Die Diskussion ums Skill-Based Matchmaking in Call of Duty ist eigentlich schon Jahre alt. Jetzt bekommt sie neuen Schwung: Der bekannte CoD-YouTuber Tdawgsmitty hat eine Petition gestartet, die Activision auffordert, SBMM aus den ungewerteten Lobbys komplett zu streichen. Innerhalb von nur einer Stunde kamen laut IGN bereits mehr als 500 Unterschriften zusammen.
Was fordert die Petition von Tdawgsmitty genau?
Tdawgsmitty verlangt, dass Skill-Based Matchmaking komplett aus den regulären, ungewerteten Lobbys von Call of Duty verschwindet. Im gewerteten Modus, also im Ranked Play, soll das System dagegen bestehen bleiben. Sein Hauptargument: Die ungewerteten Lobbys fühlen sich durch die ständige Gegner-Anpassung wie Ranked-Matches an. Spieler, die einfach mal eine neue Waffe ausprobieren, nach der Arbeit entspannen oder mit unterschiedlich starken Freunden zocken wollen, bekommen stattdessen Runde für Runde intensive, knappe Gefechte serviert. Zusätzlich kritisiert er, dass Activision eigene Datenanalysten beschäftigt, um das Matchmaking immer feiner zu justieren, ohne die Community über die genaue Funktionsweise aufzuklären. Der YouTuber ist mit seiner Kritik nicht neu am Start: Er wendet sich seit Monaten öffentlich an Xbox-CEO Asha Sharma und postet dazu regelmäßig auf seinem X-Account.
Warum sorgt der Destiny-2-Protest gerade jetzt für neuen Schwung?
Der Zeitpunkt der Petition ist kein Zufall. Erst wenige Tage zuvor hat Bungie nach monatelangem Druck der Destiny-2-Community eingelenkt und angekündigt, längst aus dem Spiel entfernte Inhalte wie die Red-War-Kampagne, Curse of Osiris, Warmind und Forsaken wieder freizuschalten. Die Ankündigung kam rund drei Monate, nachdem Bungie das vermeintlich letzte große Content-Update für Destiny 2 veröffentlicht und mehrere hundert Mitarbeiter entlassen hatte. Für Tdawgsmitty ist genau das der Beweis, dass organisierter Druck aus der Community auch bei großen Publishern etwas bewegen kann. Sein Schluss: Wenn es bei Bungie geklappt hat, sollte es auch bei Activision klappen.
Wie hängt SBMM mit dem Cheating-Problem in Call of Duty zusammen?
Hier wird es interessant, denn die Debatte um SBMM läuft in der CoD-Community selten isoliert. Erst kürzlich hatte Activision den weltweiten Cheating-Markt rund um Call of Duty auf 8,5 Milliarden Dollar beziffert. Viele Spieler bringen beide Themen zusammen: Wer sich durch aggressives SBMM ständig gegen die eigene Leistungsgrenze gedrückt fühlt, sucht laut Kritikern eher nach Abkürzungen wie Cheat-Software, um sich einen Vorteil zu verschaffen oder dem Druck auszuweichen. Ob das wirklich ursächlich zusammenhängt, ist unter Fachleuten umstritten, in Foren und Kommentarspalten taucht die Verbindung aber immer wieder auf. Aus unserer Sicht zeigt das vor allem eins: Activision steht aktuell an mehreren Fronten gleichzeitig unter Druck, und beide Themen befeuern sich in der öffentlichen Wahrnehmung gegenseitig.
Ob Activision tatsächlich einlenkt, ist offen. Anders als bei Bungie, das zuletzt ohnehin unter massivem Spielerschwund und Kritik stand, hat Call of Duty weiterhin enorme Reichweite und muss sich den Forderungen nicht zwingend beugen. Trotzdem zeigt die Petition, wie sehr das Thema SBMM die Community seit Jahren umtreibt, egal ob in Modern Warfare, Black Ops oder Warzone.
Quelle: IGN
Wie stehst du zu SBMM in Call of Duty? Würdest du die Petition unterschreiben oder findest du das Matchmaking in Ordnung? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

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