Tag: Steam Deck

  • Steam-Update bringt Big-Art-Modus, Bildschirmschoner und Pyrowave-Codec

    Steam-Update bringt Big-Art-Modus, Bildschirmschoner und Pyrowave-Codec

    Valve hat den Steam-Client aktualisiert – und diesmal ist es mehr als stilles Bugfixing. Das Update bringt einen neuen Ansichtsmodus für die Bibliothek, Bildschirmschoner und einen experimentellen Streaming-Codec. Wir fassen die wichtigsten Änderungen zusammen.

    Was ist der neue Big-Art-Modus bei Steam?

    Der Big-Art-Modus ist eine optionale Ansicht im Big-Picture-Modus, etwa auf dem Steam Deck oder einer Steam Machine. Ihr aktiviert ihn in den Einstellungen unter „Startseite“ (deutsche Bezeichnung: „Große Grafik“). Danach rückt das Hintergrund-Artwork des markierten Spiels in den Fokus, die Leiste mit den zuletzt gespielten Titeln wandert an den unteren Bildschirmrand. Auf großen Fernsehern wirkt das deutlich wuchtiger.

    Welche weiteren Neuerungen bringt das Update?

    • Bildschirmschoner: Bei Inaktivität zeigt Steam eine Diashow eurer Screenshots oder Artworks zuletzt gespielter Spiele. Alternativ gibt es ein hüpfendes Logo im DVD-Player-Stil, und eigene Bildschirmschoner lassen sich im Ordner „config\uioverrides\screensavers“ ablegen.
    • Pyrowave-Codec: Valve testet den Videocodec mit Remote Play. Er komprimiert jedes Bild einzeln und soll die Latenz beim Streamen stark senken.
    • Steuerung: Eine visuelle Zeitleiste für Tastenkombinationen und bessere Controller-Kompatibilität.
    • Linux und Proton: Nicht-Steam-Windows-Anwendungen starten automatisch über die Kompatibilitätsschicht.
    • Komfort: Eine Warnung vor dem Herunterfahren bei laufendem Spiel und die WLAN-Signalstärke in der Kopfzeile des Big-Picture-Modus.

    Für wen lohnt sich Pyrowave beim Streaming?

    Hier der Haken: Der Codec braucht laut GameStar die fünf- bis zehnfache Bandbreite im Vergleich zu H.264 oder HEVC. Realistisch ist das nur im lokalen Netz – mit Kabel oder sehr starkem WLAN. Wer seinen Gaming-PC ins Wohnzimmer streamt, kann das testen; wer über schwaches WLAN spielt, bleibt besser beim bisherigen Codec. Da Pyrowave als Test läuft, würden wir es nicht als Standard einstellen, sondern nur ausprobieren.

    Das Update lädt sich beim nächsten Start des Clients automatisch herunter. Wer sich für Valves Plattform-Konkurrenz interessiert, findet in unserem Bericht zur Vibe-Coding-Preview des Epic Games Launchers den Vergleich.

    Steam-Big-Picture-Oberfläche mit der Leiste der zuletzt gespielten Spiele und Neuigkeiten darunter
    Bildquelle: GameStar (https://www.gamestar.de/artikel/steam-update-big-art-mode,3461357.html)
    Neuer Big-Art-Modus in Steam: Das Artwork des ausgewählten Spiels füllt den Hintergrund, die Spieleleiste rutscht nach unten
    Bildquelle: GameStar (https://www.gamestar.de/artikel/steam-update-big-art-mode,3461357.html)

    Quelle: GameStar

    Nutzt ihr Steam eher am Schreibtisch oder auf dem Sofa? Sagt uns in den Kommentaren, ob euch der Big-Art-Modus gefällt!

  • Steam Deck 2: Valve sieht sich trotz Speicherchip-Krise nicht ausgebremst

    Steam Deck 2: Valve sieht sich trotz Speicherchip-Krise nicht ausgebremst

    Die aktuelle globale Krise bei Arbeitsspeicher-Bauteilen sorgt in der gesamten Tech-Branche für Lieferengpässe und steigende Preise. Für alle, die auf ein Steam-Deck-Nachfolgemodell hoffen, gibt es nun aber Entwarnung: Laut Valve-Entwickler Pierre-Loup Griffais beeinflusst die Speicherknappheit die Pläne für das Steam Deck 2 bislang nicht.

    Wie stark trifft die Speicherchip-Krise die Gaming-Branche gerade?

    Seit Monaten kämpfen Hersteller von PCs, Konsolen und Handhelds mit stark gestiegenen Preisen für RAM- und Speicherbausteine, ausgelöst durch weltweite Lieferengpässe. Mehrere Hardware-Hersteller mussten deshalb bereits Preise anpassen oder Produktionspläne verschieben. Genau vor diesem Hintergrund ist Valves Aussage bemerkenswert: Während andere Firmen öffentlich über Anpassungen sprechen, hält das Unternehmen an seinem ursprünglichen Fahrplan fest.

    Worauf legt Valve beim Nachfolger des Steam Deck den Fokus?

    Griffais betont, dass es dem Team nicht um möglichst viele neue Funktionen gehe, sondern um eine klar definierte, spürbare Verbesserung der Leistung gegenüber dem aktuellen Steam Deck. Valve verfolgt damit einen bewusst zurückhaltenden Ansatz: lieber eine handfeste Verbesserung liefern, die im Alltag wirklich zu spüren ist, als mit einer langen Feature-Liste zu werben, die am Ende an der Bauteil-Realität scheitert.

    Einordnung: Der zeitliche Zusammenhang ist kein Zufall. Erst vor Kurzem hatten wir über Preis, Reservierung und erste Testberichte zum neuen Steam-Frame-VR-Headset berichtet, das ebenfalls von den gestiegenen Bauteilpreisen betroffen ist und dadurch teurer und später kommt als ursprünglich erwartet. Dass Valve nun ausgerechnet beim Steam Deck 2 gegensteuert und Stabilität verspricht, dürfte kein Zufall sein – schließlich ist das Handheld für Valve das mit Abstand relevantere Massenprodukt und damit besonders preissensibel für die Zielgruppe.

    Illustration zu Valves Aussagen über die RAM-Knappheit und das Steam Deck 2
    Bildquelle: aroged.com

    Quelle: Aroged, PC Gamer

    Was wünscht ihr euch am meisten vom Steam Deck 2? Diskutiert mit in den Kommentaren!

  • Ubisoft schafft Connect-Launcher-Zwang auf Steam ab

    Ubisoft schafft Connect-Launcher-Zwang auf Steam ab

    Ein jahrelanges Ärgernis für PC-Spieler verschwindet: Ubisoft Connect muss künftig nicht mehr zwingend im Hintergrund mitlaufen, wenn Spieler ein Ubisoft-Spiel über Steam starten. Den Anfang macht Prince of Persia: The Lost Crown, weitere Titel sollen folgen. Laut Ubisoft soll das neue System schrittweise auf immer mehr Spiele im Katalog ausgeweitet und dabei weiter verfeinert werden, mit dem erklärten Ziel, die Steam-Erfahrung so nahtlos wie möglich zu gestalten.

    Was ändert sich konkret für Steam-Spieler?

    Anstelle des separaten Launcher-Fensters läuft künftig ein schlanker Hintergrunddienst namens „Ubisoft Connect Services“. Der übernimmt weiterhin die wichtigen Funktionen, verzichtet aber auf die zusätzliche Programmoberfläche:

    • Cross-Progression zwischen verschiedenen Plattformen bleibt erhalten
    • Crossplay-Funktionen laufen weiter im Hintergrund
    • Ubisoft-Rewards und Belohnungsprogramme funktionieren unverändert
    • Account-Verknüpfung und Speicherstand-Synchronisierung laufen automatisiert im Hintergrund
    • Kein zusätzliches Launcher-Fenster mehr beim Spielstart nötig

    Warum war der Connect-Zwang bei Spielern so unbeliebt?

    Wer ein Ubisoft-Spiel bislang über Steam kaufte, mailte sich quasi zwei Launcher gleichzeitig ein: Steam startete im Hintergrund zusätzlich Ubisoft Connect, das erst noch einloggen und synchronisieren musste, bevor das eigentliche Spiel überhaupt loslegte. Für viele fühlte sich das nach unnötiger Bürokratie an, gerade weil Konkurrenten wie CD Projekt oder Larian ihre Spiele auch ohne Zusatz-Launcher pflegen. Praktisch heißt der Wegfall für Spieler vor allem: schnellere Ladezeiten beim Start und weniger Hintergrundprozesse, die im Arbeitsspeicher hängen – ein Pluspunkt speziell für Handhelds wie das Steam Deck, wo jeder gesparte Prozess spürbar ist.

    Aus unserer Sicht ist der Schritt überfällig, aber ein cleveres Zugeständnis: Ubisoft verliert dadurch nicht die Kontrolle über Accounts und Live-Service-Funktionen, gewinnt aber Sympathien bei einer Spielerschaft, die Launcher-Zwang seit Jahren als eines der größten Ärgernisse im PC-Gaming empfindet. Ob Ubisoft das Tempo der Ausweitung auf ältere Spiele wie die Assassin’s-Creed- oder Far-Cry-Reihe beschleunigt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie positiv das Feedback zu den ersten Testkandidaten ausfällt.

    Quelle: GameStar, Gameswelt

    Nervt euch der Ubisoft-Connect-Zwang auch schon lange? Sagt uns in den Kommentaren, welchen Launcher ihr als nächstes loswerden wollt!

  • Asobi: Remote Play bringt PS5-Cloud-Streaming jetzt aufs Steam Deck

    Asobi: Remote Play bringt PS5-Cloud-Streaming jetzt aufs Steam Deck

    Bislang brauchte man für Cloud-Streaming von PlayStation-Spielen entweder eine eigene PS5 oder Sonys PlayStation Portal. Mit der neuen Drittanbieter-App Asobi: Remote Play geht das jetzt auch auf dem Steam Deck und anderen SteamOS- beziehungsweise Linux-Geräten – und zwar völlig ohne eigene Konsole im Haushalt.

    Wie funktioniert PS5-Streaming ohne eigene Konsole über Asobi?

    Voraussetzung ist ein aktives PS-Plus-Premium-Abo: Darüber lassen sich ausgewählte PS4- und PS5-Spiele direkt aus der Cloud auf das Steam Deck streamen, ganz ohne lokale Konsole. Die kostenlose Basisversion liefert Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde und automatischer Bitraten-Anpassung. Wer auf die Premium-Stufe der App upgradet, bekommt zusätzlich 1080p mit 60 fps, HDR, manuelle Bitraten-Kontrolle, einen Low-Latency-Modus, Controller-Vibration und eine Hochskalierung bis auf 4K.

    Ist Asobi ein offizielles Sony-Produkt?

    Nein – und das ist der wichtigste Punkt für alle, die die App ausprobieren wollen. Asobi: Remote Play ist eine unabhängig entwickelte Drittanbieter-Anwendung und weder von Sony Interactive Entertainment lizenziert noch offiziell unterstützt. Aktuell läuft sie als Steam-Playtest, ist also noch nicht der finale Release-Build. Wer sie nutzt, verlässt sich auf ein Projekt, das jederzeit durch eine Änderung an Sonys Servern oder Nutzungsbedingungen eingeschränkt werden könnte – ein Risiko, das bei inoffiziellen Zugriffen auf geschlossene Cloud-Dienste grundsätzlich immer mitschwingt.

    Warum ist das für PS-Plus-Premium-Abonnenten interessant?

    Sonys eigene Antwort auf mobiles PS5-Streaming, das PlayStation Portal, kostet als dediziertes Zusatzgerät rund 200 US-Dollar und funktioniert nur mit Sonys eigener Hard- und Software. Wer ohnehin schon ein Steam Deck oder ein anderes SteamOS-Gerät besitzt, spart sich mit Asobi diese zusätzliche Anschaffung komplett und braucht nur das laufende PS-Plus-Premium-Abo. Für alle, die es ausprobieren wollen: Es braucht neben dem PS-Plus-Premium-Abo lediglich einen gültigen PSN-Account und die Installation der App über die Steam-Playtest-Funktion – zusätzliche Hardware wie eine PS5 oder das PlayStation Portal ist nicht mehr nötig, um in der Cloud gespeicherte oder digital gekaufte PS5-Titel unterwegs weiterzuspielen.

    Quelle: Eurogamer.de, Tom’s Hardware

    Habt ihr Asobi: Remote Play schon getestet? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!