Halo: Campaign Evolved, das aufwendige Remake der originalen Halo-1-Kampagne und der erste Serienteil überhaupt auf PlayStation, verkauft sich einem Bericht von Eurogamer zufolge deutlich schlechter als erhofft. Verglichen mit den zuletzt erschienenen Black-Ops-Revivals aus dem Call-of-Duty-Lager fällt der Verkaufsstart spürbar ab.
Warum die Verkäufe hinter den Erwartungen bleiben
Als wahrscheinlichster Grund gilt laut Bericht das Fehlen eines Multiplayer-Modus zum Launch. Gerade bei einer Marke, die maßgeblich durch ihren Mehrspieler-Anteil groß geworden ist, wiegt dieses Manko schwer: Wer Halo klassisch mit Freunden online zocken will, findet zum Start schlicht keine entsprechende Option vor und muss sich auf die reine Solo-Kampagne beschränken. Das dürfte gerade Spieler:innen abschrecken, die sich von der Multiplattform-Öffnung auf PlayStation eine neue, große Halo-Community erhofft hatten.
Ein Muster bei Xbox Game Studios
Der schwache Verkaufsstart reiht sich in eine ohnehin schon angespannte Phase bei den verantwortlichen Halo Studios ein. Wir berichteten bereits über die Entlassungswelle bei Halo Studios direkt nach dem Release von Campaign Evolved. Enttäuschende Verkaufszahlen könnten diesen Druck auf das Studio jetzt zusätzlich erhöhen, auch wenn ein einzelner Launch-Zeitraum noch keine endgültige Bilanz ist.
Aus unserer Sicht ist die Entscheidung, ohne Multiplayer zu starten, nachvollziehbar riskant gewesen: Halo lebt seit jeher von seiner Community rund um Ranglisten, Custom Games und LAN-Kultur. Ein Nachreichen des Modus per Update könnte die Zahlen mittelfristig noch drehen, allerdings nur, wenn Microsoft und Halo Studios das Vertrauen der Spielerschaft nicht durch weitere Verzögerungen strapazieren. Wer aktuell überlegt zuzuschlagen, sollte also wissen: Für den Moment bekommt man ausschließlich die überarbeitete Solo-Kampagne, keinen Online-Mehrspielermodus.
Quelle: Eurogamer

Habt ihr Campaign Evolved schon gespielt und vermisst ihr den Multiplayer? Schreibt es uns in den Kommentaren.
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