch-Trailer gibt es direkt bei Playstack zu sehen:

    Preislich und technisch bewegt sich Mortal Shell II im üblichen Rahmen für ein Soulslike dieser Größenordnung, unterstützt alle drei großen Plattformen gleichzeitig zum Launch und verzichtet – anders als so manches AAA-Release dieser Tage – auf einen gestaffelten Konsolen-Rollout.

    Quelle: Playstack, Steam

    Schon reingespielt? Verratet uns in den Kommentaren, wie sich das Leben ohne Ausdauerleiste für euch anfühlt!

  • Dinoblade ist da: Aus einem viralen Dino-Meme wird ein waschechtes Soulslike

    Dinoblade ist da: Aus einem viralen Dino-Meme wird ein waschechtes Soulslike

    Manchmal nimmt eine Spielidee einen richtig ungewöhnlichen Weg zur Marktreife. Dinoblade zum Beispiel entstand aus einem 30-sekündigen Animations-Clip, der bereits im August 2022 viral ging. Seit dem 23. Juli 2026 ist daraus ein komplettes, waschechtes Soulslike-Actionspiel auf Steam geworden.

    Ihr steuert darin einen jungen Spinosaurus, der sein Greatsword direkt im Maul trägt. Klingt kurios, spielt sich aber laut ersten Eindrücken erstaunlich stimmig: Ausweichrollen, Konter und Kombo-Animationen sind komplett um Halsbewegung, Körpermasse und Schwanzposition des Dinosauriers herum gebaut, statt einfach nur ein menschliches Kampfsystem auf ein Dino-Modell zu klatschen. Die Spielwelt erstreckt sich über mehrere Biome, wobei jede neue Region erst nach einem Bosskampf gegen einen sogenannten Alpha-Raubsaurier freigeschaltet wird.

    Hinter dem Projekt steckt mit Jean Nguyen ein Solo-Entwickler unter dem Studionamen Team Spino LLC. Nguyen arbeitet hauptberuflich als Senior Gameplay Animator bei Sucker Punch Productions, dem Studio hinter Ghost of Tsushima und dem kommenden Ghost of Yotei. Dinoblade ist damit ein waschechtes Herzblut-Projekt neben dem eigentlichen Job.

    Und die Community goutiert das: Die kostenlose Demo sammelte über 3.300 Reviews bei einer positiven Wertung von 97 Prozent. Noch vor dem eigentlichen Launch standen mehr als 460.000 Wunschlisten-Einträge auf Steam zu Buche – ein Wert, den Branchenbeobachter als rund zehnmal so hoch wie die Schwelle einstufen, die für ein gut positioniertes Top-Indie-Release als notwendig gilt.

    Für alle, die auf ausgefallene Perspektivenwechsel im Soulslike-Genre stehen, dürfte Dinoblade damit eine der spannendsten Indie-Überraschungen dieser Woche sein.

    Quelle: Tech Times, PC Gamer