Kaum ein Spiel wird 2026 so heiß diskutiert wie Grand Theft Auto VI – und diesmal geht es nicht um Gameplay, sondern ums Geld. Beim jüngsten Earnings Call von Take-Two Interactive hat sich CEO Strauss Zelnick persönlich zu zwei der größten Aufreger rund um den Release geäußert: dem rein digitalen Verkaufsstart ohne physische Disc im Standardpaket und dem Preis von 80 US-Dollar.
Warum GTA 6 nur digital an den Start geht
Die Kritik an der fehlenden Disc-Version begleitet GTA 6 schon seit der Ankündigung der Standard Edition. Zelnick macht daraus auf dem Call kein großes Geheimnis: Über 90 Prozent des Umsatzes von Take-Two liefen laut ihm bereits digital, eine physische Version für die breite Masse ergebe wirtschaftlich schlicht immer weniger Sinn. Wer unbedingt eine Disc will, geht laut Zelnick trotzdem nicht komplett leer aus – eine physische Variante schließt er für die Zukunft nicht kategorisch aus, machte dazu aber keine konkreten Zusagen.
Was der 80-Dollar-Preis wirklich bedeutet
Der zweite Streitpunkt: der Preis. Mit 80 US-Dollar liegt die Standard Edition von GTA 6 über dem bisherigen AAA-Standard von 70 Dollar, den zuletzt Titel wie Mario Kart World gesetzt haben. Zelnick weist den Vorwurf der Abzocke zurück und nennt den Preis angesichts von Umfang und Produktionskosten sogar ein „unglaubliches Schnäppchen“. Take-Two versuche nicht, den Preis zu maximieren, sondern einen fairen Gegenwert zu bieten. Als Beleg dafür, dass die Rechnung für viele Fans trotzdem aufgeht, nennt er die Vorbestellungszahlen: Die seien „beispiellos, erstaunlich, astronomisch“.
Aus unserer Sicht zeigt der Fall vor allem eins: Die Debatte um GTA 6 ist längst so aufgeheizt, dass selbst ein Konzernchef bei einem Investoren-Call gezielt zu Community-Kritik Stellung bezieht – ein Novum in dieser Deutlichkeit. Gleichzeitig reiht sich der 80-Dollar-Preis in einen branchenweiten Trend ein, den wir schon bei anderen Großtiteln beobachtet haben: Steigende Entwicklungskosten werden zunehmend an die Spieler weitergegeben, während Publisher gleichzeitig versuchen, das mit besonders großem Umfang zu rechtfertigen. Ob GTA 6 diesen Spagat schafft, wird sich erst nach dem Release zeigen.
Wer die Hintergründe zum Umfeld des Release verfolgen will: Wir haben bereits über die Kritik an der Netflix-Exklusivität des kommenden Extended Look berichtet, sowie über die geplante Premiere des Extended Look am 27. August.

Quelle: Forbes, GamesRadar+, Consequence
Was haltet ihr von 80 Dollar für GTA 6 – fairer Deal oder zu teuer? Schreibt’s uns in die Kommentare!

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