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  • GTA 6: Warum Twitch nach dem Extended-Look-Trailer kurz zusammenbrach

    GTA 6: Warum Twitch nach dem Extended-Look-Trailer kurz zusammenbrach

    Kaum war der neue GTA 6 Extended Look am Donnerstagabend online, ging bei Twitch erstmal nichts mehr. Web-Player, Chat und Video-Wiedergabe fielen für tausende Nutzer aus – ausgerechnet, während halb Twitch gebannt auf die Reaktionen großer Streamer zum lang erwarteten Trailer wartete.

    Warum ist Twitch nach dem GTA-6-Trailer ausgefallen?

    Rund eine Stunde nachdem Rockstar Games den Extended Look veröffentlicht hatte, bestätigte Twitch selbst auf seiner Status-Seite eine „Major Outage“ bei Web, Chat und Video-Wiedergabe. Auf Downdetector schnellte die Zahl der Störungsmeldungen dabei drastisch nach oben: Innerhalb der ersten 30 Minuten registrierte das Portal bereits mehr als 7.000 Meldungen, auf dem Höhepunkt waren es über 17.000. Das Streamen selbst – also das Senden von Livestreams – blieb laut Twitch größtenteils funktionsfähig, betroffen waren vor allem Zuschauer, die keine Streams mehr laden konnten. Was genau die Ausfälle ausgelöst hat, hat Twitch bislang nicht offiziell bestätigt, der zeitliche Zusammenhang mit dem GTA-6-Ansturm ist aber mehr als auffällig.

    Wer hat den Trailer eigentlich auf Twitch gezeigt?

    Der Extended Look lief zunächst exklusiv auf Netflix – wer dort kein Abo hatte, war auf Reaction-Streams angewiesen. Genau die zogen offenbar Massen an: Große Namen wie IShowSpeed und Kai Cenat reagierten live auf den Trailer, und ihre Streams dürften einen erheblichen Teil des plötzlichen Zuschauer-Ansturms auf Twitch ausgemacht haben. Nach rund sechs Stunden Exklusivfenster wurde der Clip dann auch reihenweise außerhalb von Netflix verfügbar, unter anderem auf Rockstars offiziellem YouTube-Kanal.

    Wie ordnet sich der Twitch-Ausfall in den GTA-6-Hype ein?

    Twitch war an diesem Abend nicht die einzige Plattform mit Problemen: Auch Netflix selbst knickte für einen kurzen Moment unter dem Ansturm ein, wie wir in unserem Bericht zum Netflix-Ausfall bereits eingeordnet haben. Dass gleich zwei große Streaming-Plattformen am selben Abend ins Straucheln geraten, zeigt, wie außer Kontrolle die Erwartungshaltung an GTA 6 mittlerweile ist – wir hatten schon vorab alle Sendetermine zur Premiere zusammengefasst, weil absehbar war, wie groß das Interesse werden würde. Schon der erste Trailer zu GTA 6 hatte Ende 2023 Rekorde bei den Zuschauerzahlen aufgestellt, und offenbar ist die Community seither nicht ruhiger geworden. Für Spieler ändert der Ausfall selbst nichts – wer den Trailer verpasst hat, findet ihn mittlerweile unkompliziert auf YouTube und der offiziellen GTA-6-Webseite.

    Szenen-Collage aus dem GTA-6-Extended-Look, der auf Twitch für einen massiven Zuschaueransturm sorgte
    Bildquelle: Eurogamer
    Fallschirmsprung-Szene aus dem neuen GTA-6-Gameplay, die im Extended Look gezeigt wurde
    Bildquelle: Eurogamer

    Quelle: Eurogamer, Newsweek

    Habt ihr den Trailer per Stream verfolgt oder seid ihr auch auf den Twitch-Ausfall gestoßen? Erzählt uns eure Erfahrungen in den Kommentaren!

  • Twitch schaltet KI-Training mit Streamer-Content standardmäßig ein – Opt-out ist Pflicht

    Twitch schaltet KI-Training mit Streamer-Content standardmäßig ein – Opt-out ist Pflicht

    Twitch hat still und leise eine neue Einstellung scharfgeschaltet, die es in sich hat: Ab sofort darf Amazon Streams, VODs, Clips, Highlights, Chat-Nachrichten, Texte und Bilder von Streamer:innen nutzen, um seine generativen KI-Modelle zu trainieren. Das Beunruhigende daran: Die Option ist standardmäßig aktiviert. Wer das nicht will, muss selbst aktiv werden und widersprechen.

    Zu finden ist der Schalter in den Twitch-Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen, versteckt unter dem unscheinbaren Punkt „Training für generative KI“. Laut Berichten von TechCrunch kam die Änderung ohne nennenswerte Ankündigung oder Vorwarnung – viele Creator haben erst durch Community-Posts davon erfahren, nicht durch Twitch selbst.

    So versteckt Twitch die Opt-out-Option

    Der Weg zur Deaktivierung ist alles andere als offensichtlich: Statt einer prominenten Abfrage beim Login oder einer klaren Benachrichtigung müssen Streamer:innen aktiv in die Kontoeinstellungen wechseln, sich durch mehrere Menüebenen klicken und dort gezielt nach der KI-Trainings-Option suchen. Wer nicht ohnehin regelmäßig seine Privatsphäre-Einstellungen durchgeht, bekommt von der Umstellung vermutlich gar nichts mit.

    Und selbst wer den Schalter findet und deaktiviert, ist nicht komplett raus aus der Nummer: Laut Twitchs eigener Datenschutzerklärung gilt das Opt-out ausschließlich für das explizite KI-Training. Andere KI-gestützte Twitch-Features, die angeblich Wachstum und Monetarisierung von Streamer:innen unterstützen sollen, laufen davon komplett unabhängig weiter – ein Opt-out gibt es dafür nicht.

    Kein Einzelfall: Opt-out statt Opt-in ist mittlerweile Branchenstandard

    Twitch reiht sich damit in eine Liste großer Plattformen ein, die ihre Nutzer:innen in den vergangenen Jahren per stillschweigender Standardeinstellung zu KI-Trainingsdaten gemacht haben, statt vorher aktiv um Zustimmung zu fragen – Meta hat bei Facebook und Instagram in mehreren Regionen ähnlich verfahren, X (ehemals Twitter) nutzt Nutzerinhalte standardmäßig fürs Training seines KI-Modells Grok. Der Unterschied bei Twitch: Hier geht es nicht um private Nutzerposts, sondern um oft jahrelang aufgebaute, teils monetarisierte Streaming-Karrieren. Aus unserer Sicht ist genau das der wunde Punkt – Streamer:innen investieren Zeit, Persönlichkeit und Kreativität in ihren Content, und Amazon entscheidet per Default, dass davon munter mitgelernt werden darf.

    Was Streamer:innen jetzt tun sollten

    Wer nicht will, dass seine Streams als Trainingsmaterial für Amazons KI-Ambitionen landen, sollte zeitnah in die Sicherheitseinstellungen schauen und den Schalter bei „Training für generative KI“ manuell umlegen. Ein Automatismus oder eine nachträgliche Sammel-Deaktivierung für alle eigenen VODs gibt es nicht – die Einstellung wirkt nur für Inhalte ab dem Zeitpunkt der Umstellung, nicht rückwirkend für bereits hochgeladenen Content. Wer regelmäßig streamt, sollte den Haken also besser heute als morgen setzen.

    Quelle: TechCrunch, Kotaku

    Was haltet ihr von der versteckten Opt-out-Lösung – schon in den Einstellungen nachgeschaut? Schreibt’s uns in die Kommentare!

  • Kai Cenat: Firma nach Streamer-University-Casting mit 330.000-Dollar-Klage konfrontiert

    Kai Cenat: Firma nach Streamer-University-Casting mit 330.000-Dollar-Klage konfrontiert

    Der Twitch-Star Kai Cenat sieht sich über seine Firma mit einer handfesten Klage konfrontiert. Der unabhängige Musiker Caleb Gottfried, bekannt unter dem Künstlernamen SNVRK, hat vor dem US-Bundesgericht im Südbezirk von New York (SDNY) Klage gegen Kai Cenat LLC und die Talentagentur Night Media eingereicht. Gefordert werden mehr als 330.000 US-Dollar Schadensersatz.

    Das wirft der Kläger Kai Cenats Firma vor

    Laut Klageschrift nahm Gottfried am 12. Juni am Casting für die diesjährige Streamer University an der John Jay College of Criminal Justice in Manhattan teil. Dabei soll er zweimal einer Hitzschlag-nahen Situation ausgesetzt gewesen sein, weil die Teilnehmenden laut Klage in einem geschlossenen, schlecht belüfteten Bereich zusammengedrängt wurden. Zusätzlich wirft er der Produktion vor, sein Abbild ohne jede Einverständniserklärung oder Freigabe als unbezahltes Statisten-Material in offiziellem Promo-Content verwendet zu haben. Die Klage beruft sich dabei sowohl auf allgemeine Gefährdungshaftung als auch auf Verstöße gegen das New Yorker Bürgerrechtsgesetz (§§ 50–51), das die kommerzielle Nutzung des eigenen Abbilds ohne Zustimmung regelt. Gottfried fordert vor Gericht zusätzlich, dass Kai Cenats Firma sämtliches Rohmaterial vom Casting-Tag, auf dem er zu sehen ist, herausgibt und dauerhaft löscht.

    Streamer University wächst – und damit auch der Druck bei der Organisation

    Streamer University hat sich seit dem ersten Durchlauf zu einem der größten Content-Creator-Events der USA entwickelt, 2026 fand die zweite Ausgabe bereits mit einem deutlich gewachsenen Line-up an prominenten Streamerinnen und Streamern statt. Mit der wachsenden Größe solcher Formate wächst aber offenbar auch das Risiko organisatorischer Pannen: Erst kürzlich sorgte ein anderer Vorfall bei den Red Bull Streamer Games, bei dem ein Streamer während eines Bogenschieß-Wettbewerbs unerlaubt die Wettkampffläche betrat und dabei fast von einem Pfeil getroffen wurde, für Schlagzeilen. Beide Fälle sind rechtlich und inhaltlich unabhängig voneinander, zeigen aber denselben Trend: Je größer und kommerzieller Live-Events rund um Streamer werden, desto genauer schaut die Öffentlichkeit auf Sicherheitskonzepte und Persönlichkeitsrechte der Teilnehmenden. Für Kai Cenats Firma dürfte der Ausgang dieses Verfahrens auch mit Blick auf künftige Ausgaben von Streamer University relevant werden.

    Quelle: Yahoo Entertainment

    Was haltet ihr von den Vorwürfen gegen Kai Cenats Firma? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!