Tag: Stop Killing Games

  • GTA 6: Stop Killing Games distanziert sich klar von Cyberleeks Hacker-Manifest

    GTA 6: Stop Killing Games distanziert sich klar von Cyberleeks Hacker-Manifest

    Der aktuelle GTA-6-Leak sorgt weiter für Wirbel – diesmal aber nicht wegen neuer Gameplay-Schnipsel, sondern wegen einer ungewollten Verbindung. Die bekannte Spielekonservierungs-Bewegung Stop Killing Games hat sich jetzt öffentlich von dem Manifest distanziert, das die Hackergruppe rund um den Leak veröffentlicht hat. Die Botschaft ist unmissverständlich: Man teile zwar manche der inhaltlichen Forderungen, nicht aber die Mittel, mit denen sie durchgesetzt werden sollen.

    Was fordert das Manifest der GTA-6-Leaker eigentlich?

    Wie wir in unserem Bericht zu Cyberleeks Drohungen gegen Rockstar bereits eingeordnet haben, verlangt die Gruppe unter anderem den Verzicht auf digitale Vorbestellungen ohne physische Alternative, keine künstlich abgetrennten Singleplayer-Inhalte als DLC und verpflichtende Offline-Lösungen für Singleplayer-Spiele. Diese Punkte klingen für viele Spieler erstmal nachvollziehbar – das Problem liegt für Stop Killing Games woanders.

    Warum grenzt sich Stop Killing Games so deutlich vom Hacker-Manifest ab?

    Die Bewegung hat in einer Stellungnahme klargestellt, dass sie mit den Methoden der Leaker nichts zu tun haben will. Sinngemäß heißt es dort, illegale Mittel seien kein legitimer Weg, um einen Punkt zu machen – und man vermeide bewusst, die Hackergruppe direkt beim Namen zu nennen, um ihr keine zusätzliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Stop Killing Games will erkennbar nicht in einen Topf mit Cyberleek geworfen werden, obwohl beide Seiten ähnliche Kritik an Rockstar Games und der Branche allgemein äußern.

    Wie ordnet sich das in die Geschichte von Stop Killing Games ein?

    Stop Killing Games ist keine spontane Reaktion auf den aktuellen Leak, sondern eine seit April 2024 aktive Bewegung von YouTuber Ross Scott, die durch die Abschaltung von Ubisofts Online-Rennspiel The Crew ins Leben gerufen wurde. Seitdem sammelt die Initiative über offizielle Petitionen und EU-Bürgerinitiativen Unterstützer für eine Gesetzgebung, die Publisher dazu zwingen soll, Spiele auch nach dem Support-Ende spielbar zu halten. Gerade weil sich die Bewegung über Jahre einen Ruf als seriöse, auf legalem Weg agierende Interessenvertretung erarbeitet hat, ist die klare Distanzierung von Cyberleeks Hackerei für sie wichtig – ein Imageschaden durch Assoziation mit illegalen Methoden wäre für die langfristige Glaubwürdigkeit der Kampagne riskant.

    Was bedeutet das für den Netflix-Reveal von GTA 6?

    Je näher der offizielle Reveal von Grand Theft Auto VI am 27. August rückt, desto lauter wird die Debatte um Leaks, Konsumentenrechte und fragwürdige Trittbrettfahrer. Aus unserer Sicht zeigt gerade die Distanzierung von Stop Killing Games, wie wichtig es aktuell ist, zwischen berechtigter Kritik an Branchenpraktiken und illegalen bzw. zweifelhaft motivierten Aktionen wie der von Cyberleek zu unterscheiden. Für Spieler ändert sich dadurch konkret nichts – der Leak selbst und die Netflix-Ankündigung bleiben unabhängig von dieser Distanzierung bestehen.

    Nahaufnahme eines Charakters aus dem geleakten GTA-6-Gameplay in einem Tattoo-Studio
    Bildquelle: GamesRadar+ (gamesradar.com)

    Quelle: IGN, GamesRadar+

    Wie seht ihr die Distanzierung von Stop Killing Games – nachvollziehbar oder unnötig? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Sammelklage in den Niederlanden: Stop Killing Games wirft Sony PlayStation-Store-Monopol vor

    Sammelklage in den Niederlanden: Stop Killing Games wirft Sony PlayStation-Store-Monopol vor

    Sony bekommt in den Niederlanden juristischen Ärger: Die Verbraucherschutz-Stiftung Stop Killing Games unterstützt gemeinsam mit der Initiative DoesItPlay? eine Sammelklage der Stichting Massaschade & Consument gegen Sony. Der Vorwurf: Der PlayStation Store sei ein Monopol, das Spieler beim digitalen Kauf von Spielen systematisch übervorteilt.

    Worum es in der Klage geht

    Konkret argumentieren die Kläger, dass Sony seinen Kundinnen und Kunden keine echte Wahl lässt: Wer ein digitales PlayStation-Spiel kaufen will, kommt am hauseigenen Store nicht vorbei, da alternative Anbieter technisch ausgesperrt sind. Diese Zwangsbindung treibe die Preise laut der Klageschrift um bis zu 47 Prozent nach oben, verglichen mit einem Markt mit echtem Wettbewerb. Die Sammelklage beziffert den entstandenen Gesamtschaden für niederländische Spieler auf rund 457 Millionen US-Dollar. Betroffen sind demnach alle, die in den vergangenen Jahren digitale Käufe im PlayStation Store getätigt haben.

    Warum ausgerechnet Stop Killing Games mitmischt

    Dass sich Stop Killing Games einschaltet, ist kein Zufall. Die Initiative wurde ursprünglich bekannt durch ihre EU-Petition gegen das “Verkrüppeln” gekaufter Spiele, wenn Publisher Server abschalten. Mit der Unterstützung dieser Klage erweitert die Kampagne ihren Fokus: Es geht nicht mehr nur um den Erhalt von Spielen nach dem Server-Aus, sondern grundsätzlicher um faire Bedingungen und Preise auf geschlossenen Konsolen-Plattformen. Für die Bewegung ist es ein logischer nächster Schritt, da beide Themen letztlich auf dieselbe Kritik hinauslaufen: Spieler haben auf Konsolen kaum Kontrolle über das, was sie eigentlich besessen glauben.

    Kein Einzelfall: Sonys Kundenkritik häuft sich

    Aus unserer Sicht ist bemerkenswert, wie sehr sich der Gegenwind für Sony gerade verdichtet. Erst kürzlich hatten wir über die Kritik einer Gaming-Preservation-Organisation berichtet, die Sony wegen des geplanten Endes der physischen Disc-Unterstützung ebenfalls fehlendes Verständnis für Kundenwünsche vorwarf – dort ging es vor allem um ausbleibende Preissenkungen trotz wegfallender Disc-Kosten. Jetzt kommt mit der Store-Monopol-Klage ein zweiter, juristisch deutlich schärferer Vorwurf hinzu. Für Spieler bedeutet das erstmal nichts Akutes: Die Klage muss die niederländische Justiz noch prüfen, und selbst bei Erfolg würden zunächst nur niederländische Käufer entschädigt. Trotzdem lohnt sich ein Auge auf das Verfahren, denn ähnliche Klagen gegen App-Store-Monopole liefen in der Vergangenheit auch schon zu Präzedenzfällen mit Auswirkungen über die Landesgrenzen hinaus.

    Quelle: Eurogamer

    Was haltet ihr von dem Vorwurf – berechtigte Kritik am Store-Monopol oder normales Konsolen-Geschäft? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!