Tag: PlayStation

  • Ex-PlayStation-Boss Yoshida: Darum sollte Expedition 33 kein “rundenbasiertes RPG” heißen

    Ex-PlayStation-Boss Yoshida: Darum sollte Expedition 33 kein “rundenbasiertes RPG” heißen

    Ein Satz, der aufhorchen lässt: Shuhei Yoshida, jahrelang Chef der Worldwide Studios von PlayStation, hat öffentlich gemacht, dass er dem Team von Sandfall Interactive aktiv davon abgeraten hat, Clair Obscur: Expedition 33 als “rundenbasiertes RPG” zu bewerben. Sein Argument: Der Begriff schrecke potenzielle Spielerinnen und Spieler eher ab, als sie neugierig zu machen.

    Warum wollte Yoshida den Begriff “rundenbasiertes RPG” vermeiden?

    Laut Yoshidas Aussage sei “turn-based” im westlichen Markt vor allem bei einem breiteren Publikum negativ vorbelastet. Viele Spieler verbinden den Begriff mit langsamen, altbackenen Kampfsystemen und meiden Titel deshalb schon beim ersten Trailer, ohne die eigentliche Qualität des Gameplays zu sehen. Sein Rat an Sandfall Interactive: lieber über die packende Inszenierung, die Optik im Stil der Belle Époque und die dynamischen Elemente im Kampfsystem sprechen als über das Rundenprinzip selbst.

    Wie hat sich das Label “rundenbasiert” bisher auf die Wahrnehmung von RPGs ausgewirkt?

    Das ist kein neues Phänomen. Schon bei japanischen RPG-Reihen wie Final Fantasy oder Persona diskutiert die Branche seit Jahren, wie stark die Genre-Bezeichnung westliche Käufer abschreckt, obwohl gerade diese Serien international enorm erfolgreich sind. Clair Obscur: Expedition 33 selbst zeigt, wie wenig das Kampfsystem am Ende tatsächlich abgeschreckt hat: Das Spiel gilt inzwischen als eines der am besten bewerteten RPGs der letzten Jahre und hat sich trotz “klassischem” Rundenprinzip mit Ausweich- und Konter-Elementen in Echtzeit an ein riesiges Publikum verkauft. Das deutet eher darauf hin, dass nicht das Kampfsystem selbst das Problem ist, sondern wie es kommuniziert wird.

    Aus unserer Sicht zeigt die Aussage vor allem eins: Marketing-Sprache kann laut erfahrenen Branchenkennern wie Yoshida über Erfolg oder Misserfolg mitentscheiden, noch bevor ein einziger Spieler den Controller in die Hand nimmt. Für kommende Studios mit ähnlich mutigen Kampfsystemen dürfte das ein Denkanstoß sein, im Trailer lieber Atmosphäre und Tempo zu zeigen als Genre-Etiketten zu bemühen.

    Quelle: VGC, Eurogamer

    Was haltet ihr von Yoshidas Einschätzung – schreckt euch die Bezeichnung “rundenbasiert” wirklich ab, oder ist euch das Kampfsystem egal, solange das Spiel gut ist? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

  • PS Plus Extra und Premium: Diese zehn neuen Spiele gibt es ab heute zum Download

    PS Plus Extra und Premium: Diese zehn neuen Spiele gibt es ab heute zum Download

    Heute ist es wieder so weit: Sony aktualisiert den Katalog von PS Plus Extra und Premium und schaltet insgesamt zehn neue Titel frei. Die Freischaltung erfolgt am Dienstag, den 18. August 2026, gegen 10 Uhr – also praktisch jetzt.

    Welche Spiele kommen heute neu zu PS Plus Extra und Premium?

    Den Auftakt hatte bereits Helldivers 2 gemacht, das schon am 12. August überraschend vorab in den Katalog wanderte. Ab heute kommen folgende Spiele dazu:

    • Kingdom Come: Deliverance II – das storylastige Mittelalter-RPG von Warhorse Studios
    • Vampire Survivors – der Survival-Roguelite-Hit, der das ganze Genre mitbegründet hat
    • Hell is Us – Action-Adventure mit ungewöhnlichem Ansatz ohne klassische Quest-Marker
    • Umamusume: Pretty Derby – Party Dash – Partyspiel-Ableger der beliebten Umamusume-Reihe
    • Two Point Museum – der Aufbau-Sim-Nachfolger von Two Point Hospital, diesmal im Museums-Setting
    • Metro Exodus – der Endzeit-Shooter aus der Metro-Reihe
    • Dying Light 2 – Open-World-Zombie-Action mit Parkour-Fokus

    Dazu kommen zwei Klassiker exklusiv für die Premium-Stufe: Onimusha: Dawn of Dreams, das PS2-Actionspiel von 2006, sowie Disney’s Atlantis: The Lost Empire mit technischen Verbesserungen für moderne Konsolen.

    Welche Spiele verlassen im Gegenzug den PS-Plus-Katalog?

    Wie jeden Monat räumt Sony auch Platz für die Neuzugänge. Unter anderem verlassen Dead Island 2, Unicorn Overlord und Earth Defense Force 6 den Katalog von Extra und Premium. Wer diese Spiele noch spielen möchte oder mittendrin ist, sollte sie sich vor der Umstellung noch einmal starten – gespeicherte Spielstände bleiben zwar meist erhalten, der Zugriff über das Abo endet aber mit dem heutigen Stichtag.

    Uebersichtsgrafik zu den neuen PS Plus Extra und Premium Spielen im August 2026
    Bildquelle: GamePro

    Aus unserer Sicht ist das eine der stärkeren PS-Plus-Wellen der letzten Monate: Mit Kingdom Come: Deliverance II und Metro Exodus sind gleich zwei umfangreiche Singleplayer-Schwergewichte dabei, und dass Helldivers 2 schon ein paar Tage früher als üblich kam, zeigt, dass Sony den Community-Hype um das Koop-Spiel gezielt für sich nutzen will, statt es einfach nur am regulären Stichtag durchzuwinken.

    Quelle: GamePro

    Welches der neuen Spiele lädst du dir zuerst herunter? Sag uns in den Kommentaren, worauf du dich am meisten freust!

  • Marvel’s Wolverine: Embargo gefallen – das sind die wichtigsten Fakten

    Marvel’s Wolverine: Embargo gefallen – das sind die wichtigsten Fakten

    Das Presseembargo zu Marvel’s Wolverine ist gefallen. Insomniac Games öffnet einen Monat vor dem Release am 15. September 2026 die Tore und lässt Eurogamer und IGN erstmals tief ins PS5-exklusive Actionspiel blicken. Wir haben die wichtigsten Fakten aus dem Embargo-Drop für euch gebündelt.

    Kann man Marvel’s Wolverine wirklich komplett von der Disc spielen?

    Ja, und das ist die vielleicht überraschendste Nachricht des Tages. Laut Eurogamer bestätigt Insomniac, dass die PS5-Disc-Version von Marvel’s Wolverine komplett spielbar ist, ohne dass ihr vorher zwingend etwas herunterladen müsst. Ein Day-One-Patch mit Bugfixes und Feinschliff steht zwar bereit, ist aber rein optional. Installiert bekommt ihr das Update trotzdem empfohlen, Pflicht ist es aber nicht mehr.

    Was bringt der Performance-Modus in Marvel’s Wolverine?

    IGN berichtet, dass Insomniac für Marvel’s Wolverine auf der Standard-PS5 einen Performance-Modus mit 60 Bildern pro Sekunde als Fokus setzt, während ein Fidelity-Modus mit höherer Auflösung für alle verfügbar bleibt, die lieber auf Bildqualität statt Framerate setzen. Auf der PS5 Pro sollen beide Welten zusammenkommen: 4K-Auflösung bei stabilen 60 FPS inklusive Raytracing, dank verbesserter Upscaling-Technik.

    Wolverine im gelb-schwarzen Kostüm mit ausgefahrenen Adamantium-Krallen im Kampf gegen Sabretooth
    Bildquelle: IGN, offizielles Pressematerial

    Was verrät das große Insomniac-Interview über Sabretooth, New Game Plus und den Anzug?

    Ein ausführliches IGN-Interview mit dem Entwicklerteam liefert gleich drei handfeste neue Details. Erstens: Sabretooth kämpft in Team-up-Sequenzen an Wolverines Seite, stiehlt ihm dabei aber aktiv die Kills, weil die beiden eine knallharte Rivalität pflegen. Zweitens: New Game Plus ist ab Tag eins verfügbar, ihr müsst das Hauptspiel also nicht erst durchspielen, um mit stärkeren Gegnern von vorn zu beginnen. Drittens heilt sich Logans Anzug automatisch mit, sobald seine Wunden verheilen, was in der Community für Diskussionen sorgt, weil manche Spieler sichtbaren Schaden am Kostüm bevorzugt hätten.

    Wie gut ist Marvel’s Wolverine laut ersten Preview-Eindrücken?

    Auch die ersten Hands-on-Berichte sind da. Laut der Eurogamer-Preview fühlt sich das Kampfsystem angriffslustig und nach vorn gerichtet an, mit einer Mischung aus Stealth, Parkour und offener Action. Das Fazit der Redaktion: ein unterhaltsames, kinoreifes Spektakel, das seinem Comic-Charakter treu bleibt, an manchen Stellen wie einem Kampf gegen einen riesigen Sentinel-Roboter aber auch etwas vorhersehbar wirkt.

    Was heißt das jetzt für euch als Spieler? Die volle Disc-Spielbarkeit ist mehr als nur eine technische Randnotiz. Sony hat bereits angekündigt, die physische Produktion neuer PS5-Spiele ab 2028 einzustellen, Marvel’s Wolverine gehört damit zu den letzten großen Exklusivtiteln, die ihr komplett offline und ohne Day-One-Zwangsdownload aus der Verpackung spielen könnt. Für Sammler und alle mit langsamem Internet oder Datenlimit ist das ein echter Pluspunkt, den es bei neuen Releases in ein, zwei Jahren vermutlich nicht mehr geben wird. Damit reiht sich der Titel in eine dichte Woche für PS5-Exklusivtitel ein, wie zuletzt bei Ghost of Yotei: Complete Edition.

    Mehr Infos zum Spiel und Vorbestellungen findet ihr auf der offiziellen PlayStation-Spieleseite sowie bei Insomniac Games selbst.

    Quelle: Eurogamer, IGN, IGN, Eurogamer

    Freut ihr euch schon auf Marvel’s Wolverine, oder wartet ihr erst auf die Testnoten? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • Sammelklage in den Niederlanden: Stop Killing Games wirft Sony PlayStation-Store-Monopol vor

    Sammelklage in den Niederlanden: Stop Killing Games wirft Sony PlayStation-Store-Monopol vor

    Sony bekommt in den Niederlanden juristischen Ärger: Die Verbraucherschutz-Stiftung Stop Killing Games unterstützt gemeinsam mit der Initiative DoesItPlay? eine Sammelklage der Stichting Massaschade & Consument gegen Sony. Der Vorwurf: Der PlayStation Store sei ein Monopol, das Spieler beim digitalen Kauf von Spielen systematisch übervorteilt.

    Worum es in der Klage geht

    Konkret argumentieren die Kläger, dass Sony seinen Kundinnen und Kunden keine echte Wahl lässt: Wer ein digitales PlayStation-Spiel kaufen will, kommt am hauseigenen Store nicht vorbei, da alternative Anbieter technisch ausgesperrt sind. Diese Zwangsbindung treibe die Preise laut der Klageschrift um bis zu 47 Prozent nach oben, verglichen mit einem Markt mit echtem Wettbewerb. Die Sammelklage beziffert den entstandenen Gesamtschaden für niederländische Spieler auf rund 457 Millionen US-Dollar. Betroffen sind demnach alle, die in den vergangenen Jahren digitale Käufe im PlayStation Store getätigt haben.

    Warum ausgerechnet Stop Killing Games mitmischt

    Dass sich Stop Killing Games einschaltet, ist kein Zufall. Die Initiative wurde ursprünglich bekannt durch ihre EU-Petition gegen das “Verkrüppeln” gekaufter Spiele, wenn Publisher Server abschalten. Mit der Unterstützung dieser Klage erweitert die Kampagne ihren Fokus: Es geht nicht mehr nur um den Erhalt von Spielen nach dem Server-Aus, sondern grundsätzlicher um faire Bedingungen und Preise auf geschlossenen Konsolen-Plattformen. Für die Bewegung ist es ein logischer nächster Schritt, da beide Themen letztlich auf dieselbe Kritik hinauslaufen: Spieler haben auf Konsolen kaum Kontrolle über das, was sie eigentlich besessen glauben.

    Kein Einzelfall: Sonys Kundenkritik häuft sich

    Aus unserer Sicht ist bemerkenswert, wie sehr sich der Gegenwind für Sony gerade verdichtet. Erst kürzlich hatten wir über die Kritik einer Gaming-Preservation-Organisation berichtet, die Sony wegen des geplanten Endes der physischen Disc-Unterstützung ebenfalls fehlendes Verständnis für Kundenwünsche vorwarf – dort ging es vor allem um ausbleibende Preissenkungen trotz wegfallender Disc-Kosten. Jetzt kommt mit der Store-Monopol-Klage ein zweiter, juristisch deutlich schärferer Vorwurf hinzu. Für Spieler bedeutet das erstmal nichts Akutes: Die Klage muss die niederländische Justiz noch prüfen, und selbst bei Erfolg würden zunächst nur niederländische Käufer entschädigt. Trotzdem lohnt sich ein Auge auf das Verfahren, denn ähnliche Klagen gegen App-Store-Monopole liefen in der Vergangenheit auch schon zu Präzedenzfällen mit Auswirkungen über die Landesgrenzen hinaus.

    Quelle: Eurogamer

    Was haltet ihr von dem Vorwurf – berechtigte Kritik am Store-Monopol oder normales Konsolen-Geschäft? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

  • Halo: Campaign Evolved verkauft sich schlecht – fehlender Multiplayer gilt als Hauptgrund

    Halo: Campaign Evolved verkauft sich schlecht – fehlender Multiplayer gilt als Hauptgrund

    Halo: Campaign Evolved, das aufwendige Remake der originalen Halo-1-Kampagne und der erste Serienteil überhaupt auf PlayStation, verkauft sich einem Bericht von Eurogamer zufolge deutlich schlechter als erhofft. Verglichen mit den zuletzt erschienenen Black-Ops-Revivals aus dem Call-of-Duty-Lager fällt der Verkaufsstart spürbar ab.

    Warum die Verkäufe hinter den Erwartungen bleiben

    Als wahrscheinlichster Grund gilt laut Bericht das Fehlen eines Multiplayer-Modus zum Launch. Gerade bei einer Marke, die maßgeblich durch ihren Mehrspieler-Anteil groß geworden ist, wiegt dieses Manko schwer: Wer Halo klassisch mit Freunden online zocken will, findet zum Start schlicht keine entsprechende Option vor und muss sich auf die reine Solo-Kampagne beschränken. Das dürfte gerade Spieler:innen abschrecken, die sich von der Multiplattform-Öffnung auf PlayStation eine neue, große Halo-Community erhofft hatten.

    Ein Muster bei Xbox Game Studios

    Der schwache Verkaufsstart reiht sich in eine ohnehin schon angespannte Phase bei den verantwortlichen Halo Studios ein. Wir berichteten bereits über die Entlassungswelle bei Halo Studios direkt nach dem Release von Campaign Evolved. Enttäuschende Verkaufszahlen könnten diesen Druck auf das Studio jetzt zusätzlich erhöhen, auch wenn ein einzelner Launch-Zeitraum noch keine endgültige Bilanz ist.

    Aus unserer Sicht ist die Entscheidung, ohne Multiplayer zu starten, nachvollziehbar riskant gewesen: Halo lebt seit jeher von seiner Community rund um Ranglisten, Custom Games und LAN-Kultur. Ein Nachreichen des Modus per Update könnte die Zahlen mittelfristig noch drehen, allerdings nur, wenn Microsoft und Halo Studios das Vertrauen der Spielerschaft nicht durch weitere Verzögerungen strapazieren. Wer aktuell überlegt zuzuschlagen, sollte also wissen: Für den Moment bekommt man ausschließlich die überarbeitete Solo-Kampagne, keinen Online-Mehrspielermodus.

    Quelle: Eurogamer

    Sergeant Major Avery Johnson und Marines aus Halo: Campaign Evolved, dem Remake der ursprünglichen Halo-1-Kampagne
    Bildquelle: Eurogamer

    Habt ihr Campaign Evolved schon gespielt und vermisst ihr den Multiplayer? Schreibt es uns in den Kommentaren.

  • Halo: Campaign Evolved ist da: Master Chief kämpft erstmals auf der PlayStation

    Halo: Campaign Evolved ist da: Master Chief kämpft erstmals auf der PlayStation

    Es ist ein Tag, den es in der Halo-Geschichte so noch nicht gab: Halo: Campaign Evolved ist ab sofort weltweit verfügbar, und zwar nicht nur für Xbox Series X|S und PC, sondern erstmals in der Serien-Geschichte auch für die PlayStation 5. Master Chief verlässt damit offiziell die reine Xbox-Welt. Das komplett in der Unreal Engine 5 neu gebaute Remake des ursprünglichen Halo: Combat Evolved ist außerdem ab Release Teil von Xbox Game Pass.

    Wer schon seit dem 23. Juli die Premium- oder Collector’s Edition gekauft hat, konnte über die Early-Access-Phase bereits reinschauen. Seit heute können aber alle Spielerinnen und Spieler loslegen, egal auf welcher Plattform.

    Das steckt im Remake

    Optisch ist Campaign Evolved eine komplette Neuinterpretation der Kampagne von 2001, spielerisch bleibt der Kern erhalten. Neu hinzugekommen sind drei zusätzliche, offiziell kanonische Vorgeschichte-Missionen unter dem Titel “Operation: METEORITE”, die die Story rund um die Ankunft auf der Ring-Welt erweitern.

    • Komplettes Grafik- und Beleuchtungs-Remake auf Basis der Unreal Engine 5
    • Drei neue kanonische Missionen (“Operation: METEORITE”)
    • Online-Koop für bis zu vier Spieler
    • Splitscreen-Koop für zwei Spieler auf unterstützten Konsolen
    • Erstmals spielbar auf PlayStation 5, plus Xbox Series X|S, PC und Cloud
    • Ab Tag eins im Xbox Game Pass enthalten

    Warum es trotzdem keinen klassischen Multiplayer gibt

    Der größte Kritikpunkt ist schnell gefunden: Campaign Evolved bietet keinen kompetitiven Mehrspielermodus. Kein Slayer, kein Capture the Flag, keine Ranglisten – nur die Kampagne im Koop. Für ein Spiel, dessen originaler Multiplayer-Part Genre-Geschichte geschrieben hat, ist das für viele schwer nachvollziehbar, zumal der Preis kaum unter dem der Master Chief Collection liegt, die diesen Umfang bereits bietet. In Diskussionen auf Reddit und in der Steam-Community wird immer wieder dieselbe Vermutung geäußert: Microsoft und Halo Studios wollen offenbar nicht, dass ein neues, kostenloses PvP-Angebot dem eigenen Halo Infinite die Spielerzahlen abgräbt.

    Historischer Bruch mit Ansage

    Dass ausgerechnet Halo, jahrzehntelang das Aushängeschild der Xbox-Exklusivität, jetzt auf PlayStation landet, zeigt, wie sehr sich Microsofts Strategie seit den großen Studioschließungen und der Neuausrichtung des Xbox-Geschäfts verändert hat. Aus unserer Sicht ist das technisch beeindruckende Remake ein kluger Schachzug, um eine neue Zielgruppe zu erreichen – die fehlende Multiplayer-Komponente wirkt aber wie eine bewusste Bremse, um die eigene Infinite-Community nicht zu verunsichern. Wer auf die volle Halo-Erfahrung mit PvP hofft, muss also weiterhin bei Halo Infinite bleiben. Unseren Bericht zu den eher durchwachsenen Testwertungen zu Campaign Evolved und zum Start der Early-Access-Phase am 23. Juli findet ihr bei uns im Archiv.

    Szene aus der neuen Kampagnen-Mission Operation Meteorite in Halo: Campaign Evolved
    Bildquelle: Xbox Wire, offizielles Pressematerial
    Master Chief im Nahkampf mit Energieschwert in Halo: Campaign Evolved
    Bildquelle: Xbox Wire, offizielles Pressematerial

    Quelle: Xbox Wire, ScreenRant, Shacknews

    Habt ihr euch Campaign Evolved schon geholt und was sagt ihr zum fehlenden Multiplayer? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • PlayStation-Blackout: Fans planen einwöchigen Boykott gegen Sonys Disc-Aus

    PlayStation-Blackout: Fans planen einwöchigen Boykott gegen Sonys Disc-Aus

    Der Ärger über Sonys Disc-Aus kocht weiter hoch – und jetzt wird aus Meckern im Netz eine konkrete Aktion. Die Verbraucher-Community DoesItPlay ruft alle PlayStation-Besitzer dazu auf, vom 23. bis 30. August eine Woche lang komplett auf ihre Konsole zu verzichten. Sinngemäß heißt das: Konsole aus, keine Logins, keine Käufe im PlayStation Store – ein wirtschaftlicher und spielerischer Blackout, mit dem Sony spüren soll, wie viel Marktmacht die eigene Kundschaft eigentlich hat.

    Auslöser der ganzen Debatte ist Sonys Ankündigung von Anfang Juli, ab Januar 2028 keine physischen Disc-Versionen mehr für neue PlayStation-Spiele zu produzieren. Seitdem brodelt es in der Community, wie unser Artikel zu God-of-War-Schöpfer David Jaffes Verteidigung der Entscheidung zeigt. Eine Change.org-Petition gegen das Disc-Aus hat mittlerweile zwischen 180.000 und 345.000 Unterschriften gesammelt – die Zahlen schwanken je nach Quelle, klar ist aber: Es ist längst keine Nische mehr, die sich hier aufregt.

    Was den Protest von reiner Kommentarspalten-Wut unterscheidet, ist das Tempo, mit dem er sich verbreitet: Laut Berichten sammelte die Blackout-Ankündigung binnen rund 24 Stunden schon rund 800.000 Aufrufe in sozialen Netzwerken. Die Kernsorge der Fans bleibt dabei die gleiche wie seit der ersten Ankündigung: Ohne physisches Medium verschwindet die Möglichkeit, gebrauchte Spiele zu verkaufen oder zu tauschen, und der Zugriff auf die eigene Bibliothek hängt komplett an Sonys Servern und Accounts.

    Ob ein einwöchiger Boykott Sony tatsächlich zum Umdenken bewegt, ist fraglich – schließlich betrifft die Ankündigung erst Spiele ab 2028, und Konsolenhersteller haben ähnliche Protestwellen in der Vergangenheit meist ausgesessen. Trotzdem zeigt die Aktion, wie tief das Misstrauen gegenüber einer rein digitalen Zukunft in Teilen der Community sitzt. Bis Ende August dürfte die Debatte auf jeden Fall noch weiter an Fahrt aufnehmen.

    Mehrere physische PlayStation-5-Spielehuellen nebeneinander, Symbolbild zur Debatte um Sonys Disc-Aus
    Bildquelle: Kotaku (kotaku.com)

    Quelle: Kotaku, Push Square, GamingBible

    Würdet ihr bei so einem Blackout mitmachen, oder haltet ihr das für Symbolpolitik ohne echten Effekt? Ab in die Kommentare damit!

  • Sonys Disc-Aus: God-of-War-Schöpfer David Jaffe verteidigt PlayStations digitale Zukunft

    Sonys Disc-Aus: God-of-War-Schöpfer David Jaffe verteidigt PlayStations digitale Zukunft

    Die Ankündigung schlägt weiter hohe Wellen: Sony stellt ab Januar 2028 die physische Produktion neuer PlayStation-Spiele komplett ein. Seitdem brodelt es in der Community – Boykottaufrufe machen die Runde, eine Online-Petition gegen das Disc-Aus hat längst sechsstellige Unterschriftenzahlen erreicht. Jetzt meldet sich eine überraschende Stimme zu Wort: David Jaffe, Schöpfer des allerersten God of War und Mitentwickler von Twisted Metal, stellt sich in einem neuen Video auf seinem YouTube-Kanal klar hinter Sonys Entscheidung.

    Jaffes Kernargument: Die Aufregung um angebliche Gier oder eine Verschwörung gegen die Kundschaft geht seiner Meinung nach am eigentlichen Problem vorbei. Für ihn ist das Ende der Disc schlicht eine wirtschaftliche Notwendigkeit angesichts explodierender AAA-Produktionskosten. Discs zu pressen, zu verpacken und über den Einzelhandel zu vertreiben, kostet Millionen – Geld, das laut Jaffe an anderer Stelle im Budget fehlt. Die meisten Kritiker, so seine These, würden die tatsächlichen Kosten hinter physischen Veröffentlichungen schlicht unterschätzen.

    Während Jaffe Verständnis für Sonys Entscheidung zeigt, bleibt die Kernangst vieler Fans bestehen: Ohne physisches Medium verschwindet auch die Möglichkeit, gebrauchte Spiele zu verkaufen oder zu tauschen, und im Zweifel hängt der Spielezugang komplett von Sonys Servern und Konten ab. Genau das treibt aktuell auch andere Stimmen aus der Branche um. Erste große Publisher äußern sich inzwischen ebenfalls zur Marktwirkung von Sonys Schritt: Sega gibt in einem Interview vorsichtig Entwarnung für das eigene Geschäft, und Ubisoft-Chef Yves Guillemot sieht laut Berichten keinen langfristigen Schaden für die Branche insgesamt.

    Ob sich die aufgeheizte Stimmung in der Community durch prominente Fürsprecher wie Jaffe beruhigt, ist fraglich – zu tief sitzt bei vielen die Sorge um Besitzrechte und Spielearchive. Bis Januar 2028 ist zwar noch etwas Zeit, doch die Debatte um Sonys digitale Zukunft dürfte die Gaming-Community noch lange begleiten.

    Quelle: play3.de, play3.de

    Was denkt ihr: Hat Jaffe recht, oder ist das Disc-Aus für euch ein rotes Tuch? Schreibt’s uns in die Kommentare!

  • PlayStation-Disc-Aus: Petition knackt 200.000 Unterschriften, Publisher Serenity Forge übt Kritik

    PlayStation-Disc-Aus: Petition knackt 200.000 Unterschriften, Publisher Serenity Forge übt Kritik

    Der Ärger um Sonys geplantes Disc-Aus wird lauter. Der Konzern hatte Anfang Juli angekündigt, ab Januar 2028 keine neuen physischen Spiele mehr für PlayStation zu produzieren. Jetzt zeigt sich, wie groß der Widerstand dagegen tatsächlich ist: Die Petition “Don’t Kill the Disc” hat inzwischen die Marke von 200.000 Unterschriften geknackt.

    Besonders bemerkenswert: Auch aus der Publisher-Riege meldet sich jetzt Kritik. Zhenghua Yang, CEO von Serenity Forge (bekannt für “Doki Doki Literature Club”), stellte sich öffentlich hinter physische Editionen. Seiner Aussage nach helfen physische Spiele dabei, Zielgruppen zu erreichen, die reine digitale Distribution oft gar nicht anspricht – etwa Sammler, Gelegenheitsspieler ohne schnelles Internet oder Käufer, die Spiele verschenken wollen. Digital sei zwar praktischer geworden, könne diesen Zugang aber laut Yang nicht vollständig ersetzen.

    Brisant an der ganzen Sache: Laut mehreren Berichten wurden Publisher, Regionalbüros und Handelspartner von Sony im Vorfeld offenbar nicht ausreichend über die Pläne informiert. Das erklärt wohl auch, warum jetzt erst nach und nach öffentliche Reaktionen aus der Branche eintrudeln, statt gleich bei der ursprünglichen Ankündigung. Große Publisher wie Take-Two oder Ubisoft haben sich bislang nicht offiziell geäußert.

    Eine offizielle Stellungnahme von Sony zur Petition oder zu Serenity Forges Kritik gibt es bislang nicht. Für Sammler und Fans physischer Editionen bleibt die Hoffnung, dass der wachsende öffentliche Druck noch etwas bewirkt, bevor die Produktion 2028 tatsächlich eingestellt wird. Wir bleiben an dem Thema dran.

    Quelle: Tom’s Hardware, GamesRadar+

  • Marathon bekommt PvE-Modus „Vault Breaker“ – während bei Bungie die Krise weitergeht

    Marathon bekommt PvE-Modus „Vault Breaker“ – während bei Bungie die Krise weitergeht

    Bungie experimentiert mit seinem Extraction-Shooter Marathon: Mit Season 2 geht heute der erste dedizierte PvE-Modus des Spiels live, „Vault Breaker“ genannt. Statt sich wie gewohnt gegen andere Spieler zu behaupten, ziehen Teams gemeinsam kooperativ durch das sogenannte „Cryo Archive“ – einen dungeonartigen Bereich voller Gegner und Beute, befristet als Experiment vom 21. Juli bis zum 4. August.

    Parallel zum neuen Modus schraubt Bungie an den Grundlagen:

    • Balance-Anpassungen an mehreren Waffen und Ausrüstungsgegenständen
    • Neue „Loadout-Limited“-Regeln, die vorschreiben, welche Ausrüstungskombinationen in bestimmten Matches erlaubt sind
    • Der neue Koop-Modus „Vault Breaker“ im Cryo Archive als zeitlich befristetes Experiment
    • Diverse kleinere Fehlerbehebungen rund um Matchmaking und Spielstabilität

    Der Patch kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Game Director Joseph Ziegler das Studio verlässt – nur vier Monate nach dem eher enttäuschenden Marathon-Launch. Seine Nachfolge übernimmt Del Chafe III. Der Wechsel reiht sich ein in eine ohnehin angespannte Phase bei Sonys Studios, die zuletzt von größeren Entlassungswellen betroffen waren. Marathon gilt vielen Beobachtern inzwischen als eines von Sonys wackligsten Live-Service-Projekten.

    Ob der neue PvE-Modus dem Spiel frischen Wind verschafft, muss sich erst zeigen – für Bungie ist „Vault Breaker“ jedenfalls ein Testballon: Kommt der Modus gut an, könnte daraus dauerhafter Content werden, statt nur ein zweiwöchiges Experiment zu bleiben.

    Quelle: DLCompare