Tag: Xbox

  • Microsoft-CEO nennt Xbox-Umbau nach Entlassungen „great to see“

    Microsoft-CEO nennt Xbox-Umbau nach Entlassungen „great to see“

    Xbox baut weiter um – und Microsoft-Chef Satya Nadella findet das richtig gut. In einem Podcast-Interview nennt er den laufenden „Streamlining“-Prozess bei der Spielesparte „great to see“, kurz nachdem erneut 268 Mitarbeiter ihren Job verloren haben.

    Microsoft-CEO Satya Nadella spricht auf einer Bühne und gestikuliert mit beiden Händen
    Bildquelle: PC Gamer (https://www.pcgamer.com/gaming-industry/microsoft-ceo-says-xboxs-streamlining-process-is-great-to-see-following-its-most-recent-round-of-layoffs/)

    Was hat Microsoft-CEO Satya Nadella zum Xbox-Umbau gesagt?

    Im „Sources Podcast“ mit Alex Heath sprach Nadella offen über die andauernden Kürzungen bei Xbox. Wörtlich sagte er: „There’s some amount of streamlining the team is doing, and Asha is doing, which is great to see.“ Damit spielt er auf Xbox-Chefin Asha Sharma an, die seit ihrem Amtsantritt einen radikalen Umbau der Sparte vorantreibt. Nadella betonte zudem, er fühle sich „fantastisch“ wegen des verbliebenen IP-Portfolios von Xbox und sehe für das kommende Geschäftsjahr wieder Wachstum.

    Microsoft-CEO Satya Nadella sitzt im Interview vor grünem Vorhang und äußert sich zum Xbox-Umbau
    Bildquelle: VGC (https://www.videogameschronicle.com/news/microsoft-ceo-says-streamlining-of-xbox-business-is-great-to-see/)

    Welche Studios trifft der Xbox-Umbau konkret?

    Erst vor Kurzem strich Microsoft weitere 268 Stellen im Xbox-Bereich – zusätzlich zu den rund 1.600 Jobs, die im Rahmen der laufenden Reorganisation bereits wegfielen. Im Zuge des Umbaus wandert die Halo-Marke zu Activision, während Obsidian Entertainment künftig zu Bethesda gehört. Mehrere Studios hat Microsoft komplett abgegeben oder geschlossen. Zusammengefasst sieht der Umbau aktuell so aus:

    • 268 zusätzliche Entlassungen im Xbox-Bereich in der jüngsten Runde
    • Halo-Marke wechselt zu Activision
    • Obsidian Entertainment wird Bethesda zugeordnet
    • Double Fine, Compulsion Games und Undead Labs verlassen Microsoft komplett
    • Ninja Theory steht nach gescheiterten Verkaufsversuchen offenbar vor dem Aus

    Wie fügt sich Nadellas Aussage in den bisherigen Xbox-Umbau ein?

    Aus unserer Sicht wirkt Nadellas Wortwahl bemerkenswert offen: Wo andere Konzernchefs Entlassungen meist mit vorsichtigen Formulierungen umschreiben, spricht er unverblümt von etwas „Großartigem“. Wir haben bereits berichtet, wie unsicher die Zukunft für einzelne Studios aussieht, etwa in unserem Artikel zum aktuellen Stand des nächsten Halo-Spiels, das laut Insiderberichten noch Jahre von der Fertigstellung entfernt war, bevor die Marke nun zu Activision wanderte. Wie emotional das Thema in der Community diskutiert wird, zeigt unser Bericht zu den Reaktionen der Fans auf das drohende Ninja-Theory-Aus. Für Spieler bedeutet der Umbau vor allem eines: Bei laufenden und angekündigten Xbox-Projekten aus den betroffenen Studios bleibt bis auf Weiteres unklar, ob und wie es mit ihnen weitergeht.

    Quelle: PC Gamer, VGC

    Was haltet ihr von Nadellas Wortwahl – ehrliche Ansage oder ziemlich kaltschnäuzig? Schreibt’s uns in die Kommentare!

  • Insider: Das nächste Halo-Spiel war noch Jahre von der Fertigstellung entfernt

    Insider: Das nächste Halo-Spiel war noch Jahre von der Fertigstellung entfernt

    Der große Xbox-Umbau von letzter Woche hat bei vielen Fans ordentlich für Wirbel gesorgt: Ninja Theory dicht, die Halo-Reihe weg von Microsofts eigenem Studio. Jetzt kommen die ersten handfesten Insider-Infos dazu, was intern bei Halo Studios eigentlich los war. Laut Berichten, die unter anderem auf The Verge zurückgehen, war das nächste Halo-Spiel des Studios noch Jahre von der Fertigstellung entfernt – und genau das soll mit ein Grund gewesen sein, warum Microsoft dem Team quasi den Stecker gezogen hat.

    Zur Einordnung: Die generelle Xbox-Restrukturierung war bereits bekannt – in unserem Bericht zur Ninja-Theory-Schließung und den Community-Reaktionen auf den Xbox-Umbau hatten wir bereits ausführlich darüber berichtet, dass dabei auch die Übergabe der Halo-Reihe an Activision angekündigt wurde. Neu sind jetzt die Insider-Details darüber, was in den Monaten davor bei Halo Studios intern schiefgelaufen ist – und die zeichnen ein deutlich klareres Bild, warum Microsoft so drastisch durchgegriffen hat.

    Wie weit war das nächste Halo-Spiel wirklich von der Fertigstellung entfernt?

    Laut einem anonymen Insider, auf den sich Verge-Redakteur Tom Warren beruft – ein langjähriger und gut vernetzter Xbox-Beobachter –, kämpfte das interne Halo-Studios-Team schon länger mit Problemen: Ständige Führungswechsel, ein technischer Umbruch durch den parallel laufenden Umstieg auf die Unreal Engine und wiederholte Entlassungswellen sollen das nächste, eigene Halo-Projekt immer wieder zurückgeworfen haben. Das Ergebnis laut den Insidern: Das Spiel war noch Jahre von einer Veröffentlichung entfernt. Auch die auf Halo-Insiderwissen spezialisierte YouTuberin Rebs Gaming, deren Quellen in der Vergangenheit häufiger zutreffend waren, berichtet in eine ähnliche Richtung.

    Vier bewaffnete Spartans in bunter Rüstung kämpfen gemeinsam in einer verschneiten Halo-Infinite-Umgebung
    Ein eingespieltes Team wie hier im Multiplayer von Halo Infinite – genau daran soll es beim nächsten großen Halo-Projekt laut Insidern gehapert haben.

    Was bedeutet die Übergabe an Activision jetzt für Halo-Fans?

    Statt das langlaufende Projekt weiter zu finanzieren, hat Microsoft offenbar kurzen Prozess gemacht: Halo Studios wurde auf einen kleinen Kern von rund 30 Mitarbeitern zusammengestrichen. Deren Aufgabe ist jetzt nur noch der Support-Betrieb – sprich Updates und Pflege für Halo Infinite und das kommende Halo: Campaign Evolved. Die Entwicklung des nächsten großen Halo-Spiels liegt jetzt komplett bei Activision, das dafür laut den Berichten ein komplett neues, eigens dafür aufgebautes Team aufstellt – getrennt vom Call-of-Duty-Team. Xbox selbst hat den Umbau in einem eigenen Blogeintrag unter dem Titel “Continuing Our Reset” bestätigt.

    Zerstörter Halo-Ring schwebt im Weltall, im Bild ist noch das alte 343-Industries-Logo aus der Ankündigung von Halo Infinite zu sehen
    Von der Studio-Umbenennung von 343 Industries zu Halo Studios bis zur jetzigen Verkleinerung: Die Halo-Macher haben eine turbulente Zeit hinter sich.

    Unsere Einschätzung: Sollten sich die Insider-Berichte bestätigen, wirkt die Entscheidung hart, aber nachvollziehbar. Ein derart wichtiges Franchise über Jahre mit einem unfertigen Nachfolgeprojekt in der Warteschleife zu lassen, hätte Microsoft langfristig wohl mehr geschadet als der jetzige, harte Schnitt. Für die verbliebenen rund 30 Leute bei Halo Studios dürfte die neue Rolle als reines Support-Team trotzdem bitter sein.

    Es ist ohnehin nicht der einzige Insider-Bericht, der aktuell für Diskussionen in der Xbox-Community sorgt: Erst vor Kurzem hatte ein Gerücht die Runde gemacht, wonach Starfield 2 laut einem Ex-Entwickler wohl nie erscheinen soll.

    Quelle: PC Gamer

    Was denkt ihr: War die Radikalkur bei Halo Studios überfällig, oder verliert die Reihe damit ihre Seele? Schreibt’s uns in die Kommentare – wir sind gespannt auf eure Meinung!

  • Ace Combat 8: Wings of Theve: Xbox und PlayStation veröffentlichen zeitgleich Feature-Artikel

    Ace Combat 8: Wings of Theve: Xbox und PlayStation veröffentlichen zeitgleich Feature-Artikel

    Kurz vor dem Release feuern Microsoft und Sony aus allen Rohren: Sowohl Xbox Wire als auch der PlayStation Blog haben am 25. September 2026 am selben Tag ausführliche Feature-Artikel zu Ace Combat 8: Wings of Theve veröffentlicht. Zwei Plattform-Blogs, ein Thema, ein klarer Fall von koordiniertem Marketing kurz vor dem großen Release.

    Worum geht es in den Xbox- und PlayStation-Features?

    Die beiden Artikel setzen bewusst unterschiedliche Schwerpunkte. Xbox Wire beschreibt unter dem Titel “High-Flying Drama” die inszenatorische Wucht der Luftkämpfe und wie Bandai Namco Aces die Kamera näher an den Piloten rückt. Der PlayStation Blog geht dagegen tiefer ins Detail und erklärt, wie die neue Ich-Perspektive im Cockpit genutzt wird, um die Geschichte persönlicher und emotionaler zu erzählen als in früheren Teilen der Reihe. Beide Artikel ergänzen sich damit eher, als dass sie konkurrieren: Xbox verkauft das Spektakel, PlayStation die Nähe zur Figur.

    Wann erscheint Ace Combat 8: Wings of Theve?

    Der Release ist für den 2. Oktober 2026 angesetzt, also nur wenige Tage nach den beiden Feature-Artikeln. Das Spiel erscheint für PS5, Xbox Series X|S und PC. Wer noch unsicher ist, ob sich der Kauf lohnt: PC Gamer hat bereits ein Review veröffentlicht, ihr müsst also nicht komplett blind kaufen, sondern könnt euch vorher eine Einschätzung zur fertigen Version holen.

    Missionsbesprechung an Bord des Flugzeugträgers Endurance mit Piloten und Offizieren in Ace Combat 8: Wings of Theve
    Bildquelle: Xbox Wire

    Zur Einordnung: Der letzte nummerierte Serienteil, Ace Combat 7: Skies Unknown, erschien bereits 2019 und wurde über Jahre hinweg mit DLCs am Leben gehalten. Wings of Theve ist damit der erste komplett neue Hauptteil seit sieben Jahren und muss beweisen, dass die Reihe auch nach dieser langen Pause noch den Nerv der Arcade-Flugsimulations-Fans trifft. Der Fokus auf eine persönlichere, ich-perspektivische Erzählweise wirkt dabei wie ein bewusster Versuch, sich von reinen Missions-Aneinanderreihungen abzugrenzen und mehr auf Charaktere zu setzen.

    Für euch als Spieler heißt das vor allem: Der 2. Oktober ist der Tag, an dem ihr die Story tatsächlich selbst erleben könnt, und mit dem PC-Gamer-Review liegt schon eine unabhängige Einschätzung vor, bevor ihr euer Geld ausgebt. Wer auf Konsole zockt, kann sich auf Basis der beiden Feature-Artikel schon vorab ein Bild davon machen, welche Plattform welchen Aspekt des Spiels stärker bewirbt. Kaufentscheidend ist das zwar nicht, spannend als Vorgeschmack aber allemal.

    Formation aus vier bemalten Kampfjets im Sonnenuntergang in Ace Combat 8: Wings of Theve
    Bildquelle: PlayStation Blog

    Aus unserer Sicht ist die zeitgleiche Doppel-Aktion von Xbox und PlayStation ein gutes Zeichen: Beide Plattformhalter investieren sichtbar Marketing-Budget in ein Nischen-Genre, das abseits von Shootern und Open-World-Spielen oft übersehen wird. Wer Arcade-Luftkämpfe mag, sollte sich den 2. Oktober jetzt schon rot im Kalender markieren. Alle weiteren Details zum Spiel findet ihr auch auf der offiziellen Ace-Combat-8-Spieleseite von Bandai Namco.

    Quelle: Xbox Wire, PlayStation Blog

    Freut ihr euch auf Ace Combat 8: Wings of Theve, oder ist die Luftkampf-Reihe für euch schon lange kein Thema mehr? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Ninja Theory vor dem Aus: So reagiert die Community auf den Xbox-Umbau

    Ninja Theory vor dem Aus: So reagiert die Community auf den Xbox-Umbau

    Die große Xbox-Restrukturierungswelle hat in dieser Woche einen neuen, besonders bitteren Tiefpunkt erreicht: Laut offiziellen Angaben von Xbox sind zwei separate Verkaufsversuche für das britische Studio Ninja Theory gescheitert. Xbox-Content-Chef Matt Booty erklärte gegenüber der Belegschaft, man beginne nun eine formelle Konsultation über eine mögliche Schließung, wolle aber parallel weiter nach Alternativen suchen. Eurogamer hat die Reaktionen aus der Community auf diese Nachricht eingeordnet – und die Stimmung ist alles andere als versöhnlich.

    Wird Ninja Theory jetzt wirklich geschlossen?

    Ganz sicher ist das noch nicht, auch wenn es danach aussieht. Nach britischem Arbeitsrecht muss vor Massenentlassungen dieser Größenordnung eine Konsultationsphase mit den Angestellten eingeleitet werden – genau die hat Xbox jetzt gestartet. Betroffen wären rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hellblade-Studios Ninja Theory. Bereits im Juni 2026 hatte Microsoft angekündigt, sich von Ninja Theory sowie den Studios Double Fine, Compulsion Games und Undead Labs zu trennen. Während Double Fine und Compulsion als unabhängige Studios samt eigener IP weitergeführt wurden, sollte Ninja Theory an neue Eigentümer verkauft werden, inklusive Budget für den bereits angekündigten dritten Hellblade-Teil. Genau diese Verkaufsgespräche sind laut Xbox nun zweimal gescheitert, weshalb die Schließung ernsthaft im Raum steht. Die Konsultationsphase läuft üblicherweise mehrere Wochen, ein letztes Rettungsszenario ist also theoretisch noch möglich, aber das Zeitfenster wird kleiner.

    Der Fall wiegt auch deshalb so schwer, weil Ninja Theory eigentlich zu den Erfolgsgeschichten unter Xbox’ First-Party-Studios zählte: Hellblade: Senua’s Sacrifice (2017) gilt bis heute als Paradebeispiel für ein kleines, kreativ mutiges Budget-Projekt mit preisgekrönter Darstellung psychischer Erkrankung. Die Fortsetzung Senua’s Saga: Hellblade II erschien 2024 kritisch gefeiert, blieb kommerziell aber wohl hinter den Erwartungen zurück – ein Umstand, den viele Fans auf den gleichzeitigen Day-One-Start im Xbox Game Pass zurückführen. Noch vor rund zwei Jahren hatte Xbox-Marketingchef Aaron Greenberg öffentlich versichert, es gebe “keinerlei Pläne”, das Studio zu schließen. Dass genau das jetzt doch droht, verschärft den Vertrauensverlust zusätzlich.

    Wie reagiert die Community auf den Xbox-Umbau?

    Entsprechend düster ist die Stimmung in Foren und sozialen Netzwerken. Viele Kommentare werfen Xbox vor, zuletzt präsentierte Ankündigungen und Projekte seien eher Verkaufsargumente für potenzielle Käufer gewesen als echte Zukunftspläne – und wenn sich kein Käufer finde, werde eben geschlossen. Die Parallele zu Tango Gameworks, das trotz des gefeierten Hi-Fi Rush 2024 dichtgemacht wurde, wird immer wieder gezogen: kommerzieller Erfolg allein scheint bei Xbox keine Jobgarantie mehr zu sein. Unser Artikel zu Xbox’ eigentlich schon abgeschlossenem 3.200-Stellen-Abbau zeigt, dass die aktuelle Runde von 268 zusätzlichen Kündigungen keineswegs das Ende der Fahnenstange ist.

    Auch abseits von Ninja Theory bleibt der Umbau turbulent: Rare wandert organisatorisch unter das Dach von Activision, Obsidian wird Bethesda zugeordnet, Playground Games und Turn 10 werden zusammengelegt. Laut Booty sei man damit “grob drei Viertel” durch die Restrukturierung – was bei Fans die Sorge weckt, dass es noch nicht vorbei ist. Wie groß diese Angst bei anderen Traditionsstudios inzwischen ist, zeigt unser Bericht darüber, wie Sea-of-Thieves-Fans um Rares Zukunft bangen.

    Sollte Ninja Theory tatsächlich schließen, wäre es der bislang schwerste Einzelverlust dieser Umbauwelle: ein Studio mit kreativem Renommee, mitten in der Produktion einer laufenden Fortsetzung. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das im schlimmsten Fall das Aus für die Hellblade-Reihe – und ein weiteres Warnsignal, wie wenig Sicherheit selbst gefeierte Studios bei Xbox derzeit genießen.

    Quelle: Eurogamer

    Was denkt ihr: Sollte Microsoft Ninja Theory retten, oder ist die Schließung angesichts der Verkaufsprobleme nachvollziehbar? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Xbox erklärt: Anteil an GTA-6-Vorbestellungen entspricht dem eigenen Konsolenmarktanteil

    Xbox erklärt: Anteil an GTA-6-Vorbestellungen entspricht dem eigenen Konsolenmarktanteil

    Kaum ein Spiel wird 2026 so genau beobachtet wie GTA 6 – und das gilt längst nicht nur für Verkaufszahlen, sondern auch für die Frage, welche Konsole im Vorbestellungs-Rennen vorn liegt. Diese Woche sorgte ein Bericht des Verge-Journalisten Tom Warren für Wirbel, der von internen Xbox-Quellen erfahren haben will, dass die GTA-6-Vorbestellungen “heavily skewed toward PS5” seien – zu Deutsch: stark in Richtung PS5 verschoben. Warren sprach dabei sogar von weiteren “Alarmglocken” für die Plattform. Jetzt hat sich Xbox-Chief-Strategy-Officer Matthew Ball direkt auf X zu Wort gemeldet und versucht, die Wogen zu glätten.

    Warum streiten Xbox und PlayStation über die GTA-6-Vorbestellungen?

    Auslöser des Streits sind Zahlen des Marktforschers Sensor Tower, die aktuell die Runde machen: Von rund 4,3 Millionen erfassten GTA-6-Vorbestellungen sollen demnach etwa 77 Prozent auf die PS5 entfallen, während nur rund 23 Prozent an Xbox Series X|S gehen. Für Außenstehende liest sich das zunächst wie ein deutlicher Rückstand von Microsofts Konsole. Genau dieses Bild wollte Ball nicht unwidersprochen stehen lassen, nachdem der Bericht die Runde gemacht hatte.

    Was genau hat Xbox-Stratege Matthew Ball gesagt?

    In einer direkten Antwort an Tom Warren schrieb Ball wörtlich: “Tom, we are very happy with GTA VI pre-orders. The title is breaking records for XBOX, we expect even more records will be broken throughout the fall, and our internal analysis shows our share of pre-orders to be matching our share of the console market.” Übersetzt: GTA 6 breche für Xbox eigene Rekorde, im Laufe des Herbstes würden noch mehr folgen, und laut interner Analyse entspreche der Xbox-Anteil an den Vorbestellungen exakt dem allgemeinen Marktanteil der Konsole gegenüber der PlayStation. Mit anderen Worten: Xbox verliere relativ gesehen keinen Boden, sondern bewege sich bei GTA 6 genauso wie sonst auch im Konsolenmarkt üblich.

    Wie ist der Vorbestellungs-Streit zwischen Xbox und PlayStation einzuordnen?

    Rivalitäten zwischen den Konsolenlagern sind bei großen Multiplattform-Titeln nichts Neues – schon bei früheren Blockbustern wurde jede Verkaufszahl parteiisch ausgeschlachtet, um die eigene Plattform besser dastehen zu lassen. Neu ist hier der Ton: Statt zu schweigen, ging Ball öffentlich in die Konfrontation – ein Novum, da Microsoft interne Verkaufszahlen sonst selten kommentiert. Für Spielerinnen und Spieler ändert der Schlagabtausch praktisch nichts, wer GTA 6 vorbestellt hat, bekommt das Spiel unabhängig davon, wessen Zahlen stimmen. Bemerkenswert bleibt dennoch, wie hitzig die Debatte um releasenahe Statistiken geführt wird, obwohl weder Sony noch Microsoft geprüfte, offizielle Zahlen veröffentlicht haben.

    Wer sich vorab noch genauer mit dem kommenden Titel beschäftigen möchte, findet in unserem Überblick zu offenen Gameplay-Fragen zu GTA 6 weitere Einordnung, während wir kürzlich auch berichtet haben, wie Rockstar kurz vor dem Launch die Mod-Regeln verschärft hat.

    Ob sich der Vorbestellungs-Vorsprung der PS5 tatsächlich in dieser Höhe bestätigt oder Balls Einordnung näher an der Realität liegt, lässt sich von außen kaum überprüfen – geprüfte Zahlen von Sony oder Microsoft gibt es bislang nicht. Mehr Infos zum Spiel selbst gibt es auf der offiziellen GTA-6-Seite sowie in Balls Original-Statement auf X.

    https://x.com/ballmatthew/status/2103210685920424384

    Quelle: IGN

    Was haltet ihr von Balls Kontern – reine PR-Beruhigung oder eine faire Einordnung der Zahlen? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Gerücht: Starfield 2 soll laut Ex-Entwickler wohl nie erscheinen

    Gerücht: Starfield 2 soll laut Ex-Entwickler wohl nie erscheinen

    Wichtiger Hinweis: Es handelt sich hierbei um ein Gerücht/eine Einschätzung, das/die bislang NICHT offiziell von Bethesda bestätigt wurde.

    Kommt Starfield 2 überhaupt jemals? Laut einem ehemaligen Bethesda-Entwickler soll die Antwort ziemlich ernüchternd ausfallen: eher nicht. Kurt Kuhlmann, der als Lead Systems Designer an Starfield mitgearbeitet hat und davor unter anderem als Co-Lead-Designer an The Elder Scrolls V: Skyrim beteiligt war, äußerte sich kürzlich gegenüber der Community zu den Zukunftsaussichten der Weltraum-Reihe. Seine Einschätzung soll laut VGC ziemlich eindeutig ausfallen: Eine Fortsetzung sei unwahrscheinlich, weil der erste Teil kommerziell wohl nicht erfolgreich genug gewesen sein soll.

    Was genau soll Kurt Kuhlmann gesagt haben?

    Kuhlmann, der Bethesda im Oktober 2023 nach rund 20 Jahren verlassen hat und mittlerweile als Principal World Designer bei Lightspeed Studios arbeitet, soll gesagt haben, er glaube nicht, dass Starfield erfolgreich genug gewesen sei, um ein Starfield 2 zu rechtfertigen. Auf die Frage, ob Bethesda seiner Einschätzung nach irgendwann eine Fortsetzung nachlegen könnte, soll er laut VGC geantwortet haben, es würde ihn sehr überraschen, wenn es dazu käme. Gleichzeitig soll er betont haben, dass er das schade fände – seiner Ansicht nach habe Starfield die ursprüngliche, sehr ambitionierte Vision von Todd Howard nie ganz erreicht. Ein zweiter Anlauf hätte diesem Anspruch nach seiner Einschätzung näherkommen können. Als Grund nennt er wohl vor allem die schiere Größe des Projekts: Selbst mit dem vergleichsweise großen Team, das an Starfield gearbeitet habe, sei die Menge an Inhalten, die die große Idee des Spiels eigentlich gebraucht hätte, wohl nicht zu stemmen gewesen.

    Warum war Starfield laut Kritikern kein voller Erfolg?

    Um Kuhlmanns Aussage einzuordnen, lohnt sich ein Blick zurück: Starfield erschien 2023 mit riesigen Erwartungen im Gepäck, schließlich war es Bethesdas erste komplett neue Marke seit Jahrzehnten und zugleich ein wichtiges Exklusivtitel-Argument für Xbox. Kommerziell lief es dabei gar nicht mal so schlecht – das Spiel zählte 2023 zu den meistverkauften Titeln auf Steam und wurde laut Marktdaten zu einem der Top-Verkäufer des Jahres. Bei der Kritik und Community fiel die Bilanz aber gemischter aus: Auf Steam rutschte Starfield zeitweise in Richtung „größtenteils negativ“, viele Spieler empfanden das Spiel als weniger poliert und weniger mitreißend, als es die Erwartungen im Vorfeld suggeriert hatten. Genau dieses Spannungsfeld zwischen soliden Verkaufszahlen und einer eher durchwachsenen Rezeption dürfte auch der Hintergrund für Kuhlmanns pessimistische Einschätzung zur Zukunft der Reihe sein.

    Was würde das für Fans einer möglichen Fortsetzung bedeuten?

    Für alle, die auf ein Starfield 2 gehofft haben, ist diese Einschätzung natürlich kein schönes Signal – auch wenn sie eben nur die persönliche Meinung eines ehemaligen Mitarbeiters ist und keine offizielle Ansage von Bethesda oder Microsoft. Sollte sich die Einschätzung bewahrheiten, müssten sich Fans wohl eher auf Erweiterungen und Content-Updates für das bestehende Spiel einstellen statt auf eine waschechte Fortsetzung. Aus unserer Sicht ist die Aussage zwar mit Vorsicht zu genießen, schließlich äußert sich hier kein aktueller Bethesda-Sprecher, sondern jemand, der das Studio längst verlassen hat. Trotzdem wiegt seine Einschätzung als ehemaliger Lead Designer natürlich schwerer als eine x-beliebige Spekulation aus der Community. Wir bleiben an dem Thema dran und aktualisieren den Artikel, sobald es offizielle Aussagen von Bethesda dazu geben sollte.

    Quelle: VGC

    Was denkt ihr: Braucht es überhaupt ein Starfield 2, oder sollte Bethesda sich lieber ganz auf The Elder Scrolls 6 konzentrieren? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Tim Schafer nach Xbox-Split: “Irgendjemand ist einfach gierig”

    Tim Schafer nach Xbox-Split: “Irgendjemand ist einfach gierig”

    Tim Schafer platzt der Kragen. Der Double-Fine-Gründer hat sich nach der Trennung seines Studios von Xbox öffentlich zur aktuellen Krise der Spielebranche geäußert – und macht dafür vor allem eines verantwortlich: Gier bei den großen Publishern.

    Was hat Tim Schafer über die Branche gesagt?

    In einem Interview wurde Schafer gefragt, ob sich die Wirtschaft der Spielebranche in den letzten Jahren grundlegend verändert habe. Seine Antwort fiel ungewohnt direkt aus: Die Leute würden Spiele spielen, Firmen würden weiterhin Geld verdienen – trotzdem rollten immer neue Entlassungswellen durch die Branche. Er könne sich das nur so erklären, dass irgendwo irgendjemand gierig sei. Namen nennt Schafer nicht, doch die Spitze in Richtung großer Publisher und Konzerne ist kaum zu übersehen.

    Wie kam es zum Split zwischen Double Fine und Xbox?

    Double Fine gehörte seit der Übernahme 2019 zu Xbox Game Studios. Schafer zufolge erfuhr sein Team zunächst nur aus Online-Gerüchten, dass Microsoft über eine mögliche Schließung des Studios nachdachte. Die Gerüchte bestätigten sich – doch statt der Schließung verhandelte Double Fine seine Rückkehr in die Unabhängigkeit. Im Juli 2026 wurde der Deal bekannt, gemeinsam mit dem “South of Midnight”-Studio Compulsion Games durfte man Xbox verlassen und dabei die eigenen Spiele und Marken behalten. Der Preis dafür war hoch: Kurz nach dem Split musste Double Fine rund 23 Mitarbeitende entlassen, etwa ein Viertel der Belegschaft. Nur so lasse sich eine Studiogröße erreichen, die man sich als unabhängiges Team auch leisten könne, erklärte Schafer damals.

    Warum steht Xbox aktuell so stark in der Kritik?

    Der Fall Double Fine ist nur ein Baustein in einem deutlich größeren Bild. Xbox hat 2026 einen harten Sparkurs eingeschlagen, der laut eigenen Zielen bis zu 3.200 Stellen kosten soll – dieses Ziel droht man aber sogar zu verfehlen, wie zuletzt berichtet wurde. Besonders hart traf es zuletzt das Age-of-Empires-Studio World’s Edge, das nach der Restrukturierung fast die Hälfte seiner Belegschaft verlor. Vor diesem Hintergrund wirken Schafers Worte weniger wie eine spontane Einzelmeinung, sondern eher wie eine Zusammenfassung dessen, was aktuell viele Entwicklerinnen und Entwickler bei Xbox und darüber hinaus denken.

    Aus unserer Sicht trifft Schafer damit einen wunden Punkt. Die Branche als Ganzes macht weiterhin Milliardenumsätze, während gleichzeitig ganze Teams abgebaut werden – dieser Widerspruch lässt sich kaum wegdiskutieren. Dass ausgerechnet ein Branchenveteran wie Schafer, der seinen eigenen Job fast verloren hätte, das offen ausspricht, macht die Aussage nur glaubwürdiger. Vertrauen in Publisher-Zusagen dürfte dadurch nicht gerade wachsen.

    Offizielles Schlüsselbild von Kiln, dem aktuellen Spiel von Double Fine, mit tanzenden Tongefäß-Figuren
    Double Fine bringt mit Kiln aktuell ein eigenes Spiel über Xbox Game Pass heraus – trotz der turbulenten Trennung vom Konzern. Bildquelle: Double Fine Productions

    Quelle: Eurogamer

    Was haltet ihr von Schafers Aussage – trifft er den Nagel auf den Kopf oder macht er es sich zu einfach? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Age-of-Empires-Studio World’s Edge verliert nach Xbox-Restrukturierung fast die Hälfte seiner Belegschaft

    Age-of-Empires-Studio World’s Edge verliert nach Xbox-Restrukturierung fast die Hälfte seiner Belegschaft

    Fast die Hälfte der Belegschaft von World’s Edge wurde entlassen, während das Age-of-Empires-Studio komplett unter die Kontrolle von Activision wechselt. Was zuerst nur als Gerücht durch die Community geisterte, ist jetzt bittere Realität: Das für die Age-of-Empires-Reihe zuständige Studio World’s Edge hat einen massiven Stellenabbau erlebt, der laut übereinstimmenden Berichten von Eurogamer und WCCFTech nahezu die Hälfte des Teams betrifft.

    Besonders bitter: Auch Creative Director Adam Isgreen gehört zu den Betroffenen. Unter seinem bekannten ResetEra-Pseudonym „Tempus Chaoti” bestätigte er den Jobverlust öffentlich und machte auf LinkedIn deutlich, wie enttäuscht er über das Ende seiner Zeit bei World’s Edge und Age of Empires ist. Auch Senior Software Engineer Andrew Martz meldete sich zu Wort und erklärte, dass ein bislang unangekündigtes „nächstes Projekt” des Studios direkt infolge der Übernahme durch Activision auf Eis gelegt wurde.

    Wie viele Mitarbeiter sind bei World’s Edge tatsächlich betroffen?

    Genaue Zahlen nennt Microsoft wie üblich nicht, doch mehrere unabhängige Quellen decken sich in der Einschätzung: Rund die Hälfte der Belegschaft wurde freigesetzt. World’s Edge wurde erst im Juni 2019 in Redmond gegründet, um dauerhaft als Hüterin der Age-of-Empires-Marke zu fungieren, und koordiniert seither externe Studios wie Relic Entertainment, Forgotten Empires und Tantalus Media. Nach dem Abgang von Gründerin Shannon Loftis im Jahr 2022 übernahm Michael Mann die Studioleitung – nun verliert das Studio einen Großteil seiner erfahrenen Belegschaft auf einen Schlag.

    Was bedeutet der Wechsel zu Activision für die Zukunft von Age of Empires?

    World’s Edge wird künftig nicht mehr direkt von Xbox Game Studios, sondern von Activision beaufsichtigt – genau wie Rare und die Halo-Marke. Das ist Teil einer größeren organisatorischen Neuausrichtung, über die wir bereits berichtet haben: In unserem Artikel darüber, wie Xbox 268 weitere Entlassungen bestätigt hat und Activision die Kontrolle über Halo übernimmt, wird deutlich, dass World’s Edge nur eines von mehreren Studios ist, die in diesem Zuge neu zugeordnet wurden. Auffällig ist zudem, dass genau diese Konsolidierung bereits vorher gemunkelt wurde – wie wir bei den ersten Gerüchten zu einer neuen Entlassungswelle mit Studio-Konsolidierung einordneten, hat sich das Szenario nun in mehreren Wellen bestätigt.

    Für Spieler ist vor allem die Ungewissheit über die Zukunft der Marke das Problem. Zwar gibt es aktuell keine offizielle Bestätigung, dass die Betreuung von Age of Empires II, III und IV grundsätzlich in Gefahr ist, doch der Verlust von so viel institutionellem Wissen – allen voran eines langjährigen Creative Directors – dürfte sich mittelfristig auf Tempo und Umfang künftiger Updates und Erweiterungen auswirken. Das unangekündigte, nun gestrichene Projekt zeigt zudem, dass die Restrukturierung nicht nur Personal, sondern auch tatsächliche Spieleentwicklung betrifft.

    Ist die Zukunft der Age-of-Empires-Reihe jetzt grundsätzlich gefährdet?

    Eine vollständige Einstellung der Marke ist nach aktuellem Stand nicht zu erwarten, schließlich bleibt World’s Edge offiziell weiterhin für Age of Empires zuständig und die Definitive Editions sind kommerziell erfolgreich. Dennoch zeigt der Fall exemplarisch, wie tief die laufende Xbox-Restrukturierung mittlerweile in einzelne, etablierte Studios hineinreicht – selbst in solche, die ein florierendes und beliebtes Franchise betreuen. Wer die Entwicklung rund um Xbox’ Studiolandschaft verfolgt, sollte diesen Fall im Hinterkopf behalten, denn ähnliche Einschnitte könnten auch andere vermeintlich sichere Studios treffen.

    Quelle: Eurogamer, WCCFTech

    Was denkt ihr: Ist die Zukunft von Age of Empires unter Activision-Aufsicht in guten Händen, oder macht euch diese Entwicklung Sorgen? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Altersverifikation in Australien: Microsoft bietet mehr Wege als Valve

    Altersverifikation in Australien: Microsoft bietet mehr Wege als Valve

    Seit dem 9. März 2026 gelten in Australien die sogenannten Age-Restricted Material Codes der Medienaufsicht eSafety Commissioner. Wer dort R18+-Spiele kaufen oder spielen will, muss seither sein Alter nachweisen. Wie genau Plattformen das umsetzen, bleibt ihnen überlassen – und genau hier klaffen die Ansätze von Microsoft und Valve inzwischen deutlich auseinander. PC Gamer nimmt das in einem Meinungsstück zum Anlass, Valves Steam-Lösung erneut scharf zu kritisieren.

    Was schreibt Australiens neue Altersverifikationspflicht konkret vor?

    Die Codes verlangen von Anbietern „angemessene” Altersnachweise, sobald Nutzer auf Inhalte zugreifen wollen, die von der Australian Classification Board mit R18+ eingestuft wurden. Für alle anderen Spiele ändert sich nichts. Der Gesetzgeber schreibt dabei bewusst keine einzelne Technologie vor: Firmen dürfen zwischen Verifikation, Altersschätzung oder Alters-Inferenz wählen, solange die Methode dem Risiko angemessen ist und australisches Datenschutzrecht einhält. Wer sich nicht daran hält, riskiert Strafen von bis zu 49,5 Millionen australischen Dollar. Mehr Details zu den Codes liefert die zuständige Behörde auf ihrer offiziellen Seite zu den Age-Restricted Material Codes.

    Microsoft hat seine Umsetzung Ende August 2026 für Xbox Store und Microsoft Store auf PC ausgerollt. Bereits gekaufte Spiele sind davon nicht betroffen, offene Vorbestellungen für R18+-Titel verfallen ohne Verifikation allerdings ersatzlos. Laut offiziellem Microsoft-Support können Nutzer dabei zwischen mehreren Wegen wählen: einer automatischen Einschätzung anhand der bisherigen Kontohistorie, einer Altersschätzung per Selfie, einer Kreditkarte, einem regional verfügbaren digitalen Ausweisdienst oder dem Hochladen eines Dokuments wie Führerschein oder Reisepass. Die eigentliche Prüfung übernehmen die externen Dienstleister Yoti und VerifyMy, die laut Microsofts eigener Ankündigung nur eine Bestätigung zurückmelden und die eingereichten Dokumente selbst nicht an Microsoft weiterleiten.

    Wie unterscheidet sich Microsofts Ansatz von Valves Steam-Lösung?

    Valve hat sein Altersverifikationssystem für Steam in Australien nur wenige Wochen zuvor eingeführt – und dabei radikal auf eine einzige Methode reduziert: eine gültige australische Kreditkarte, die dauerhaft mit dem Konto verknüpft bleiben muss. Debitkarten, Ausweis-Uploads oder Selfie-Schätzungen akzeptiert Valve nicht. Nach übereinstimmenden Berichten unter anderem von Tom’s Hardware und PC Gamer besitzen aber nur rund 43 Prozent der Australier überhaupt eine Kreditkarte. Ein erheblicher Teil der eigentlich volljährigen Nutzer könnte damit faktisch ausgesperrt bleiben. In Teilen der Community, etwa auf Reddit, wurde Valves Vorgehen deshalb bereits als „malicious compliance” bezeichnet – als bewusst unbequeme Pflichterfüllung statt echter Lösung.

    Genau diesen Kontrast greift PC Gamer auf: Weil Microsoft zeigt, dass eine datensparsame, aber trotzdem mehrgleisige Verifikation technisch machbar ist, wertet das Magazin Valves Ein-Optionen-Lösung als weiteren Beleg dafür, dass es dem Unternehmen nicht in erster Linie um Datenschutz gehe, sondern eher um minimalen Umsetzungsaufwand auf Kosten der Nutzerfreundlichkeit. Aus unserer Sicht ist diese Zuspitzung nachvollziehbar, sie bleibt aber eine redaktionelle Bewertung von PC Gamer und keine offizielle Feststellung der Regulierungsbehörde.

    Was bedeutet das für Spielerinnen und Spieler in Australien?

    Für Xbox- und PC-Nutzer mit Microsoft-Konto heißt das in der Praxis: Wer bereits ein länger aktives, glaubwürdig erwachsenes Konto besitzt, wird häufig automatisch als verifiziert eingestuft und muss gar nichts weiter unternehmen. Alle anderen wählen zwischen mehreren, unterschiedlich aufwendigen Optionen. Steam-Nutzer ohne Kreditkarte verlieren dagegen vorerst den Zugriff auf R18+-Inhalte, selbst wenn sie unzweifelhaft volljährig sind – es sei denn, sie beschaffen sich eigens eine Kreditkarte oder Valve ergänzt sein Verfahren um weitere Optionen.

    Quelle: PC Gamer

    Wie seht ihr die Kreditkarten-Pflicht bei Steam – nachvollziehbarer Datenschutz oder unnötige Hürde? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Xbox-Umbau: Obsidian wird Teil der Fallout-Sparte bei Bethesda

    Xbox-Umbau: Obsidian wird Teil der Fallout-Sparte bei Bethesda

    Der große Umbau bei Xbox geht weiter, und diesmal trifft es Obsidian Entertainment. Das Studio hinter Pillars of Eternity, The Outer Worlds und zuletzt Avowed wechselt organisatorisch zu Bethesda und wird künftig Teil der internen “Fallout”-Unternehmensgruppe. Das berichten Eurogamer und IGN übereinstimmend am 23. September 2026.

    Bethesda-Chefin Jill Braff hat die Obsidian-Belegschaft noch am selben Tag per internem Memo informiert. Darin versichert sie den Mitarbeitenden, dass die kreative Identität des Studios trotz der neuen Berichtsstruktur erhalten bleibt. Obsidian soll also weiterhin eigenständig an seinen Projekten arbeiten dürfen, auch wenn die organisatorische Aufhängung künftig über die Fallout-Sparte von Bethesda läuft und nicht mehr direkt bei Xbox Game Studios liegt.

    Warum wandert Obsidian ausgerechnet in die Fallout-Sparte?

    Historisch passt die Zuordnung eigentlich ganz gut: Obsidian hat mit Fallout: New Vegas bereits 2010 einen der beliebtesten Ableger der Reihe entwickelt, lange bevor Microsoft das Studio 2018 übernahm. Die neue organisatorische Nähe zur Fallout-Gruppe wirkt vor diesem Hintergrund fast folgerichtig statt willkürlich. Sie reiht sich zudem in eine ganze Serie von Umbauten ein, über die wir in den vergangenen Wochen berichtet haben – etwa die Entlassungswelle bei Xbox mit der Activision-Übernahme von Halo oder die Gerüchte um eine weitere Konsolidierungsrunde. Der “Xbox Reset” trifft also nicht nur Personal, sondern auch die internen Zuständigkeiten ganzer Studios.

    Was bedeutet der Wechsel für Avowed und The Outer Worlds 2?

    Key-Art zu The Outer Worlds mit zwei Raumfahrern vor einer fremden Planetenlandschaft mit Ringplanet am Himmel
    Obsidians eigene Sci-Fi-Reihe The Outer Worlds bleibt von der Umstrukturierung laut aktuellem Stand unberührt. Bildquelle: Obsidian Entertainment / Private Division

    Zu laufenden Projekten wie The Outer Worlds 2 äußert sich das Memo laut den vorliegenden Berichten nicht im Detail. Weder Eurogamer noch IGN nennen konkrete Änderungen an Release-Plänen, Teamgrößen oder Studiostandorten. Wichtig ist trotzdem: Anders als bei den zuletzt gemeldeten Entlassungen bei Xbox ist hier explizit nicht von Stellenabbau die Rede, sondern von einer reinen Umhängung in der Konzernstruktur. Für Fans heißt das erstmal: abwarten. Ob die Nähe zu Bethesda langfristig auch inhaltlich etwas verändert, etwa bei Marketing oder Veröffentlichungsterminen, lässt sich aktuell nicht seriös vorhersagen.

    Bemerkenswert ist trotzdem, wie viel Beruhigungsarbeit Jill Braff hier offenbar leisten musste. Dass eine Studioleitung ein eigenes Memo an die komplette Belegschaft schickt, um die kreative Unabhängigkeit zu betonen, zeigt, wie sensibel solche Umstrukturierungen für die Mitarbeitenden sind – gerade nach einer Welle von Schließungen und Entlassungen, die den Xbox-Bereich seit Monaten begleitet.

    Quelle: Eurogamer, IGN

    Wir bleiben an der Xbox-Restrukturierung dran und berichten, sobald es Neues zu Obsidians Projekten oder weiteren Studio-Umbauten gibt.