Tag: Xbox Reset

  • Gears of War: E-Day – Story Director wenige Tage nach Gold-Status entlassen

    Gears of War: E-Day – Story Director wenige Tage nach Gold-Status entlassen

    Eigentlich sollte gerade Feierlaune herrschen bei The Coalition: Gears of War: E-Day ist “gone gold”, also fertig entwickelt und bereit für die Produktion. Stattdessen sorgt eine Personalentscheidung für Aufsehen – der Story Director des Spiels wurde nur wenige Tage nach diesem Meilenstein im Rahmen der jüngsten Xbox-Entlassungswelle freigestellt.

    Wen hat es bei Gears of War: E-Day konkret getroffen?

    Betroffen ist laut übereinstimmenden Berichten der Story Director von E-Day, der maßgeblich an der Erzählung des Prequels mitgearbeitet hat, das die Anfänge des Krieges gegen die Locust zeigt. Sein Rauswurf erfolgte nur wenige Tage, nachdem das Spiel offiziell den Gold-Status erreicht hatte – also genau zu dem Zeitpunkt, an dem ein Story-Team eigentlich am wenigsten mit dem Ende seiner Arbeit rechnet, weil die eigentliche inhaltliche Arbeit zu diesem Zeitpunkt längst abgeschlossen ist.

    Warum trifft es gerade jetzt, kurz vor dem Release, noch Mitarbeiter?

    Der Fall ist Teil von Microsofts umfassenderem Xbox-“Reset”, in dessen Rahmen zuletzt mehrere Studios und Teams Stellen abbauen mussten – darunter auch das Age-of-Empires-Team bei World’s Edge. Aus Unternehmenssicht werden solche Entscheidungen unabhängig vom Entwicklungsstand einzelner Projekte getroffen; für die betroffenen Personen fühlt es sich naturgemäß anders an, wenn der Rauswurf ausgerechnet dann kommt, wenn die eigene Arbeit am Spiel gerade erfolgreich abgeschlossen wurde.

    Wird der Release von Gears of War: E-Day dadurch verschoben?

    Einordnung: Nein – daran ändert die Personalie nichts. Da das Spiel bereits “gone gold” ist, sind Inhalt und Umfang von E-Day zum jetzigen Zeitpunkt technisch bereits fixiert, der Release-Termin am 6. Oktober bleibt unberührt. Bemerkenswert ist der Fall trotzdem, weil er zeigt, dass selbst ein erfolgreicher Abschluss eines großen AAA-Projekts Mitarbeiter aktuell nicht vor Entlassungen schützt – ein Muster, das zuletzt bei mehreren Xbox-Studios zu beobachten war. Für Fans bedeutet das: Das Spiel selbst kommt wie geplant, doch das Team, das es gemacht hat, existiert in dieser Form nach Release nicht mehr vollständig.

    Quelle: PC Gamer

    Was haltet ihr von Entlassungen kurz nach Projektabschluss – nachvollziehbare Unternehmensrealität oder schlechter Stil? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren.

  • Xbox-Kahlschlag trifft Age-of-Empires-Studio World’s Edge hart – nächstes Spiel gecancelt

    Xbox-Kahlschlag trifft Age-of-Empires-Studio World’s Edge hart – nächstes Spiel gecancelt

    Microsofts aktuelle Entlassungsrunde bei Xbox reißt weiter Löcher in die eigenen Studios. Laut mehreren übereinstimmenden Insider-Berichten hat es dieses Mal World’s Edge besonders hart getroffen – das Team, das aktuell für die Age-of-Empires-Reihe verantwortlich ist. Neben Personalabbau soll dabei auch ein bereits in Entwicklung befindliches Spiel des Studios komplett gestrichen worden sein.

    Wie hart hat es das Age-of-Empires-Studio World’s Edge getroffen?

    Öffentlich benannt wurde World’s Edge in der offiziellen Ankündigung von Xbox-Chef Matt Booty zum fortgesetzten “Reset” zunächst nicht. Dass es das Studio trotzdem massiv erwischt hat, wurde erst durch Insider klar: Ehemalige Mitarbeiter, darunter der frühere Creative Director Adam Isgreen, äußerten sich öffentlich zu ihrem Jobverlust. Dazu kommen Berichte, wonach nicht nur Stellen abgebaut, sondern ein komplettes, bereits laufendes Projekt des Studios eingestampft wurde – ein herber Rückschlag für ein Team, das mit Age of Empires 2: Definitive Edition, Age of Empires 4 und zahlreichen Erweiterungen zuletzt für eines der verlässlichsten Strategiespiel-Portfolios im Xbox-Portfolio gesorgt hat.

    Warum entlässt Xbox gerade in so großem Stil Personal?

    World’s Edge ist bei Weitem nicht das einzige Studio, das in den letzten Tagen betroffen war. Der aktuelle Xbox-“Reset” hat parallel unter anderem das Team von The Coalition (Gears of War) und die Entwicklung von The Elder Scrolls Online getroffen. Microsoft begründet den erneuten Stellenabbau intern mit einer strategischen Neuausrichtung des gesamten Gaming-Geschäfts, bei der Projekte und Teams stärker priorisiert werden sollen – wirtschaftlich klingt das nüchtern, für die betroffenen Entwicklerinnen und Entwickler bedeutet es aber schlicht den Verlust des Jobs, oft nur wenige Wochen oder Monate vor einem Release oder mitten in einer laufenden Produktion.

    Mehr zu den Hintergründen und den weiteren betroffenen Teams lest ihr in unserem Bericht dazu, wie Microsofts CEO den Xbox-Umbau kommentiert sowie in unserem Artikel zu den Auswirkungen auf das Team von The Elder Scrolls Online.

    Was bedeutet das Aus des Projekts für die Zukunft von Age of Empires?

    Redaktionelle Einordnung: Auch wenn Xbox das laufende Age-of-Empires-Tagesgeschäft (Patches, Balancing, Live-Ops für die Definitive Editions) nach aktuellem Stand nicht offiziell infrage gestellt hat, ist ein gecanceltes Projekt bei einem ohnehin verkleinerten Studio ein echtes Warnsignal. Strategiespiel-Fans kennen das Muster: Auch andere Nischen-Genres bei Xbox – etwa Simulationen oder klassische RTS-Titel – haben in den vergangenen Jahren spürbar weniger neue Vollpreis-Projekte bekommen, obwohl die bestehenden Communities treu bleiben. Für Spielerinnen und Spieler heißt das konkret: Kurzfristig ändert sich am Support der aktuellen Age-of-Empires-Titel vermutlich nichts, mittelfristig ist aber unklar, welche neuen Projekte aus dem geschrumpften World’s-Edge-Team überhaupt noch kommen werden.

    Quelle: PC Gamer

    Eine Xbox Series X und eine PlayStation 5 nebeneinander auf einem Sideboard
    Bildquelle: PC Gamer (Xbox Series X und PlayStation 5 im Vergleich)

    Was denkt ihr – trifft es reihum die falschen Studios, oder ist der Umbau bei Xbox einfach überfällig? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.

  • Xbox-Umbau: Obsidian wird Teil der Fallout-Sparte bei Bethesda

    Xbox-Umbau: Obsidian wird Teil der Fallout-Sparte bei Bethesda

    Der große Umbau bei Xbox geht weiter, und diesmal trifft es Obsidian Entertainment. Das Studio hinter Pillars of Eternity, The Outer Worlds und zuletzt Avowed wechselt organisatorisch zu Bethesda und wird künftig Teil der internen “Fallout”-Unternehmensgruppe. Das berichten Eurogamer und IGN übereinstimmend am 23. September 2026.

    Bethesda-Chefin Jill Braff hat die Obsidian-Belegschaft noch am selben Tag per internem Memo informiert. Darin versichert sie den Mitarbeitenden, dass die kreative Identität des Studios trotz der neuen Berichtsstruktur erhalten bleibt. Obsidian soll also weiterhin eigenständig an seinen Projekten arbeiten dürfen, auch wenn die organisatorische Aufhängung künftig über die Fallout-Sparte von Bethesda läuft und nicht mehr direkt bei Xbox Game Studios liegt.

    Warum wandert Obsidian ausgerechnet in die Fallout-Sparte?

    Historisch passt die Zuordnung eigentlich ganz gut: Obsidian hat mit Fallout: New Vegas bereits 2010 einen der beliebtesten Ableger der Reihe entwickelt, lange bevor Microsoft das Studio 2018 übernahm. Die neue organisatorische Nähe zur Fallout-Gruppe wirkt vor diesem Hintergrund fast folgerichtig statt willkürlich. Sie reiht sich zudem in eine ganze Serie von Umbauten ein, über die wir in den vergangenen Wochen berichtet haben – etwa die Entlassungswelle bei Xbox mit der Activision-Übernahme von Halo oder die Gerüchte um eine weitere Konsolidierungsrunde. Der “Xbox Reset” trifft also nicht nur Personal, sondern auch die internen Zuständigkeiten ganzer Studios.

    Was bedeutet der Wechsel für Avowed und The Outer Worlds 2?

    Key-Art zu The Outer Worlds mit zwei Raumfahrern vor einer fremden Planetenlandschaft mit Ringplanet am Himmel
    Obsidians eigene Sci-Fi-Reihe The Outer Worlds bleibt von der Umstrukturierung laut aktuellem Stand unberührt. Bildquelle: Obsidian Entertainment / Private Division

    Zu laufenden Projekten wie The Outer Worlds 2 äußert sich das Memo laut den vorliegenden Berichten nicht im Detail. Weder Eurogamer noch IGN nennen konkrete Änderungen an Release-Plänen, Teamgrößen oder Studiostandorten. Wichtig ist trotzdem: Anders als bei den zuletzt gemeldeten Entlassungen bei Xbox ist hier explizit nicht von Stellenabbau die Rede, sondern von einer reinen Umhängung in der Konzernstruktur. Für Fans heißt das erstmal: abwarten. Ob die Nähe zu Bethesda langfristig auch inhaltlich etwas verändert, etwa bei Marketing oder Veröffentlichungsterminen, lässt sich aktuell nicht seriös vorhersagen.

    Bemerkenswert ist trotzdem, wie viel Beruhigungsarbeit Jill Braff hier offenbar leisten musste. Dass eine Studioleitung ein eigenes Memo an die komplette Belegschaft schickt, um die kreative Unabhängigkeit zu betonen, zeigt, wie sensibel solche Umstrukturierungen für die Mitarbeitenden sind – gerade nach einer Welle von Schließungen und Entlassungen, die den Xbox-Bereich seit Monaten begleitet.

    Quelle: Eurogamer, IGN

    Wir bleiben an der Xbox-Restrukturierung dran und berichten, sobald es Neues zu Obsidians Projekten oder weiteren Studio-Umbauten gibt.

  • Xbox soll eigenes Entlassungsziel von 3.200 Stellen wohl verfehlen

    Xbox soll eigenes Entlassungsziel von 3.200 Stellen wohl verfehlen

    Microsoft hatte im Juli angekündigt, im Rahmen des sogenannten Xbox-Reset rund 3.200 Stellen im Gaming-Bereich zu streichen, verteilt über das gesamte Geschäftsjahr 2027. Jetzt zeichnet sich ab: Diese Zahl wird offenbar gar nicht erreicht. Laut einem Bericht von Nintendo Life, der sich auf Windows-Central-Redakteur Jez Corden beruft, rechnen Insider damit, dass Xbox am Ende deutlich unter dem selbst gesteckten Ziel bleibt.

    Der Grund dafür klingt zunächst nach guten Nachrichten: Microsoft setzt offenbar verstärkt auf interne Versetzungen, Abteilungswechsel und Studio-Ausgliederungen statt auf klassische Kündigungen, um die Belegschaft zu verkleinern. Wer intern in eine andere Rolle wechselt oder dessen Studio an einen anderen Publisher übergeht, taucht am Ende nicht in der offiziellen Entlassungsstatistik auf, verliert aber trotzdem seinen bisherigen Platz im Xbox-Gefüge.

    Wie hängt das mit den jüngsten Studio-Verschiebungen zusammen?

    Erst am 22. September hatte Xbox-Content-Chef Matt Booty in einer offiziellen Mitteilung auf Xbox Wire weitere 268 Stellenstreichungen bestätigt und gleichzeitig eine große Studio-Rochade angekündigt: Halo Studios, Rare und World’s Edge wandern zu Activision, Obsidian wird direkt Bethesda unterstellt und arbeitet dort unter anderem am neuen Fallout-Projekt, Turn 10 geht in Playground Games auf. Diese direkteren Berichtslinien an die jeweiligen Publisher sollen die Strukturen bei Xbox Game Studios schlanker machen. Nach Einschätzung von Beobachtern ist die Restrukturierung damit bereits zu etwa drei Vierteln abgeschlossen, wobei gerade die großen Studio-Abgaben stark zur Zielerreichung beitragen, ohne dass dafür Leute tatsächlich entlassen werden mussten.

    Was bedeutet das für betroffene Xbox-Mitarbeiter?

    Für die Belegschaft ist das eine Mischung aus Erleichterung und Unsicherheit. Weniger tatsächliche Kündigungen sind grundsätzlich eine gute Nachricht, gerade nach Monaten voller Hiobsbotschaften. Gleichzeitig bedeutet ein Wechsel zu einem neuen Publisher wie Activision oder Bethesda für viele Angestellte neue Vorgesetzte, neue Prozesse und mitunter auch neue Standorte. Sicherheit im Sinne von Planbarkeit sieht anders aus, auch wenn der Job selbst erhalten bleibt.

    Aus unserer Sicht zeigt die Entwicklung vor allem eins: Der Xbox-Reset ist kein einmaliger Kahlschlag, sondern ein monatelanger Umbauprozess mit vielen kleinen Etappen. Wir haben in den vergangenen Wochen bereits mehrfach berichtet, etwa über die 268 bestätigten Entlassungen samt Activision-Übernahme von Halo und über die Sorgen der Sea-of-Thieves-Community um Rares Zukunft. Dass die Gesamtzahl der Entlassungen nun wohl unter dem ursprünglichen Ziel bleibt, ändert nichts daran, dass praktisch jedes Xbox-Studio in irgendeiner Form von der Reorganisation betroffen ist.

    Bleibt das Xbox-Reset-Ziel von 3.200 Stellen damit endgültig unerreicht?

    Offiziell hat Microsoft die neue, niedrigere Zahl bislang nicht bestätigt, die Berichte stützen sich auf Quellen von Windows Central. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 bleibt also noch Zeit, in der sich die genaue Endsumme weiter verschieben kann. Klar ist aber schon jetzt: Die Kombination aus Studio-Verlagerungen, internen Versetzungen und den bereits vollzogenen direkten Entlassungswellen sorgt dafür, dass die ursprünglich kommunizierte Zahl eher als grobe Obergrenze denn als fixes Ziel zu verstehen ist.

    Quelle: Nintendo Life

    Wir bleiben an der Xbox-Reset-Geschichte dran und melden uns, sobald Microsoft die finalen Zahlen bestätigt.